EMC ViPR unterstützt Hadoop und die EMC Storage Resource Management Suite

EMCs Software-defined Storage-Lösung ViPR unterstützt nun EMC SRM Suite und Hadoop Distributed File System, aber nicht Dell-, HP- oder IBM-Arrays.

EMC hat das erste Update seiner Software-defined Storage-Anwendung EMC ViPR veröffentlicht und dabei die Unterstützung für Hadoop und die EMC Storage Resource Management Suite integriert. EMC hat außerdem ein Upgrade für seine Storage Resource Management Suite bereitgestellt, mit der alle eigenen Storage-Hardware-Plattformen verwaltet werden können.

EMC hatte im Mai 2013 angekündigt, in den Markt für Software-Defined Storage einzusteigen und im September 2013 ViPR 1.0 verfügbar gemacht.

Entsprechend EMCs Vorstellung trennt ViPR die Storage-Control-Ebene von der Datenebene, um das Management zu vereinfachen und alle heterogenen Arrays wie einen großen Storage-Pool zu betrachten.

EMC hat zugesagt, dass ViPR langfristig auch alle Storage-Arrays von Mitbewerbern und Standard-Hardware unterstützen wird. Das im letzten November erschienene Release 1.0 umfasste Unterstützung für EMC VNX, VMAX und Isilon sowie NetApp-Arrays. Darüber hinaus wurde auch EMCs Replikationssoftware RecoverPoint unterstützt, genauso wie Object Storage Services durch die APIs von Amazon S3, EMC Atmos und OpenStack Swift.

Version 1.1 kann an das EMC Storage Resource Management (SRM) angedockt werden und erlaubt Kunden eine Verteilung eines Hadoop Distributed File System (HDFS) über alle Dateien, die von ViPR verwaltet werden. EMC ViPR 1.1 unterstützt außerdem die Remote-Replikations-Anwendung Symmetrix Remote Data Facility, die mit VMAX-Arrays genutzt wird.

„Wir sehen ViPR als eine Plattform“, sagt Chris Ratcliffe, Vice President Marketing von EMCs Advanced Software Division. „Im ersten Release haben wir die Grundlage dafür gelegt, was nach unserer Meinung für Automatisierung und Verfeinerung noch kommen wird.“

SRM kann über ViPR verwaltet werden, und die neuen Versionen der beiden Produkte haben ein identisches Interface. SRM bietet Ressourcennutzungs- und Kapazitätsplanung, Change Management sowie eine Performance-Analyse und ein -Reporting.

Ratcliffe sagt, EMC hat die Reporting-Funktionen von SRMs verbessert und weitere Dashboards im neuen Release hinzugefügt. SRM wird als eine virtuelle Anwendung installiert.

Ratcliffe zufolge erlaubt die Verflechtung mit ViPR es den Kunden auch, über ViPR auf die Reports von EMC SRM zuzugreifen. Zusätzlich werden die Funktionen, die SRM bietet, durch ViPR auch mit Arrays nutzbar, die nicht von EMC stammen.

ViPRs Object Storage Support wurde ein HDFS Data Service hinzugefügt. Die HDFS-Unterstützung von ViPR ermöglicht es Unternehmen, von jeder ViPR-unterstützten Plattform aus eine Verteilung von HDFS über alle Dateien hinweg vorzunehmen.

Unternehmen, die Hadoop im Bereich des Enterprise-Storage einsetzen, können Hadoop provisionieren und Analysen über die Daten laufen lassen, ohne diese Daten in einen separaten HDFS-Cluster extrahieren zu müssen.

„Ein Problem mit Hadoop bestand darin, dass man die Daten dorthin bringen musste, wo die Analyse stattfindet”, so Ratcliffe. „Man musste seine Datenbanken nehmen und sie zu Hadoop bringen, dort wurden sie in das HDFS eingebracht und die Analyse fand statt. Jetzt können wir das HDFS über die bestehenden Daten legen. Wir können das HDFS auf dem zugrunde liegende Array anwenden und so die Analysen auf jedem gewöhnlichen Hadoop-Stack laufen lassen.“

ViPR hat noch einen langen Weg vor sich, bis es den Vorstellungen entspricht, die EMC von der Lösung hat. Das Unternehmen muss noch eine Vielzahl von Storage Services ergänzen, und bisher ist NetApp der einzige Mitbewerber, dessen Arrays unterstützt werden – auch wenn laut Ratcliffe Arrays von Hitachi Data Systems ebenfalls bald unterstützt werden sollen.

„Ich warte darauf, dass die Killer-Anwendung für ViPR erscheint“, sagt Mike Matchett, Senior Analyst und Berater bei Taneja Group in Hopkinton. „Es könnte soweit sein, wenn sie EMC ViPR um einen Data Protection Service erweitern und so eine End-to-End Data Protection ermöglichen. Darauf freue ich mich bereits!”

Das Unternehmen arbeitet daran, auch Data Protection in EMC ViPR zu integrieren, wird dieses Ziel aber wohl erst Ende 2014 erreichen.

Laut Matchett sind die Neuerungen in ViPR 1.1 sinnvoll, auch wenn sie nicht den Mehrwert bieten, den eine Integration von Data Protection hätte.

„Ich kann mir vorstellen, was sie mit SRM erreichen wollen; es soll das Management großer Umgebungen vereinfachen”, sagt er. „Mit einer SRM Suite auf den Markt zu kommen, die mehrere Produkte zusammenführt und wie eines erscheinen lässt, ist großartig, aber sie müssen es schaffen, dass der Storage auch aus der administrativen Sicht homogen erscheint.“

Seiner Meinung nach war die HDFS-Unterstützung einfach zu realisieren, da ViPR bereits über Object Storage Support verfügte, aber der Nutzen beschränkt sich auf die großen Organisationen, die Hadoop in ihren eigenen Rechenzentren einsetzen. „EMC sagt ‚Lasst eure Daten wie sie sind und wir geben euch HDFS-Zugriff auf diese Daten, während sie weiter im Enterprise-Storage liegen’”, so Matchett.

Wayne Pauley, Senior Analyst bei Milford, einer in Massachusetts ansässigen Enterprise Strategy Group, hält die Integration von SRM in ViPR für einen guten Schritt von EMC, die bisher des Öfteren dafür kritisiert wurden, dass sie zu viele verschiedene Management-Tools für ihre Arrays haben.

„Diese Vereinfachung macht es den IT-Abteilungen viel leichter, ihre Ressourcen zu verwalten”, sagt er. „Von ViPR-Kunden bekommen wir das Feedback, dass es ihnen über eine einzige Management-Übersicht jetzt alle EMC Ressourcen zeigt. Und wenn ViPR weiter verbessert wird, wird es ihnen auf einen Blick auch alle heterogenen Storage-Systeme zeigen. Anstatt mit vielen unterschiedlichen Management-Tools arbeiten zu müssen, können sie alle Ressourcen mit einer Lösung verwalten.”

EMC stellt ViPR ab dem Release 1.1 auf seiner Webseite kostenlos für Daten bereit, die nicht produktiv genutzt werden. Für produktive Daten richtet sich der Preis nach der verwalteten Datenmenge, dabei sinkt der Preis pro Gigabyte bei wachsender Datenmenge.

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