EMC: Mit konvergenten Systemen in die Enterprise Hybrid Cloud

EMC stellt mit Enterprise Hybrid Cloud eine Lösung aus konvergenten Systemen, Software und Services vor, die hybride Clouds ermöglichen soll.

EMC forciert mit seiner Enterprise Hybrid Cloud (EHC) einmal mehr den Trend zu hybriden Cloud-Architekturen. Die Lösung vereint die konvergenten Systeme VBlock oder VSPEX mit dem SDS-Produkt ViPR sowie Management-Software und Services und soll es Anwendern ermöglichen, eine hybride Cloud in vier Wochen zu installieren. 

Zunächst ist die Version EHC Federation SDDC Edition erhältlich. Im nächsten Jahr sollen eine EHC Microsoft Edition sowie eine EHC Openstack Edition auf den Markt kommen.

EMC selbst bezeichnet die vier Komponenten der Hybrid-Cloud-Lösung als „Engineered Solution“, „Converged Infrastructure Delivery“, „Predefined Services“ und „Just-Call-EMC-Support“. Die EHC ist vorkonfiguriert – oder wie EMC sagt „pre-paketiert“ – und steht in drei Modellen zur Verfügung. 

Der Anwender kann zwischen Modellen mit 500, 5.000 oder 10.000 virtuellen Maschinen (VMs von VMware in diesem Fall) wählen. Die Modelle lassen sich wahlfrei mischen. IT-Manager, die zum Beispiel mit 5.000 VMs starten, können also um 500 oder 10.000 VMs erweitern. 

Durch das SDS-Produkt ViPR lassen sich auch Speichersysteme von Drittanbietern einbinden. Zum derzeitigen Zeitpunkt unterstützt die ViPR-Software Dell, HDS, HP, IBM und NetApp sowie so genannte Commercial Off-The-Shelf-Hardware (COTS). Werden Arrays von Drittanbietern eingebunden, so gilt EMCs Support nur bis zur jeweiligen Schnittstelle zu diesen Arrays. Partner zur Anbindung in die Cloud sind aktuell unter anderem VMware (vCloud Air, Verzon Terremark, Rackspace, Orange und Amazon Web Services).

Der Hersteller geht davon aus, mit den neuen Paketierungen vor allem nicht nur Bestands-, sondern auch Neukunden zu gewinnen.

Auch wenn EMC die EHC Federation als simple Lösung anpreist, ganz so simpel scheint es doch nicht, denn der Hersteller gibt an, für die einzelnen Pakte bzw. Konfigurationen sehr umfangreiche Dokumentationen an die Kunden zu geben („Whitepaper, das mehrere hundert Seiten stark ist“). Zusätzlich sollen dedizierte Services dabei helfen, die hybride Cloud innerhalb von vier Wochen zu installieren. 

Der „Hybrid Cloud Architecture and Design and Implementation Service“ unterstützt die Integration der hybriden Cloud in die bestehende Umgebung. Beim „Hybrid Cloud Managed Services and Education Service“ wird das Personal geschult, damit es in der Lage ist, die Cloud zu verwalten. 

Der „Cloud Advisory Service“ ist dafür da, zu definieren, welche Workloads sich für die Cloud eignen. Im vierten und letzten Service, dem „IT Transformation Workshop“, geht es darum, als Unternehmen seine ITaaS-Strategie zu definieren und die eigene IT-Transformation voranzutreiben.

Konkrete Preisangaben macht EMC derzeit nicht. Die EHC wird zunächst im Direktverkauf vertrieben – Produkt-Bundles mit VSPEX wahrscheinlich auch über den Channel. EMC möchte sich mit seinen „kleineren“ Modellen vor allem auch an den Mittelstand wenden, bei dem sich der IT-Riese traditionell eher etwas schwer tut. 

Der Hersteller geht davon aus, mit den neuen Paketierungen vor allem nicht nur Bestands-, sondern auch Neukunden zu gewinnen. Die derzeitigen Betakunden haben laut EMC bewiesen, dass es kein dediziertes Referenzszenario gibt; Märkte, Branchen und Größe der einzelnen Beta-Anwender würden zu stark variieren, so EMC.

Fazit des Autors: VCE wird integraler Bestandteil EMCs

Der VBlock ist ein zentraler Bestandteil der EHC-Lösung. Bislang kam das konvergente System von VCE, einem Joint-Venture von Cisco und EMC. Ende Oktober nun wurde die ehemals als „erfolgreichste Joint-Venture der IT-Geschichte“ bezeichnete Kooperation quasi abgekündigt. VCE wird noch vor Ende des Jahres 2014 eine integrale EMC-Abteilung und Cisco zieht sich aus dem Geschäft zurück. 

Lediglich zehn Prozent von den vormals 35 Prozent Anteilen bleiben noch bei Cisco. Das macht Cisco wieder flexibler, wenn es um Partner im Storage- und Converged-Bereich geht. 

Für den VBlock eröffnet es eine eher ungewisse Zukunft, denn sowohl die Compute- als auch die Netzwerkkomponenten kommen aus dem Hause Cisco. Das lässt wieder Spekulationen um das Interesse an HP seitens EMC aufflackern, denn HP könnte dem Bostoner Unternehmen mit Server- und Netzwerk-Bauteilen aushelfen. Angaben zur Zukunft des VBlock gab es von EMC bislang nicht.

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