CA trennt sich von Arcserve

CA geht voll auf Kurs in Richtung Cloud und SaaS und verkauft Arcserve, das als eigenständiges Unternehmen für Datensicherung fortbestehen soll.

Seit 1. August 2014 ist Arcserve mit seiner gleichnamigen Backup-Lösung ein selbständiges Unternehmen. Ursprünglich wurde Arcserve 1990 von Cheyenne Software herausgebracht. 1996 übernahm CA im Rahmen einer seiner damaligen Akquisitions-Wellen Cheyenne für 1,2 Milliarden Dollar und entwickelte und vermarktete weiterhin die Lösung unter dem Markennamen „Arcserve“.

Arcserve wurde nun von der Equity-Firma Marlin Equity Partners für eine nicht näher genannte Summe aufgekauft. An der Präsenz in mehr als 50 Ländern und dem Verkaufsnetz mit über 100 Distributionspartnern soll sich nichts ändern. Zur Zeit gibt es laut Arcserve über 7.500 Reseller und 700 Managed Services Provider weltweit. Die Zahl der Kunden wird mit 43.000 angegeben. Auch an den globalen Niederlassungen soll sich nichts ändern, obwohl die neugegründete Firma diese jetzt in eigener Regie betreiben muss.

Erst Mitte Mai diesen Jahres wurde eine neue Backup-Architektur vorgestellt: „Unified Data Protection“ (UDP) soll eine „Vielzahl an hocheffizienten und integrierten Möglichkeiten zur Datensicherung dank einer einfachen, web-basierten Bedienerkonsole“ eröffnen.

Die früher nur für Windows lizensierte Backup-Lösung gibt es inzwischen auch für Unix- und Linux-Systeme. Mit UDP sollen nun Backup und Recovery für gemischte IT-Umgebungen einschließlich virtueller Systeme möglich sein. Es werden fünf verschiedene Editionen angeboten, um – so der Hersteller – unterschiedliche Kundenanforderungen besser erfüllen zu können.

Neustart mit neuem Besitzer

Management und Mitarbeiter sind von CA übernommen worden, heißt es bei Marlin Equity Partners. Der neu ernannte Arcserve-CEO Mike Crest gibt sich zuversichtlich: „In unserem letzten Fiskaljahr haben wir nicht nur ein beispielloses Wachstum hingelegt, sondern auch eine revolutionäre neue Plattform präsentiert. Aus der komfortablen Situation einer profitablen Organisation heraus werden uns die zusätzlichen Investitionen in unser Unternehmen ein noch aggressiveres Wachstum ermöglichen.“

Arcserve zweifelt nicht an einer glanzvollen Zukunft unter dem neuen Besitzer Martin Equity Partners. Aber letztlich entscheiden die 43.000 Anwender, ob sie weiterhin an der Backup-L�sung festhalten.

Ein Erfolg in nächster Zukunft wird auch davon abhängen, wieviel Kapital das Equity-Unternehmen zuzuschießen bereit ist und wie intensiv die Produktentwicklung vorangetrieben wird. Equity Capital ist in der Regel an einem schnellen profitablen Rückfluss der eingesetzten Investitionssummen interessiert.

Für CA bedeutet der Verkauf eine Fokussierung auf sein Kerngeschäft von Data Management und Software-as-a-Service-Angeboten. Erst letzten Herbst hatte der neue CA-CEO Mike Gregoire auf einer Partnerveranstaltung in Berlin damit geworben, dass man eine Restrukturierung mit neuer Ausrichtung auf Cloud-Services anstrebe. Den durch eine Unmenge von Akquisitionen entstandenen Bauchladen teilweise disparater Produkte solle es nicht mehr geben. Gregoire damals: „Das Zeitalter, in dem Software per Dauerlizenz verkauft wurde, ist vorbei. Die Cloud zwingt uns alle zu einem Neustart bei Null.“

 

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