CommVault ändert Verkaufsstrategie mit vier neuen Produkt-Sets

Statt CommVaults Software-Suite mit allen Funktionen kaufen zu müssen, können Kunden nun modulare Produkt-Sets wählen.

CommVault verändert seine Verkaufsstrategie und bietet seine Datenmanagement-Software nicht mehr nur als eine Plattform an. Vielmehr kann der Anwender nun zwischen vier verschiedenen Software-Sets wählen. Ab jetzt gibt es neben der Simpana Common Platform die so genannten Simpana Solution Sets, die für bestimmte Umgebungen konzipiert wurden und einen entsprechenden Leistungsumfang mitbringen. Die Funktionen basieren auf der holistischen Lösung, beschränken sich aber auf das jeweilige Nutzungsumfeld.

Zu den neuen Sets gehören:

  • Simpana for VM Backup, Recovery and Cloud Management

Für Disaster Recovery sowie Test-und Entwicklungsumgebungen, die VMware     nutzen und sichern. Unterstützt Azure und AWS für Cloud-Dienste. In der Cloud ist auch ein Self-Provisioning von VMs möglich. Ebenso sind VM-Replikationen bis zu alle 15 Minuten umsetzbar. Bei der Deduplizierungsmethode ist Source- oder Target-Deduplizierung wählbar. Der Preis wird je nach Kundenwunsch entweder pro VM oder pro Socket abgerechnet und beginnt bei 1.270 US-Dollar pro Socket. Pro zusätzliches VM-Pack (zehn VMs) fallen 500 US-Dollar an.

  • Simpana for Endpoint Data Protection

Gewährleistet Datensicherung mobiler Endgeräte wie Laptops oder Desktops an externen Standorten. Die Lizenzen beginnen bei 4,50 US-Dollar pro User und Monat.

  • Simpana for Email Archive

Damit sollen eDiscovery schneller und effizienter erfolgen und Compliance-Vorgaben besser eingehalten werden. PST-Files lassen sich eliminieren und somit kann der Anwender seine Datenwachstumskurve des E-Mail-Archivs besser abschätzen. Die Preise berechnet der Anbieter pro Mailbox. Eine Mailbox-Lizenz kostet dabei 30 US-Dollar.

  • Simpana IntelliSnap Recovery

Snapshot-Prozesse und -Workflows werden automatisiert und eliminieren manuelle Eingriffe wie individuelles Skripting. Recoverys sollen schneller durchführbar und Snapshots effizienter zu durchsuchen sein. Die Software unterstützt dabei eine Vielzahl an gängigen Applikationen und Speicherherstellern. Wie auch bei der Simpana Common Platform, wird bei diesem Set nach Kapazität abgerechnet. Pro TByte muss der Anwender mit 1.420 US-Dollar rechnen.

Mit den Sets kann der Anwender bestimmte Einsatzgebiete abdecken oder auch langfristig bis zur gesamten Funktionspalette der Simpana Common Platform skalieren. Die oben genannten Preise sind die des Herstellers. Die Kostenstruktur bei Partnern kann anders gestaltet sein. Derzeit verfügt CommVault über 139 Partner in Deutschland, zu denen unter anderem Fujitsu, NetApp, HDS und Bull gehören.

Gregg White, Director Product Marketing bei CommVault, sieht vier Trends, die auch CommVault künftig bedienen muss. „Bis 2020 werden 50 Prozent an Geschäftsabläufen in der Cloud laufen“, erklärt White. „Darüber hinaus werden sich die Replikations- und Snap-Techniken verdreifachen. Weitere Trends sind, dass sich die Dropbox-Verwendung nach wie vor verbreitet sowie ein fast ungebremstes Wachstum an E-Mail-Daten. Wir wollen mit unseren Lösungen diese Szenarien mit unseren Sets individuell abdecken. Natürlich kann der Kunde nach wie vor das Komplettprogramm der Simpana Suite erwerben. Wir glauben aber, den Kunden mehr Flexibilität zu geben, in dem sie eine Lösung wählen können, die ihnen bedarfsgemäß das gibt, was sie benötigen. Und graduell können Anwender dann bis zum vollen Funktionsumfang aufstocken.“ Dabei sieht der Manager nicht die Gefahr, dass eine Skalierung mittels der Sets bis hin zur vollen Software-Suite teurer sein muss, als der Kauf der Simpana-Plattform. Allerdings sollten sich Kunden dies je nach Umgebung erst einmal vorrechnen lassen. Beim Lizenzmodell des Sets für Backup, Recovery und Cloud Management erklärt der Marketingspezialist die Firmenstrategie so: „Wir eben hier die Option nach Socket oder VM abzurechnen, da das je nach Einsatzumgebung für den Kunden sinnvoll ist. Anwender mit einer konvergenten und hoch-skalierbaren Umgebung werden eher den Preis pro Socket wählen. Nutzer mit mehr oder wenig überschaubare VMware-Landschaften finden das pro-VM-Modell sicher attraktiver.“

Mit den neuen Sets propagiert der Hersteller zudem auch eine größere Flexibilität für seine Partner. Nüchtern betrachtet muss man sagen, dass die Zahlen für CommVault nicht wirklich gut aussahen in den letzten Quartalen. Ein Umstieg auf eine diversifiziertere Produktpalette erscheint da sinnvoll, da man eben nicht nur eine Riesenlösung auf Enterprise-Ebene anbieten, sondern mit kleineren, auf Use Cases zugeschnittene Komponenten an eine breitere Kundenschar vermitteln kann. Das erschließt neue Marktpotenziale und somit auch mehr Verkäufe. Inwiefern das Konzept dann auch mehr Partner und bessere Umsätze bringt, werden die kommenden Quartalszahlen belegen.

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