EMC setzt auf hyper-converged Plattform VSPEX BLUE mit EVO:RAIL und vSAN

EMC pimpt seine konvergente VSPEX-Lösung und bietet nun auf Basis von EVO:RAIL, vSAN, vSphere und EMC-Software hyper-converged VSPEX BLUE an.

Mit der Hyper Convergent Infrastructure Appliance (HCIA) VSPEX BLUE springt EMC nun endgültig auf den Software-defined, hyper-konvergenten (EVO:RAIL-) Zug auf. Die Lösung umfasst Compute, Memory, Storage, Networking und Management und soll – vorkonfiguriert und ausgeliefert über Partner/Distributoren den Kunden eine schnell implementierte Lösung für VDI- und virtualisierte Umgebungen sowie für Test- und Entwicklung oder On-premise Managed Services bieten. Ab Mitte Februar ist VSPEX BLUE generell verfügbar.

Basis der Sofware-defined Appliance ist VMware EVO:RAIL, VMware vSphere, VMware vSAN sowie eine EMC Management-Suite. Die Hardware der Nodes basiert auf der bekannten VSPEX-Architektur und umfasst in einer zwei Höheneinheiten großen Einheit vier Nodes mit je zwei Intel-Prozessoren sowie vier native DDR3-Kanäle. Pro Node werden vier Festplatten direkt ans Board angeschlossen und mittels Software-RAID geschützt. Interne Anbindung erfolgt über zwei 10-Gbit/s-Interfaces pro Node. Derzeit lassen sich bis zu vier Systemeinheiten verbinden. Dieses Limit ist aber auf die EVO:RAIL-Software zurückzuführen und weniger auf die Hardware selbst.

Die Funktionalitäten erhält das System durch EVO:RAIL, vSAN und vSphere von VMware. Diese Software-Komponenten laufen zusammengefasst unter dem VSPEX BLUE Manager, der es dem Anwender erlaubt, sämtliche Einstellungen, Konfigurationen und das Management über ein zentrales Interface zu managen. Wer weitere Funktionen hinzufügen möchte, der kann über VSPEX BLUE Market zusätzliche Funktionalitäten einkaufen. Dazu gehören EMC Recoverpoint, Data-Protection-Funktion wie Backup auf der Basis der Disk-basierten Lösung Avamar (VMware Data Protection Advanced, VDPA) oder CloudArray. Das CloudArray erlaubt das Hinzufügen von Storage-Kapazitäten entweder über die Public Cloud oder über eine Private Cloud. Der Hersteller plant, weitere Funktionen von Partnern über dieses Market-Portal zur Verfügung zu stellen.

Wie schon bei VSPEX verlässt sich EMC beim Vertrieb der VSPEX BLUE voll und ganz auf den Channel beziehungsweise seine Distributoren. Diese können die Hardware bei Foxconn bestellen. EMC beliefert Foxconn seinerseits mit den Spezifikationen der Appliance, anhand derer die Lösung gefertigt wird. Die Konfiguration und das Packaging erfolgt durch den Distributor, der dann die Lösung auch mit einem Preis versieht. Vom Distributor kann die vorkonfigurierte VSPEX BLUE dann an den Value Add Reseller und danach an den Anwender gehen oder auch an den Anwender direkt. Selbst Enterprise-Kunden, die von EMC direkt betreut werden, müssen über diesen Weg gehen, wenn sie eine VSPEX BLUE ihr eigen nennen wollen.

Der Support für die hyper-konvergente Lösung kommt aber über den gesamten Distributionsweg vom Hersteller. Sollte der Anwender also ein Problem mit seiner VSPEX BLUE haben, sei es beim Storage oder Compute, so springt EMC in die Bresche und liefert den Support. Der Bostoner IT-Riese gibt den Preis einer 2U-Einheit mit rund 140.000 US-Dollar an, allerdings könnten die Preise aufgrund des Vertriebsmodells stark und je nach Konfiguration variieren. Partner hier sind Avnet und Tech Data für Deutschland, Arrow kommt auf globaler Ebene hinzu.

Kleiner Markt, Wachstumschancen und Konkurrenzgerangel

EMC beziffert den Markt für hyper-konvergente Lösungen derzeit mit 700 Millionen US-Dollar, allerdings erwarten Hersteller und Analysten hier ein sprunghaftes Wachstum. Aber der Hersteller macht hier nicht nur Firmen wie Nutanix und Simplivity Konkurrenz, sondern hat auch ein paar Argumentationsschwierigkeiten, wenn es um interne Lösungen wie beispielsweise ScaleIO oder VBlock geht. Beides sind konvergente Lösungen und alle zusammen können jeder etwas, was der andere auch kann, aber natürlich nicht zur Gänze. EMC positioniert VSPEX BLUE unterhalb des VBlock. Virtualisierte Umgebungen mit beispielsweise 100 virtuellen Maschinen und darüber, VDI-Installationen oder Testumgebungen sind Anwendungsbeispiele für VSPEX BLUE. Kommt man in Bereiche von 1.000 VMs, so propagiert EMC eher den vBlock, da dann andere Workloads eben auch eine andere Lösung benötigen, zum Beispiel mit zusätzlichen Flash-Kapazitäten. ScaleIO sieht der Anbieter selbst als eine weniger integrierte, aber deswegen umso offenere Lösung für verschiedene Betriebssysteme und Hypervisoren.

Der Hauptvorteil von VSPEX BLUE, den der Hersteller besonders betont, ist die Einfachheit. Laut eigenen Angaben lässt sich die hyper-konvergente Appliance in 15 bis 30 Minuten einsatzbereit machen. Ein Vorteil, den das Unternehmen auf jeden Fall hat und selbst als „Federation Advantage“ bezeichnet, ist der, dass EMC die Funktionen der VMware schneller und enger integrieren kann als mancher Konkurrent. Ob das reicht, wenn es um offene, flexible und höchst performante Architekturen geht, wird EMC unter Beweis stellen müssen.

 

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