Actifio will mit PAS eine neue Architektur für Backups schaffen

Das Startup-Unternehmen Actifio zeigt einen auf Snapshots basierenden hochskalierbaren und effizienten Weg zum herkömmlichen Backup auf.

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Das Startup Actifio hat ehrgeizige Pläne für eine Neudefinition der Art und Weise, wie Storage verwaltet und geschützt wird. Das Unternehmen arbeitet mit einer einzigen Appliance und seiner Technologie zum Daten-Kopieren, um vielfältige Anwendungen für Backups, Snapshots, Archivierung, Business Continuity, Disaster Recovery, Analytik sowie Tests und Entwicklung überflüssig zu machen.

Actifio aus dem US-Bundesstaat Massachusetts hat nach eigenen Angaben 200 Kunden in 16 Ländern gewonnen, seit es Ende 2010 mit der Auslieferung seiner Appliance Protection und Availability Storage (PAS) begann. Nach den Worten des CEOs und Gründers Ash Ashutosh gab es Ende 2012 zusätzliche Verkäufe an „Fortune 1000“-Unternehmen, von denen viele mindestens 1 Petabyte an Produktiv-Daten zu speichern haben.

„Wir erwarten, Anfang 2014 profitabel zu sein“, sagt Ashutosh, „das abgelaufene vierte Quartal war sehr gut. Wir hatten 500 Prozent Wachstum im Vorjahresvergleich“.

Actifiio bezeichnet seine Technologie als copy data storage. Seine PAS-Appliance lässt sich innerhalb der Fabric des Storage Area Networks (SAN) oder out-of-band über das Netzwerk einsetzen und nimmt mit Hilfe von Software Snapshots veränderte Daten vom Anwendungsserver statt vom Produktiv-Storage-System. Die Appliance lässt sich auf bis zu acht Knoten mit 8 PB an Storage hochskalieren.

Das entscheidende Element des PAS-Systems ist die Technologie Virtual Data Protection (VDP). Dabei handelt es sich um ein verteiltes Objekt-Dateisystem, das eine eindeutige Kopie von Daten verwaltet und mit Changed Block Tracking häufig aktualisiert. VDP fertigt eine einzige Kopie geänderter Daten vom Anwendungsserver an und nutzt sie zu unterschiedlichen Zwecken mehrfach.

„Damit können Anwendungen direkt auf Daten-Kopien von der Actifio-PAS zugreifen“, sagt Ashutosh. „Die Daten kommen als Block herein, werden aber als Objekte mit Metadaten einschließlich Service-Level Agreements gespeichert. Wir umgehen die Storage-Infrastruktur und übernehmen Daten von Anwendungsschnittstellen. Damit können Sie Software-Werkzeuge wie für Backups, Replikation, Archivierung, Tests und Entwicklung wegwerfen“.

Als kleines Unternehmen mit großen Storage-Anbietern als Gegner steht Actifio gewiss noch vor einigen Herausforderungen, wenn es die Prozesse verändern möchte, an die sich viele Storage- und Backup-Administratoren gewöhnt haben. Doch sein Ansatz mit Daten-Kopien findet allmählich loyale Kunden.

Die Bryant University im US-Bundesstaat Rode Island zum Beispiel hat die Actifio-PAS im Einsatz, um Daten-Migration einfacher zu machen, die Zahl der Backup-Lizenzen für virtuelle Maschinen zu verringern und mit weniger Bändern auszukommen; außerdem wird sie für Replikation an einem zweiten Standort für Disaster Recovery genutzt. „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht“, berichtet Rich Siedzik, Leiter Computer- und Telecom-Dienste der Universität. Erst habe er eine 45-tägige Testphase mit Actifio vereinbart, doch nach zehn Tagen habe sein Team gesagt „Wir kaufen das Produkt!“.

Die Einrichtung bei der Universität erfolgte im Dezember, und Backups virtueller Maschinen werden jetzt von dem PAS-System erledigt. Die Funktion zur Storage-Virtualisierung wird laut Siedzik die Möglichkeit schaffen, Daten von einem alten Subsystem auf ein neues zu migrieren, ohne dass die Nutzer eine Unterbrechung bemerken. „Wir können Daten einfach migrieren, während alles läuft. Was bisher acht bis zehn Tage gedauert hat, geht jetzt in Minuten“, sagt Siedzik.

Ein anderer Kunde, RDK Engineers aus Massachusetts, hat eine Actifio-PAS zunächst installiert, um sein Backup-Fenster zu verkleinern, und will sie jetzt auch für Disaster Recovery nutzen. Das Unternehmen hat viele technische Zeichnungen, Geschäftsdokumente und E-Mails aufzubewahren. Stephen Reboulet, sein Manager für Informationssicherheit, entschied sich 2010 für den Umstieg zu Actifio, nachdem sein altes Backup-System mit Symantec Backup Exec, Quest Software vRanger und Band-Bibliotheken von Hewlett-Packard zum Schutz nicht mehr ausgereicht hatte.

Früher startete RDK seine Backups am Freitagabend, und sie liefen dann bis Sonntag. Mit Actifio werden jetzt alle drei Stunden Snapshots angelegt, was das Backup-Fenster und die Menge an Daten, die im Fall einer Wiederherstellung verloren gehen, verkleinert. Im Unternehmen laufen 5 physische Server mit 25 virtuellen Maschinen (VMs). Backup Exec wird bei RDK Engineers weiter eingesetzt, aber nur für Archivierung von Backups auf Band an jedem Monatsende. „Wir haben unsere Backup-Fenster verkleinert. Jetzt sehen wir in anderen Ecken nach“, sagt Reboulet.

Actifio hat insgesamt 57,5 Millionen US-Dollar an Kapital eingesammelt, zuletzt in einer Runde von 33,5 Millionen Dollar im Dezember 2011. Das Unternehmen hat knapp 200 Mitarbeiter.

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