Zusammen mit SaaS (Software as a Service) wächst auch Cloud-zu-Cloud-Backup

Cloud-zu-Cloud-Backup-Provider sind für Firmen interessant, die ihre Daten bei einem SaaS-Provider gespeichert haben und diese absichern wollen.

Die Nutzung von Cloud-Services wächst stetig. Somit mehren sich auch die Optionen, die Daten, die von den entsprechenden Applikationen genutzt werden, angemessen zu sichern. Derzeit gibt es nur eine Handvoll an Cloud-zu-Cloud-Backup-Provider. Diese Anbieter erweitern allerdings die Cloud-Services, die sie dann selbst absichern.

Eine Studie von TechTarget IT Ende 2013 hat herausgefunden, dass 44 Prozent der IT-Entscheider SaaS (Software as a Service) dieses Jahr in Erwägung ziehen. Eine kürzlich durchgeführte Forrester-Befragung  von 943 Unternehmen, die Software-as-a-Service-Anwendungen nutzen, hat Folgendes ergeben: Diese Unternehmen erwarten, dass sie in diesem Jahr 50 SaaS-Apps verwenden und 66 im Jahre 2015. Das bedeutet auch, dass Firmen Drittanbietern jede Menge Daten anvertrauen. Zumindest gilt das, wenn man kein eigenes Cloud-zu-Cloud-Backup implementiert.

Die meisten Cloud-zu-Cloud-Backup-Anbieter sichern derzeit nur wenige Applikationen. Allerdings rüsten Sie auf, um künftig weitere Apps zu schützen. Backupify hat im letzten Jahr SaaS-Providern, Anwendungs-Anbietern und sogar Unternehmen die eigenen APIs zugänglich gemacht und somit ist man hinsichtlich Google-Apps- und Salesforce.com-Backup einen Schritt voraus. Auf diese Weise lassen sich Backups für Cloud-Applikationen schnell realisieren. Backupifys CEO, Rob May, sagte, dass man noch in diesem Jahr Datensicherungs-Möglichkeiten für Box und Microsoft Office 365 hinzufügen möchte.

Spanning bietet ein Backup von Google Apps schon seit mehreren Jahre an. Ende 2013 ist das Unternehmen mit Salesforce.com in eine Beta-Phase eingetreten. In der Zwischenzeit ist der Service verfügbar.

Asgira verkauft Backup-Software an Managed Service Provider. Im letzten Jahr hat das Unternehmen zusätzlich zu Backup-Möglichkeiten von Salesforce.com auch Google Apps ins Portfolio aufgenommen.

Weitere Anbieter von Cloud-zu-Cloud-Backup sind unter anderem CloudAlly und syscloud.

Mithilfe dieser Services können Kunden Kopien der Daten sichern, die in den SaaS-Apps oder in anderen Cloud-Angeboten gespeichert sind. Dazu gehören auch Amazon Web Services. Diese Kopien enthalten oftmals Meta-Daten und Audit-Logs. Diese lassen sich schnell und sehr flexibel durchsuchen.

Braucht man diese Tools wirklich?

Cloud-zu-Cloud-Backup kann man als Luxus sehen, den die meisten Firmen eigentlich nicht benötigen, auch wenn sie kritische Daten in der Cloud abgelegt haben. Bill Suarez, IT-Leiter der Software-Security-Firma Bit9, verwendet eine Kombination aus Veeam Software Backup & Replication und TwinStrata CloudArray, um seine On-Premises-Daten ausreichend zu sichern. Allerdings sieht er keine Notwendigkeit darin, ein Tool einzusetzen, um ein Backup der Firmendaten zu realisieren, die bei Salesforce.com abgelegt sind.

„Wir vertrauen in diesem Fall Salesforce.“, sagt Suarez. „Ich frage mich nach dem realen Mehrwert von Cloud-zu-Cloud-Backup. Geht es um das Thema Cloud-Betrieb, ist Salesforce führend.“, fügt er an.

Im Forrester-Report „Back Up Your Critical Cloud Data Before It's Too Late“ warnt die leitende Analystin Rachel Dines davor, über Cloud-zu-Cloud-Backup hinweg zu sehen. „Viele SaaS-Provider werden verlorene Daten von Anwendern nicht wiederherstellen oder verlangen dafür hohe Gebühren.“, sagt sie.

Sie zählt diverse Risiken für die in Cloud-Applikationen gespeicherten Daten auf. Dazu gehören Daten-Verluste während der Daten-Migration in die Cloud oder von einem Cloud-Provider zu einem anderen. Auch ein versehentliches Löschen von Daten seitens Anwender, Cyberkriminalität, gekündigten Mitarbeitern, böswilligen Insidern und so genannte Rogue-Applikationen gehören zu den Gefahren.

„Seit Jahren ist es üblich, dass man die Unternehmens-entscheidenden Daten sichert. Dennoch schicken Unternehmen jeden Tag kritische Daten zu den SaaS-Providern und haben keinen Plan, wie man Backup und Wiederherstellung durchführt.“, schreibt Dines. „Nur nach einem Datenverlust fragt man sich plötzlich, wer für das Backup der Daten verantwortlich sei.“, mahnt sie.

Viele SaaS-Provider haben Wiederherstellungs- und Recovery-Policies. Andere geben Ihre Policies allerdings nicht klar heraus und wieder andere sind teuer oder stellen ein Risiko für die Daten dar. Salesforce.com verlangt 10.000 US-Dollar für einen Service, der Daten wiederherstellt, die permanent gelöscht oder beschädigt wurden. Google Apps löscht die Daten, sobald das ein Anwender tut. Hat ein Nutzer Daten gelöscht, kann er diese mit seinem Zugang nicht wiederherstellen.

Security und Konformität könnten Cloud-zu-Cloud-Backup vorantreiben

Backupify und Spanning scheinen die erfolgreichsten Cloud-zu-Cloud-Backup-Anbieter zu sein. Das liegt zum Teil daran, weil sie größere Firmen an Land ziehen, die diese extra Portion Sicherheit hinsichtlich der Cloud-Daten haben möchten.

May von Backupify sagt, dass seine Firma 1,7 PByte von mehr als 7.000 Kunden verwaltet. Einige davon hätten mehrere Tausend Beschäftigte.

May und auch der Spanning-CEO, Jeff Erramouspe, sagen übereinstimmend, dass große Firmen in erster Linie wegen Security- und Compliance-Sorgen den Service in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Provider daran, zusätzliche Funktionen in diesen Bereichen anbieten zu können.

„Wir kümmern uns viel um die Sicherheit.“, sagte May. „Wir wollen unseren Kunden die Möglichkeit geben, eigene Schlüssel zu erstellen und diese zu verwalten. Außerdem konzentrieren wir uns auf die Such-Funktionalität, um den Anwendern das Auffinden von Daten zu erleichtern.“, fügte er an.

Spanning hat laut eigenen Angaben mehr als 3.000 Kunden. Dazu gehört auch Netflix.

„Unsere großen Kunden haben wir aufgrund von Compliance-Anforderungen“, sagt Erramouspe. „Auditoren empfehlen eine separate Kopie von in der Cloud gespeicherten Daten, die sich an einer anderen Stelle befindet. Sollten die Prüfer ein separates Backup für Cloud-Daten verlangen, sind wir in einer hervorragenden Position.“, meinte er.

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