Nimble Storage poliert CS-Serie mit FC und neuem Preismodell auf

Support für Fibre Channel und ein neues Preismodell sollen die Marktchancen bei großen Unternehmen mit SANs für Nimble Storage vergrößern.

Nachdem Nimble Storage über Jahre seinen reinen iSCSI-Support für Block-basierte und somit SAN-Umgebungen verteidigte, scheint die Gegenwehr nun aufgeweicht zu sein. Denn der Hersteller spendiert drei seiner fünf CS-Modellen Fibre-Channel-Schnittstellen. Die Modelle CS300, CS500 und CS700 verfügen nun über beide Interfaces – iSCSI und FC. 

Unterstützt werden so genannte gen-5-Produkte mit 16-Gbit/s-Technologie von Brocade, Emulex und QLogic. „Unsere Kunden müssen mit diesen Systemen nun keine Kompromisse mehr eingehen“, erklärt Rhadika Krishnan, Vice President Solutions and Alliances bei Nimble Storage. „Vielmehr gibt es Ihnen die Flexibilität, bereits bestehende Infrastruktur zu nutzen und auch neues Equipment mit iSCSI-Schnittstellen einzubinden. In einem Beta-Programm haben sich mehr als 40 Anwender bereits von der Leistungsfähigkeit und einfachen Installation dieser Systeme überzeugen können.“ Zudem betont Krishnan, dass sich die Lösung einfacher installieren lässt als die der Konkurrenten NetApp und EMC.

Bereits Mitte des Jahres hatte Nimble seinen Systemen einige Verbesserungen spendiert. Dazu gehören schnellere Sandy Bridge CPUs und eine Kapazitätserweiterung mit mehr zusätzlichen Disk-Shelves sowie kapazitiv größeren Festplatten und SSDs. Damit lassen sich nun bis zu 160 TByte an Flash-Speicherplatz pro Cluster und bis zu 1,6 PByte an Festplattenkapazität erreichen.

Granulares Preismodell „Pay-as-you-go“ soll überzeugen

Zusätzlich zu den FC-Modellen setzt Nimble Storage ein neues Preismodell auf. Storage on Demand und Pay-as-you-go sollen Anwendern und vor allem Cloud Service Providern eine genauere Abrechnung offerieren. 

Unsere Kunden müssen mit diesen Systemen nun keine Kompromisse mehr eingehen.

Rhadika Krishnan, Vice President Solutions and Alliances, Nimble Storage

Abgerechnet wird auf Service-Level-Basis je nach aktuellem Verbrauch und nicht auf Hardware-Konfigurations-Basis. 

Durch die Integration in Public oder Private Clouds mittels OpenStack lassen sich laut Hersteller die Ressourcen besser verwalten, verteilen und vorhersagen. Multi-Mandanten-Fähigkeit ist vorhanden. Nimble-Kunden, die bereist ein anderes Preismodell anwenden, können auf die neue Abrechnungsart umsteigen.

Das Unternehmen bietet vier Service Level Performance Tiers, aus denen der Anwender wählen kann. Die Abrechnungsstufen variieren von High-Performance Platinum bis zu Kapazitäts-optimiertem Bronze. Die Abrechnung erfolgt pro Monat und per Cent pro GByte des wirklich verwendeten Storage. Nimble verwendet Deep Data Analytics von InfoSight, um stets die benötigten Performance und Service Level zu garantieren. 

Der Anbieter fügt automatisch zusätzliche Performance oder Kapazität hinzu, noch bevor diese benötigt wird und dann zunächst ohne zusätzlich anfallende Kosten. Die monatlichen Kosten können sich nach oben oder unten verändern, je nachdem, was der Kunde tatsächlich nutzt.

Kommentar: Der richtige Schritt, vielleicht aber zu spät

Der Grund für den Sinneswandel dürfte aber nicht nur das Bedürfnis der Kundenbeglückung sein. Vielmehr sperrte sich Nimble Storage mit der Einschränkung auf iSCSI-Anbindung kategorisch von einem lukrativen Markt aus: dem der großen Unternehmen mit bestehenden FC-SAN-Infrastrukturen, die durchaus von der Performance der Hybrid-Speicher profitieren können. 

Der Hersteller rechnet hier damit, dass er sich den Markt, den er adressiert, mit einem Schlag um das Dreifache vergrößert. Mit reinem iSCSI-Support umgab sich der Hersteller zwar mit der Aura des zukunftstauglichen, innovativen Newcomers, vergaß aber, dass eben auch eine breite Masse an FC-Anwendern die Vorzüge der Nimble-Lösungen vielleicht gern im existierenden SAN auf Herzen und Nieren hätte prüfen wollen.

Die Mehrheit der existierenden SANs besteht nun eben aus FC-Installationen. Manche Anwender mögen iSCSI als zusätzliche Option verwenden, aber reine iSCSI-SANs sind nicht so häufig. Deswegen ist der Umschwung auf FC-Anbindung sicher ein strategisch und markttechnisch richtiger Schritt, allerdings muss sich zeigen, ob er nicht zu spät kommt und wie viel Einfluss er letztlich auf Nimbles Marktposition hat. Interessant ist zudem, dass FCoE bislang keine valide Option für den Hersteller zu sein scheint.

Um sich weitere Marktchancen zu eröffnen, plant Nimble laut Rhadika Krishnan eine ständige Erweiterung der eigenen Plattform und der Entwicklungsbemühungen. Dazu gehört auch das Engagement für die OpenStack-Gemeinde. Darüber hinaus sollen die Sales-, Marketing- und Entwicklungsteams vergrößert werden. Vor kurzem eröffnete Nimble eine eigene GmbH in der Schweiz, die Expansion nach Österreich soll demnächst folgen.

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