IBM spendiert Speichersystemen von Flash bis Tape umfassendes Update

IBM präsentiert neues Bandlaufwerk sowie umfassende Updates für Storwize, FlashSystem, die DS8000 und ihre Storage-Software.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

Nach den weniger glücklichen Quartalszahlen in diesem Jahr im Storage-Bereich, muss IBM aufstocken, um weiterhin den Markt mitbestimmen zu können. Dafür gab es nun eine umfassende Portfolio-Auffrischung, die die Speichersysteme – egal ob Band, All-Flash oder Enterprise-Festplattenlösungen – voranbringen soll. 

Big Blue hat dabei vier Segmente im Auge, die mit den Speichersystemen bedient werden sollen: Big Data, Cloud, Data Security (oder besser Datensicherung) sowie das Hype-Thema Software-defined Storage. Der Hersteller verfügt über ein umfangreiches Angebot, das bereits alle vier Sparten adressiert, will aber durch die Neuerungen mehr Druck im Markt ausüben und sich besser positionieren.

Leistungsstärkere FlashSystem V840 und Sorwize-Familie

Im Flash-Bereich gibt es ein Update sowohl für die Software als auch für das System an sich. Die neue System-Management-Software umfasst nun ein 300-Tage Performance-Reporting sowie ein ausführliches Health-Monitoring. Die Reports enthalten unter anderem vordefinierte Aussagen zu IOPS, Latenzen und Bandbreiten.

Das FlashSystem V840 erhält durch Dual-Engine-Kompression und Accelerator Cards laut Hersteller eine zweimal höhere Performance bei der Echtzeit-Kompression (RtC, Real-time Compression). Dabei liegen die Latenzen bei zwei Millisekunden und die Kompression beeinträchtigt die Performance kaum. Eine Scale-up/-out-Option erlaubt bis zu 2,4 Millionen IOPS bei 320 Terabyte sowie 1,4 Millionen IOPS bei 1,6 Petabyte (mit einer RtC-Rate von 5:1). Erhältlich sind diese Funktionen ab dem 5. Dezember 2014.

Der Storwize-Familie spendiert IBM Verschlüsselung für Block-Daten at Rest (XTS-AES 256). Ebenso gibt es Encryption-Support für SVC (auch mehrere). Eine Erweiterung für bessere RtC-Performance gibt es in diesem Zusammenhang auch für Storwize und SVC, was die Performance auch hier verdoppeln soll. 

Darüber hinaus lassen sich nun 6-TByte-Festplatten in den Systemen V3000, V5000 und V7000 verbauen. Zusätzlich umfasst das Update auch Support 16-Gbit/s-FC sowie T10 DIF (Data Integrity Feature). Als generelles Verfügbarkeitsdatum gibt IBM den 24. November 2014 an.

Mehr Funktionen für DS8000 und SONAS

Auch das Flaggschiff der Enterprise-Klasse – die DS8870 bekommt zusätzliche Funktionen mit der v7.4-Version. Dazu gehören Multi-Target Peer-to-Peer Remote Copy und Multiple Incremental FlashCopy. Dabei kann ein Volume die Source für mehr als eine Kopie an andere Standorte sein. Ebenso ist nun eine inkrementell Re-Synchronisierung zwischen zwei Target-Geräten möglich. IBM verspricht hier eine System-Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent mit HyperSwap. 

Die Funktion Multipe Incremental FlashCopy kann von einer Quelle bis zu zwölf Zielgeräte ansprechen und somit das Datensicherheitsniveau erhöhen. Um Kapazität und Performance anzuheben, können nun weitere 4-Flash-Enclosures eingesetzt werden, mit denen sich bis zu 35 Prozent mehr IOPS erreichen lassen sollen. Darüber hinaus stehen nun auch die 1,6-TByte-SSDs im 2,5-Zoll-Format sowie der 600-Byte-Drive mit 15.000 rpm auf der Kompatibilitätsliste.

Der NAS-Speicher SONAS erhält mit NFS v2, v3, v4 und SMB 2.1 (CIFS) eine Protokoll-Erweiterung, die Verfügbarkeit und Sicherheit erhöhen soll. Zusätzlich dazu bietet das SONAS nun File-Immutability mittels WORM-Funktion, ACE Multiwriter sowie globale Kollaboration durch erweitertes File- und Directory-Sharing und Interoperabilität mit der V7000. Die DS- und die SONAS-Neuerungen sind ab dem 5. Dezember erhältlich.

Software-defined Storage mit Elastic Storage auf GPFS-Basis

Um auch das Feld des agilen Software-defined Storage bedienen zu können, zeigt IBM seine Elastic Storage Vision, die als Abstraktionslayer sämtliche Controller-Funktionen wie zum Beispiel RAID-Funktionen, Tiering oder Snapshots in die Software schiebt. Elastic Storage soll jegliche Form an Speicher adressieren können, ob Flash oder Disk oder Tape, und dies in jeder Form – NFS, POSIX, CIFS, iSCSI. Auch OpenStack, Hadoop, Objekt- oder Cloud-Storage sollen mittels Elastic Storage anzusprechen sein.

Als Basis dient zum einen IBMs File-System GPFS sowie Power-8-Modelle der Serie GL2, GL4 und GL6 sowie GS1, GS2, GS4 und GS6. Diese verfügen über je zwei Power S822L-Server mit 10-Core 3.4-GHz-Technologie und 40-Gbit-Ethernet. Mit der GS-Serie lassen sich 24, 48, 96 und 144 Drives mit 1,2 TByte (SAS) und/oder 400 und 800 GByte SSDs zusammenfassen. Die GL-Modelle verfügen über 120, 240 oder 360 SAS-Drives mit wahlweise zwei, vier oder sechs TByte Speicherkapazität. Die Elastic Storage Server stehen ab dem 10 Dezember 2014 zur Verfügung.

Größere Speicherdichte bei Bandlösungen

Im Bereich der Tape-Technologien präsentiert IBM das TS1150, das zweieinhalb Mal mehr Speicherkapazität als sein Vorgänger das TS1140 bietet. Mit neuer JD-Kassette lassen sich zehn TByte unkomprimiert auf eine Cartridge schreiben. 

Der Durchsatz wurde laut Hersteller um 44 Prozent auf bis zu 360 MBit/s verbessert. Das TS1150-Laufwerk verfügt über 8-Gbit/s-FC-Support, 14 Schreibgeschwindigkeiten, optimierte Kompressionsfunktion und 2 GByte an Datenpuffer. Verfügbar ist das Laufwerk ab November 2014.

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