EMC macht ViPR All-Flash-tauglich und bereit für DPaaS

Mit ViPR SRM 3.6 und ViPR Controller 2.2 soll die SDS-Lösung nun bessere Flash-Nutzung und automatisierte Storage-Services ermöglichen.

EMC rundet mit zwei Updates seiner Software-defined-Storage-Lösung ViPR deren Leistungsumfang weiter ab. Noch im ersten Quartal 2015 sollen der ViPR SRM 3.6 und der ViPR Controller 2.2 erhältlich sein.

Mit der Version 2.2 des ViPR Controllers werden nun auch XtremIO- und VMAX3-Arrays, also All-Flash- und Hybrid-Systeme unterstützt. Policy-basiert kann der Administrator transaktionsreiche Workloads mit entsprechenden Storage-Services automatisiert bedienen. Laut Hersteller ist dies in nur fünf Schritten möglich. Für die Flash-Systeme bietet der ViPR SRM 3.6 neue Monitoring-, Frühwarn- und Trendanalysefunktionen. Ungenutzte Flash-Ressourcen sollen sich so schneller erkennen, zurückgewinnen und zügiger wieder nutzen lassen. EMC beziffert das Optimierungspotential hier mit 20 Prozent besserer Speichernutzung.

Der Controller bietet ebenso Data-Protection-as-a-Service für Data Domain sowie für VPLEX MetroPoint. Damit lassen sich auch hier Speicher-, Datenschutz- und Recovery-Services automatisiert bereitstellen, mit weniger manuellem Aufwand als zuvor.

Zusätzlich bietet ViPR SRM jetzt eine verbesserte Integration in den Data Protection Advisor. Das ermöglicht eine automatische Auswertung, ob Backup-Regeln für Avamar- und Symantec-Umgebungen eingehalten werden. Generell betont der Anbieter, seinen Kunden eine schnelle Bereitstellung seiner Speicherressourcen ermöglichen zu wollen, damit weniger Administrationszeit anfällt und Kapazitäten voll ausgeschöpft werden.

Die Community-Version des ViPR-Controllers steht unter http://www.emc.com/getvipr zum kostenlosen Download bereit.

Software-defined, aber doch nicht so offen

EMC muss seine Software-defined-Storage-Lösung vorantreiben, um mit anderen Wettbewerbern Schritt zu halten. All-Flash-Support ist da sicher ein Schritt in die richtige Richtung. So offen, wie der Hersteller aber vorgibt, mit dieser SDS-Lösung zu sein, ist diese aber nicht. Denn natürlich propagiert der Anbieter ein optimales Zusammenspiel mit der Hardware aus dem eigenen Hause.

Zwar werden Storage-Systeme anderer Hersteller unterstützt, unter anderem von Hitachi Data Systems, NetApp, HP, IBM, Dell, Oracle und SolidFire, aber eben nur bestimmte Modelle. Ein genauerer Blick lohnt sich hier. Darüber hinaus kommt ViPR mit SRDF für Replikationen daher. Das ist schön und nützlich, nur nicht, wenn man auf ein System replizieren möchte, das hier keinen nativen SRDF-Support bietet. Ein Metro-weites Spiegeln ist derzeit auch nur mit einer VPLEX-Lösung im Gepäck möglich.

EMC hat hier das Problem, das viele große Hersteller haben: eine proprietäres Produktportfolio für die Software-definierte, heterogene Speicherwelt umzugestalten. Darüber hinaus muss sich der Hersteller Fragen stellen lassen, was die Differenzierung einzelner Software-defined Produkte aus dem eigenen Hause angeht. Auf der Roadmap für ViPR dürfte also noch einiges verzeichnet sein, damit hier wirklich eine Hardware-unabhängige Software-Lösung entsteht.

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