NetApp erweitert EF-Serie mit All-Flash-Array EF560

Das All-Flash-Array EF650 verdoppelt laut NetApp den Datendurchsatz und die Kapazität und überzeugt im Benchmark-Test beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Speicherhersteller NetApp erweitert nicht nur seine EF-Serie um ein weiteres All-Flash-Modell, sondern legt noch ein Hybrid-System dazu. Für beide verspricht der Anbieter hohe Performance und ein nahezu unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, was sich unter anderem in einem SPC-1-Benchmark-Test belegen ließ. Große Worte, doch letztlich muss der ist ein Benchmark-Test nicht repräsentativ für jeden Anwendungsfall, so dass der Anwender selber prüfen muss, was er aus den neuen Systemen herausholen kann.

Größeres All-Flash-Modell: EF560

Das neue All-.Flash-System EF650 basiert auf dem zwei Jahre alten EF550 und liefert doppelten Datendurchsatz und Kapazität. Es verfügt über redundante Komponenten wie Dual-Aktiv-Controller und bietet Storage-Management, Überwachungs- und Diagnose-Funktionen sowie Snapshots und Remote-Replizierung für schnelle Backups. Ebenso lassen sich Volume-Kopien anlegen. Daten lassen sich bei Bedarf „on-the-fly“ wiederherstellen. Dafür stehen automatische DDP- und RAID-Rebuilds nach einem Laufwerksausfall zur Verfügung. Thin Provisioning und Dynamic Disk Pools sind zwei weitere Funktionen, die wie die oben genannten über die Software SANtricity realisiert werden. Laut Hersteller erreicht das System mit entsprechender Konfiguration und Service eine Verfügbarkeit von fünf Neunen (99,999 Prozent). Die Medien werden mittels Drive Encryption verschlüsselt.

Als Leistungswerte gibt der Hersteller eine maximale Burst-Rate von 900.000 IOPS und eine kontinuierliche I/O-Rate von 650.000 IOPS an, bei einer Latenz von unter einer Millisekunde. Der kontinuierliche Datendurchsatz liegt laut Datenblatt wie beim EF550 bei 12 Gbit/s. Wie auch das kleinere Modell fasst das EF560 192 Medien, wobei SSDs mit 400 und 800 GByte sowie mit 1,6 TByte unterstütz werden. Insgesamt lässt sich die Lösung auf 192 TByte Speicherkapazität skalieren. Anbindung erfolgt über 16 Gbit/s-Fibre-Channel, 12-Gbit/s-SAS, 10-Gbit/s-iSCSI oder 56-Gbit/s-InfiniBand. Für InfiniBand stehen vier Ports, für die anderen Protokolle acht Ports zur Verfügung. Unterstützte Betriebssysteme sind Microsoft Windows Server, Red Hat Enterprise Linux, Novell SUSE Linux Enterprise Server sowie Apple MacOS, Oracle Solaris, HP, HP-UX, CentOS Linux, Oracle Enterprise Linux, IBM AIX und VMware VSphere.

Um die hohe Leistungsfähigkeit zu belegen, führte NetApp einen SPC-1-Benchmark-Test mit dem EF560 durch. Dieser ergab laut Hersteller das beste SPC-1 Preis-Leistungs-Verhältnis in der Kategorie der All-Flash-Arrays erzielt: eine durchschnittliche Antwortzeit von unter einer Millisekunde bei 0,54 US-Dollar/SPC-1-IOPS(bis zu 245.011,76 SPC-1 IOPS bei einer durchschnittlichen Antwortzeit von 0,93 Millisekunden laut SPC-1 Benchmark-Ergebnis). Das neue SPC-1 Benchmark-Ergebnis zeigte zudem, dass die EF560 bei 50 Prozent der angegebenen SPC-1 Load-Stufe den Wert von 122.491,97 IOPS nach SPC-1 bei einer durchschnittlichen Antwortzeit von 0,34 Millisekunden erreicht.

Das neue System zielt natürlich auf die Enterprise-Kunden ab, die man zuvor mit den Systemen nicht bedienen konnte. Es hat den doppelten Durchsatz des Modellbruders EF540, hebt sich vom Modell EF550 aber in erster Linie nur durch mehr Enterprise-Funktionen und 150.000 mehr IOPS ab. Denn laut Datenblatt sind Durchsatz und Kapazität hier identisch. Es stellt sich die Frage, ob nicht EF550-Kunden einen Migrationspfad bzw. Update auf mehr Funktionsfähigkeit und Performance verlangen werden.  

Allerdings kann man in absehbarer Zeit hier weitere Lösungen rund um NetApps FlashRay-Technologie erwarten.

Auch E-Series erfährt eine Erweiterung

Im Hybrid-Bereich stockt NetApp die Serie ebenso um das E5600 auf, um hier transaktionsreiche und kapazitätsintensivere SAN-Applikationen und Backup-Anforderungen bedienen zu können. Insgesamt fasst das Gerät bis zu 384 Laufwerke, wobei SSDs mit 400/800GByte und 1,6 TByte unterstützt werden. Bei den Festplatten kann der Anwender zwischen schnellen SAS-Drives mit 600 und 900 GByte sowie 1,2 und 1,8 TByte (ab Mitte 2015) wählen. An Nearline-SAS-Laufwerken stehen Kapazitäten von zwei, drei, vier und sechs TByte zur Verfügung. Damit lassen sich Speicherkapazitäten von Petabyte-Größe erreichen. Auch die Schnittstellen sind die gleichen, die auch das EF560 offeriert.

Mittels SANtricity 8.20-Software bietet das Modell die gleichen Funktionen und dieselbe Verfügbarkeit wie das EF560-All-Flash-Gerät, es soll eine kostengünstigere Alternative bieten. Deswegen ist die Betriebssystemunterstützung identisch mit der des All-Flash-Bruders. Zudem ist auch hier die Integration von Datenbanken wie Oracle Enterprise Manager, VMware vSphere, Microsoft Systems Center und Splunk möglich. Für den Einsatz von Private Clouds bietet NetApp den OpenStack-Block-Storage (Cinder)-Treiber (auch für EF560).

Der hybrid-bereich ist heiß umkämpft, nicht nur Start-ups wie Nimble Storage, sondern auch große Unternehmen wie EMC und HP rangeln hier um Marktanteile. In absehbarer Zeit werden zudem die konvergenten und hyper-konvergenten auch in diesem Segment um Kunden buhlen. Deswegen ist es ein zwingender Schritt für NetApp, hybride (aber auch die All-Flash-Systeme) Lösungen leistungsfähig und funktional zu gestalten. Inwiefern Benchmarks beim Absatz helfen, wird sich zeigen. 

 

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