Kroll Ontrack PowerControls für SQL rettet Datenbanken in Minuten

PowerControls für SQL soll Datenbank-Admins den minutenschnellen Restore von SQL-Servern und -Tabellen für 345 Euro im Jahr ermöglichen.

Das Unternehmen Kroll Ontrack erweitert seine Ontrack PowerControls Software Suite (OPC) um Ontrack PowerControls für SQL. Das neue Software-Paket soll es Datenbank-Administratoren erlauben, Restores von SQL-Servern oder -Tabellen in Minuten und nicht innerhalb von Stunden durchzuführen. 

Im Gespräch mit searchstorage.de macht Geschäftsführer Peter Böhret deutlich, dass diese Lösung aus gutem Grund konzipiert wurde. „Unsere OPC für SQL basiert unter anderem auf Untersuchungen und einer Umfrage unter Datenbank-Administratoren“, erläutert Böhret. „Wir haben bei unseren Recherchen festgestellt, dass Admins heute komplette Datenbanken wiederherstellen müssen, um eine benötigte Tabelle wiederzufinden. Je nach Größe der Datenbank kann das im günstigsten Falle viele Minuten, im schlechtesten etliche Stunden dauern. Dabei ist die Zeit zum Durchsuchen des Backups nicht berücksichtigt.“

Zu den typischen Szenarien, die ein Restore erfordern, zählt der IT-Experte unter anderem verlorene Tabellen durch Entwicklermissgeschicke oder Infrastrukturprobleme sowie falsche oder fehlende Reihen- oder Spalten-Einträge. Wiederherstellungen werden zudem nötig, wenn bestimmte Tabellen oder Daten von der Entwicklungsabteilung benötigt werden oder Abteilungsleiter bestimmte Tabellendaten zur Auswertung brauchen.

Admins müssen heute komplette Datenbanken wiederherstellen, um eine benötigte Tabelle wiederzufinden.

Peter Böhret, Geschäftsführer, Kroll Ontrack

Die von Kroll Ontrack durchgeführte Umfrage unter DB-Admins ergab zudem, dass 40 Prozent der Befragten angaben, zwischen ein und fünf Mal im Monat einen Restore ihrer Datenbank zu benötigen, 30 Prozent brauchten mehr als sechs Wiederherstellungen im Monat. Die Größe der Datenbanken lag bei 38 Prozent der Teilnehmer bei elf bis 200 GByte, ein Drittel verfügte über DB-Größen von 201 GByte bis zu einem TByte und zehn Prozent haben DBs von mehr als einem TByte Kapazität. 

Dementsprechend zeigten sich auch die Wiederherstellungszeiten: 17 Prozent der Administratoren kommen mit 30 bis 60 Minuten für den Restore aus, die Majorität von 57 Prozent benötigt allerdings mehr als eine Stunde.

„Die Umfrage zeigt uns, dass die häufigen Anfragen und großen Datenbanken zu vielen Stunden Stillstand und blockierter Arbeitszeit der DB-Administratoren führt“, betont Böhret. „Das kann sich kaum ein Unternehmen wirklich leisten. Anwender, die beispielsweise Entscheidungen aufgrund von Echtzeit-Analysen ihrer Datenbank treffen, verlieren bei solchen Ausfällen wichtiges Geschäftspotential. Wir wollen mit OPC für SQL ein Tool bieten, das schnell ist, SQL-Backups direkt durchsuchen und Tabellen direkt per Drag & Drop in die gewünschte Umgebung kopieren und somit Zeit und Kosten spart.“

Im Gegensatz zu herkömmlichen DB-Restore-Programmen muss mit OPC für SQL nicht die gesamte Datenbank wieder aufgesetzt werden. Bei der traditionellen Methode muss zunächst eine weitere SQL Server-Umgebung mit genügend Festplattenkapazität aufgesetzt werden, bevor ein komplettes DB-Restore erfolgen kann. 

Vollständige Datenbank-Wiederherstellungen verlangen zudem, bei den SQL-Standardverfahren die Datenbank aus einem Backup oder Snapshot wiederherzustellen. Wenn das Backup nicht die korrekten und benötigten Tabellendaten enthält, muss die Prozedur solange wiederholt werden, bis der korrekte Zeitpunkt gefunden worden ist.

Mit seiner SQL-Software will der Hersteller diese Schritte deutlich vereinfachen. Zum einen muss kein SQL-Server für den Such- und Wiederherstellungsprozess bereitstehen und zum andern kann der Admin Backups oder Snapshots direkt nach der benötigten Tabelle durchsuchen, ohne die gesamte Datenbank wiederherstellen zu müssen. Darüber hinaus ist ein Drag- und Drop der erforderlichen Daten problemlos möglich.

Zu den Leistungsmerkmalen der ersten Version von Ontrack PowerControls für SQL gehören:

  • Extrahieren von Tabellen aus nativen SQL .BAK oder aus offline vorhandener MDF und LDF Dateien, ohne die ganze Datenbank wiederherstellen zu müssen;
  • Direktes Aufrufen des Backups oder Schnappschusses;
  • Deutlich weniger Zeit als Standard-Verfahren oder Drittanbieter-Lösungen;
  • Verlorene Tabellen-/Tabellendaten wiederherstellen;
  • Export von Tabellendaten für Analyse, Entwicklung, Test.

In der aktuellen Version werden SQL 2008 R2 und 2012 unterstützt. Für das kommende Jahr hat der Hersteller den Support komprimierter Backups sowie die Unterstützung von SQL 2000, 2005, 2008 und 2014 auf der Roadmap, ebenso den Support von Backup-Formaten von Drittanbietern. 

Darüber hinaus plant Kroll Ontrack die Funktionen, zeitgleich mehrere Backups durchsuchen zu können, Wiederherstellungen auf Reihen-Ebene zu ermöglichen sowie erweiterte Integritäts-Funktionen und OEM-Rebrands. Natürlich rückt auch das Thema Oracle in den Fokus der Weiterentwicklungen.

Die Software selbst läuft auf dem PC des Administrators und stellt von dort die Verbindung zur Datenbank her. Der PC muss dabei Zugriff auf das DB-Backup und die aktuelle DB haben. Die Lösung erlaubt Direktzugriff auf native SQL-Dateien, aber auch auf MDF- und LDF-Files.

Das Preismodell ist in zwei Lizensierungen aufgeteilt. Es gibt eine Jahreslizenz, die telefonischen Support und Release-Wechsel umfasst und pro Server 345 Euro netto kostet. Beim unlimitierten Lizenzmodell richtet sich der Preis nach der Anzahl der Gesamtanzahl der vorhandenen Server. Die Lizenzen verlängern sich nicht automatisch, der Anwender wird zwei bis drei Wochen vor Auslaufen der Lizenz automatisch erinnert.

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