IBM: Software-defined Elastic Storage soll es richten

Mit „Elastic Storage“ will IBM seine Big-Data-Technologie voranbringen. Flash-Speicher und Virtualisierung erhöhen dabei die Zugriffszeiten.

Die letzten Quartale sind in Sachen Storage nicht so gut gelaufen für IBM. Nicht zuletzt deshalb setzt man vermehrt auf Innovationen und Zukäufe – besonders relevant in diesem Zusammenhang: Die Übernahme von „Softlayer“ mit seiner OpenStack-Technologie und einem globalen Netz von Cloud-Rechenzentren. Nun hat IBM eine weitere Neuerung in Sachen Storage angekündigt: Software-defined Elastic Storage.

Software-defined Storage soll die Datenanalyse erleichtern und beschleunigen. Bild: IBM

Elastic Storage ist eine Art Nebenprodukt aus der Watson-Technologie von IBM, die zum Beispiel bei dem „Jeopardy!-Quiz-Match“ zwischen zwei ehemaligen Quiz-Champions und dem Watson-System genutzt wurde. Laut IBM war Watson durch eine hochskalierbare Software in der Lage, sehr schnell auf „200 Millionen Seiten strukturierter und polystrukturierter Daten und die Inhalte von Wikipedia“ zuzugreifen und so im Quiz mitzuhalten.

Die technische Basis für Elastic Storage bietet das IBM-eigene „Global File System“, das den Kunden Online-Speicherverwaltung, skalierbaren Zugang und Management-Tools für große Datenmengen zur Verfügung stellt. IBM spricht in diesem Zusammenhang davon, dass die bisherige „theoretische Architekturbeschränkung auf tausende von Yottabytes ausgeweitet werden konnte“.

Elastic Storage und Big Data

Insofern ist „Big Data“ ein ideales Szenario für IBMs Elastic Storage (ein Yottabyte = eine Milliarde Petabyte). Elastic Storage kann laut Hersteller auf Daten unterschiedlichster Herkunft zugreifen, produziert zum Beispiel von Sensoren, Geschäftsprozessen oder sozialen Netzwerken. Das bedeutet aber auch, dass sich diese Technologie nicht für jedes Unternehmen eignet: IBM spricht vom Einsatz bei Seismik, Risikomanagement, Finanzanalysen, Wettervorhersagen oder der wissenschaftlichen Forschung.

Um schnelle Resultate bei der Durchforstung großer Datenbestände zu erreichen, nutzt Elastic Storage Flash-Speicher auf der Server-Seite, was eine bis zu sechs Mal höhere Leistung als SAS-Festplatten erbringen soll. Außerdem sollen die Speichersysteme virtualisiert und zu einem Pool zusammengesetzt werden und laut IBM „auf praktisch fast jedem vorhandenen Speichersystem aufsetzen.“ Fast jedes bedeutet in der Praxis allerdings: nicht alle.

EMC hat übrigens auf seiner globalen Kundenveranstaltung EMC World letzte Woche ebenfalls den Terminus „Elastic“ eingeführt. Man spricht dort von „Elastic Cloud Storage“ (ECS). Angekündigt wurde eine ECS-Appliance, die eine hochskalierbare Cloud-Speicher-Infrastruktur für Service Provider und sonstige Kunden zur Verfügung stellen soll. Der Hype um „Big Data“ und „Cloud“ ist jetzt also auch „elastisch“.

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