Scality bringt weltweiten Deal mit HP in trockene Tücher

HP und Scality vereinbaren eine Reseller-Allianz, die einen Vertrieb von HP-Servern mit Scality Object-Storage-Software definiert.

Der Software-defined Storage-Anbieter Scality unterzeichnet eine Reseller-Vereinbarung mit IT-Riese Hewlett-Packard (HP). 

Beide Unternehmen einigten sich darauf, dass HP künftig die Software-Lösung mit ihren hyper-skalierbaren Server (ISS) bündeln und weltweit vertreiben wird. Anwender sollen so eine bis in Petabyte-Größe skalierbare Objektspeicher-Lösung für Umgebungen mit verschiedenen Workloads erhalten, wie beispielsweise virtualisierte oder Datenbankumgebungen. 

Scality gibt an, dass eine solche Kombination einen Preispunkt erreicht, der mit den Kosten einer Public Cloud mithalten bzw. konkurrieren kann. Der Software-Anbieter adressiert nicht nur traditionelle Archiv-Szenarien, benötigt keine zusätzlichen Gateways und ist nicht so komplex wie NAS- oder File-basierte Anwendungen.

Die neu geschaffene SDS-Lösung wird aus der RING-Software für Object Storage von Scality und den Produktlinien SL4500 und DL380/360 von HP bestehen. Die Software läuft auf allen jetzigen und künftigen x86-Industrie-Standard-Servern von HP. 

Das Angebot richtet sich an Unternehmen der Enterprise-Klasse und Service Provider, da sich damit Active Archives, Web- und Cloud-Services, Content Distribution, sowie Verteiltes Computing und globale Enterprise-Clouds umsetzen lassen sollen, die eben bis zu mehreren Petabyte an Speicher benötigen. Die Bundle-Lösung wird ab sofort über das HP Sales Team sowie weltweite Channel-Partner vertrieben. Die Reseller-Vereinbarung umfasst zudem gemeinsame Sales- und Marketing-Investitionen.

Fazit

Für Scality ist dies ein großer Schritt nach vorn, denn so erhält das Unternehmen nicht nur einen starken Partner, sondern erreicht über das weltweit agierende Sales-Team von HP eine breitere Kundenbasis, was wiederum in wachsende Marktanteile resultieren könnte. 

HP selbst scheint ein wenig testen zu wollen, welchen Weg sie im Bereich Object Storage gehen möchten. Immerhin verfügen sie bereits über HP Helion und StoreAll-Systeme, beispielsweise für Cloud-Provider. Aber der Trend nach SDS zwingt den IT-Riesen, nun auch andere Wege zu gehen. 

Eine reine Software-Lösung wie die von Scality kommt da gerade recht, um auf dieser Welle mitzuschwimmen. Allerdings steht HP anscheinend ungern auf einem Bein, denn neben Scality bietet der Hersteller auch Cleversafe als Objektspeicher-Lösung für seine ProLiant-Server an. Es wird sich zeigen, welche Strategie bzw. welches Produkt die Nase vorn hat und ob Scality seine Karten richtig ausspielen kann, um mit HP ganz weit vorn zu sein.

Searchstorage.de fragte Jerome Lecat, CEO bei Scality, wie er die Vereinbarung bewertet und wo er die Vorteile von und für Scality sieht. „Scality ist innerhalb des Object Storage Programms bei HP etwas anders“, mein Lecat. „Wir können eine Lösung bieten, die auf Standard-Servern bis in den Petabyte-Bereich skaliert und somit mehr offeriert als nur eine Archivlösung wie es bei vielen anderen Objektspeicher-Anbietern der Fall ist. Die RING-Software adressiert quasi 80 Prozent der Enterprise-Storage-Anforderungen, insbesondere mit unterschiedlichen Workloads. Dazu gehören IT-Umgebungen mit großen und kleinen Dateien, NAS-ähnlichen Bandbreiten und bestimmten IOPS-Latenz-Anforderungen.“

Lecat sieht aber vor allem für den Anwender viele Vorzüge: „Es wird hier kein Hardware-Zertifizierungsprogramm benötigt. RING-Software läuft auf Standard x86-Servern mit Linux. Das heißt, der Anwender kann verschiedene Hardware-Generationen mischen und von jeglichen Innovationen auf Server-Level sofort profitieren, was ihm eine einzigartige Flexibilität gibt.“

Laut Lecat ist die Vereinbarung nur eine Formalisierung einer bereits langjährigen Partnerschaft. Gemeinsam verzeichnen HP und Scality bereits eine installierte Basis von 50 PByte sowie großes Interesse seitens HP-Enterprise-Kunden. „Die HP-Scality-Lösung ergänzt das bestehende 3Par SAN-Angebot,“ erklärt CEO Jerome Lecat. „Damit sind wir äußerst wettbewerbsfähig zu NetApp oder EMC. Allerdings ist die Vereinbarung nicht exklusiv und wir werden weiterhin unsere Kunden auf jegliche Art unterstützen, egal für welche Hardware sie sich entscheiden. Neben HP haben wir Installationen auf Servern von Dell, Cisco, Seagate, Supermicro, SGI und anderen.“

Ein Deal dieser Größenordnung tut dem Unternehmen gut, da sich die Firma noch auf dem Weg zur Profitabilität befindet. Geschäftsführer Lecat betont allerdings, dass Scality sehr sparsam und effizient mit seinen Ressourcen umgeht. Von den 22 Millionen US-Dollar an Investitionsgeldern, die das Unternehmen im Juli 2013 erlösen konnte, seien noch die Hälfte auf der Bank, so Lecat. Trotzdem wurde das Team verdoppelt. Scality setzt auf bewusstes Wachstum, mit gut ausgebildeten Mitarbeitern und plannt bis 2017 profitable zu sein.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Facebook, Twitter und Google+!

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Data-Center-Storage

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close