Festplatten-Ausfall: HDDs häufiger Ursache von Datenverlust als SSDs

HDDs anfälliger als SSDs: Technische Defekte sind weitaus häufiger die Ursache für einen Festplatten-Ausfall als menschliche Fehler oder die Software.

Eine Studie des auf Datenrettung spezialisierten Unternehmens Kroll Ontrack bestätigt einmal mehr, dass der Ausfall von Festplatten die häufigste Ursache für den Verlust von Daten ist. In 72 Prozent der von Kroll Ontrack untersuchten Fälle konnten defekte Festplatten als Ursache für den Datenverlust ausgemacht werden, Solid-State Drives (SSDs) waren dagegen nur für 15 Prozent, RAID-Konfigurationen bzw. virtuelle Dienste nur für 13 Prozent verantwortlich.

Festplatten Hauptursache für Datenverlust

Allerdings, so Holger Engelland, Leiter der Datenrettungslabore von Kroll Ontrack Deutschland, würden Festplatten aus Kostengründen noch immer etwa drei Mal so häufig ausgeliefert wie SSD´s, alleine dadurch erklärt sich also zumindest zum Teil der hohe Prozentwert für Festplatten.

Entsprechend dem bevorzugten Einsatzzweck von HDDs und SSDs sind defekte Festplatten damit auch bei Notebooks und Laptops der Hauptgrund für Datenverlust, und zwar sowohl bei geschäftlich (71 Prozent) als auch bei privat (72 Prozent) genutzten Geräten. In Ultrabooks und Tablets verbaute SSDs dagegen waren nur für zehn Prozent der verlorenen Unternehmensdaten bzw. für 18 Prozent der verlorenen privaten Daten verantwortlich.

In 66 Prozent der untersuchten Fälle ist dabei ein technischer Defekt die Ursache für den Verlust von Daten, menschliche Fehler machen dagegen nur 14 Prozent aller Datenverluste aus. Software-Fehler kommen sogar nur auf einen Anteil von lediglich sechs Prozent.

Problematisch wird laut Kroll Ontrack immer mehr vor allem auch die Speicherung privater Daten auf geschäftlich genutzten Geräten und vor allem die Speicherung geschäftlicher Daten auf privaten Geräten: 15 Prozent der für die Studie befragten Kunden von Kroll Ontrack gaben an, schon einmal private Daten auf einem Unternehmensrechner verloren zu haben, sieben Prozent der Befragten haben umgekehrt geschäftliche Daten auf privaten Geräten verloren.

Bei Datenverlust drohen geschäftsschädigende Konsequenzen

Dabei kann der Verlust von Daten zu ernsthaften Konsequenzen führen. 27 Prozent der Befragten konnten einen einmal erfolgten Datenverlust in direkten Zusammenhang mit der Störung ihrer Geschäftsprozesse in Verbindung bringen, beispielsweise indem ein Geschäftsabschluss verhindert wurde.

Für Holger Engelland ist es dabei nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Datenverlust aufgrund eines technischen Defektes kommt. Daher seien sowohl Unternehmen als auch private Anwender gut beraten, Festplatten regelmäßig zu defragmentieren, die Laufwerkskapazität zu überprüfen und Antiviren-Software sowie Monitoring-Tools zu nutzen. Neben Backup- und Austausch-Laufwerken sollten gerade Unternehmen zudem über einen Notfallplan verfügen, der den Datenverlust im Fall der Fälle einzugrenzen hilft.

Für die Studie führte Kroll Ontrack eine Umfrage unter 1.066 Kunden aus zehn Ländern in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum durch. 48 Prozent der Befragten waren Unternehmenskunden, 32 Prozent private Anwender, 13 Prozent Partner von Kroll Ontrack und drei Prozent Regierungsbehörden.

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