VMware konkretisiert Vision für unternehmensweite Speicher-Virtualisierung

Manager von VMware konkretisierten ihre Pläne für softwaredefinierte Rechenzentren mit über den Server-Hypervisor virtualisiertem Storage.

Manager von VMware haben am 9. Oktober 2012 auf der VMworld in Barcelona ihre Vision für  softwaredefinierte Rechenzentren mit über den Server-Hypervisor virtualisiertem Storage konkretisiert. Dabei sollen auf der Basis von heterogenen SAN- und NAS-Geräten und sogar Server-DAS (Server Direct Attached Storage) Pools mit Datenkapazität im nativen Virtual Disk Format entstehen.

Vor dem hauptsächlich aus VMware- und Storage-Administratoren bestehenden Publikum sprach unter anderem Shruti Bhat, Manager für Produkt-Marketing bei VMware. Die Anstrengungen des Giganten im Bereich Server-Virtualisierung zielten darauf ab, die mit der Bereitstellung von Storage für virtuelle Maschinen (VMs) verbundenen Mühen und den Zeitaufwand zu reduzieren,  ließ er die Zuhörer wissen.

„Theoretisch dauert die Provisionierung einer VM zwei Minuten, doch in Wirklichkeit sind es eher um die fünf Tage, weil auch Storage, Sicherheit und Verfügbarkeit Arbeit erfordern“, sagte Bhat. Allein Storage-Aufgaben wie die Erstellung von Festplatten-Pools, die Festlegung der RAID-Level und die Konfiguration der Logical Unit Names (LUN) bedeuteten sämtlich zusätzlichen Zeitaufwand bei der VM-Erstellung. „Traditionelle Storage-Methoden halten mit der Entwicklung nicht Schritt, insbesondere nicht im Hinblick auf die Erfordernisse von virtuellen Desktops und von Apache Hadoop“, sagte Bath.

Alberto Farronato, ebenfalls Manager für Produkt-Marketing bei VMware, konkretisierte die von CEO Pat Gelsinger in der Keynote am Morgen gemachten Andeutungen in Bezug auf die Verfügbarkeit neuer Speicherverwaltungs-Features von VMware in kommenden Hypervisor-Versionen. Er beschrieb detailliert die Pläne des Unternehmens für Storage-Management über den Hypervisor; dabei können Storage-Pools auf der Grundlage von SAN- und NAS-Geräten unterschiedlicher Hersteller sowie von Server-DAS erstellt und verwaltet werden.

Diese Vision von VMware stützt sich auf drei wesentliche Elemente:

Erstens soll eine speicherbasierte Richtlinien-Verwaltung die richtlinienbasierte Orchestrierung mit Speicherprofilen auf der Basis von Performance-Charakteristiken ermöglichen, die an bestimmte VMs gekoppelt sind.

Zweitens soll sich bei virtuellen Volumes dadurch eine Verbesserung ergeben, dass SAN- und NAS-Geräte VMDKs (Virtual Machine Disk-Dateien) nativ ausführen, statt LUNs zu verwenden. Ferner ist eine neue API geplant, die einen Storage-Betrieb auf der Grundlage von VMDKs und außerdem Operationen wie Snapshots, Thin-Provisioning und Daten-Deduplizierung über den VMware-Hypervisor oder Produkte von Drittanbietern ermöglicht. Server-seitiger Flashspeicher würde sich dabei dank Virtual Flash-Fähigkeit als einheitlicher Pool präsentieren, von dem aus Reservierungen und Freigaben für virtuelle Computer verwaltet werden könnten.

Drittens soll dank Virtual SAN die Speicherkapazität von verteiltem Server-DAS zu einem Storage-Pool zusammengefasst werden. Auf diese Weise ließe sich hoch skalierbare Festplatten-Kapazität auf der Basis von verteilten Laufwerken schaffen. „Virtual SAN ist eine größere Version der vSphere Storage Appliance, integriert mit vSphere und ausgelegt für den Enterprise-Einsatz“, sagte Farronato. Als mögliche Einsatzbereiche nannte er Storage für virtuelle Desktops und Big Data.

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