EMC World 2014: ECS-Appliance, ViPR 2.0, Federation und andere Geheimnisse

Auf der EMC World 2014 dominierten Hybrid Cloud, Flash-Speicher, Elastic Cloud Storage und ViPR 2.0. Federation soll für mehr Kundennähe sorgen.

Der unangefochtene Storage-Marktführer besteht inzwischen aus vier zum Teil sehr unabhängig und nebeneinander agierenden Divisions oder Tochterunternehmen: EMC II (Storage-Infrastruktur), VMware, Pivotal und RSA. Gerade RSA und VMware haben in den letzten Jahren das starke Wachstum des Konzerns vorangetrieben und von der 2013 gegründeten Software-Tochter Pivotal wird das gleiche erwartet. In der Praxis führte das zu einem zum Teil schwer überblickbaren Konvolut an Produkten und Services. Und die gleichen Kunden werden oft mehrfach von den verschiedenen Sales- oder Service-Abteilungen betreut.

EMC-Chef Joe Tucci verordnet seinem Konzern mehr Kooperation. (Foto: Hartmut Wiehr)

Wie die EMC World 2014 in Las Vegas mit ihrem Motto „Redefine“ zeigte, denkt der vierfach auftretende Hersteller wieder mehr an koordinierte Aktionen. Man will sich verstärkt um interne Koordination und Kooperation bemühen: Der Marketingbegriff dafür heißt „Federation“, und er zierte neben dem allgegenwärtigen „Redefine“ zahllose Keynotes und Präsentationen.

Elastic Cloud Storage (ECS)

Bei den expliziten Ankündigungen auf der EMC World 2014 war davon allerdings noch nicht viel zu spüren. Verfügbar ist jetzt die ECS-Appliance (Elastic Cloud Storage), die auf dem Ende 2013 vorgestellten „Project Nile“ basiert und eine hochskalierbare Cloud-Speicher-Infrastruktur für Service-Provider und sonstige Kunden zur Verfügung stellt. ECS soll die Flexibilität und Kostenvorteile einer Public Cloud mit den Kontroll- und Sicherheitsfunktionen einer Private Cloud innerhalb eines Unternehmens verbinden.

EMC hebt hervor, dass die ECS-Appliance um 28 Prozent niedrigere TCO-Ausgaben (Total Cost of Ownership) als die Public-Cloud-Angebote von Amazon oder Google verursachen soll. Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur aus Sicherheitsgründen lieber im eigenen Hause haben wollen, aber aus Einsparüberlegungen mit einer teilweisen Verlagerung in Amazon- oder Google-Rechenzentren kalkulieren, hätten damit eine ernsthafte Alternative. EMC fährt in diesem Zusammenhang eine Hybrid-Cloud-Strategie, da man davon ausgeht, dass auch in Zukunft viele Unternehmen lieber an ihrer eigenen, gewachsenen IT-Landschaft festhalten und allenfalls Teile ihrer IT zeitlich befristet auslagern werden.

ViPR 2.0

Auf der EMC World 2014 präsentierte man außerdem die zweite Generation von ViPR. Vor einem Jahr angekündigt, handelt es sich um eine Software-defined Storage-Plattform, die einen Management-Layer für EMC- und Third-Party-Speicher bietet. Die ViPR-Technologie beruht auf einer Trennung der Daten- und der Kontrollschicht in den Speicher-Arrays, die laut Vikram Bhambri, Head of Product Management Advanced Software Devision (ASD), eine schnellere und automatisierbare Speicherverwaltung erlaubt. Die neue Version verfügt über APIs zu Orchestrierungs-Werkzeugen von VMware, OpenStack und Microsoft. Zudem bietet sie neue Services für Block Data und geographische Replikation. Auf www.emc.com/viprcommunity gibt es kostenlose Downloads zum Ausprobieren von ViPR.

DSSD, Flash- und Federation-Pläne

Eine besondere Form der Ankündigung gab es auf dem Gebiet von All-Flash-Speicher. EMC hatte erst vor zwei Jahren XtremIO übernommen und besonders schnelle Flash-Systeme auf den Markt gebracht. Auf der EMC World wurde nun groß die Übernahme von „DSSD“, einem weiteren Flash-Produzenten, vorgestellt. Allerdings wurden überhaupt keine Einzelheiten mitgeteilt, außer dass es sich um „extrem schnelle“ Speicher handeln soll. „DSSD“ gehört zu jenen „Stealth-Start-ups“, die vollkommen im Verborgenen wirken. Bekannt sind nur das Gründungsdatum von 2010 und ihre Gründer und Manager. Die Webseite von DSSD teilt lediglich mit, dass es nichts mitzuteilen gibt. Man darf (oder soll) gespannt sein, wann EMC das Geheimnis lüftet.

DSSD soll die Flash-Strategie von EMC revolutionieren

Die Führungsriege von EMC, VMware und Pivotal – Joe Tucci, David Goulden, Pat Gelsinger und Paul Maritz – wurde auch bei ihren Federation-Plänen nicht besonders konkret. Tucci sprach auf einer Pressekonferenz nur davon, dass man sich mehr auf die Kunden einstellen müsse: „Unsere Kunden wollen mehr Koordination, und wir müssen dem entsprechen. Es geht mehr um ein Fein-Tuning unseres Unternehmens als um größere Veränderungen.“

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