HGST macht Active Archive verfügbar

Objektspeicherlösung bietet 4,7 PByte Bruttospeicherkapazität und soll Daten langfristig und kostengünstig verfügbar halten.

Wie bereits im September 2014 angekündigt, bringt HGST nun eine Objektspeicherlösung unter dem Namen Active Archive auf den Markt, die verschiedene Technologien vereint. Der Hersteller möchte hier neuen Anforderungen bei der Langzeitdatenvorhaltung gerecht werden und vor allem Cloud-basierte Archivierungskonzepte unterstützen.

„Jeder kennt das Problem“, sagt Manfred Berger, Senior Manager Cloud & Mobility EMEA  bei HGST. „Die Daten werden nicht weniger, aber die Speicherkosten dürfen nicht steigen. Auch der Platzbedarf sollte nicht unbedingt steigen. Zusätzlich dazu geht es bei der Archivierung nicht mehr nur um das einfache Ablegen und Lagern der Daten, sondern sie müssen nun auch weiterhin einfach verfügbar sein, damit sie sich eventuell analysieren und verwerten lassen. Gebraucht werden hier sinnvolle und vor allem bezahlbare und skalierbare Speicherlösungen.“

Scale-out Objektspeicher mit Enterprise-Funktionen

Das Active Archive ist ein 42 Höheneinheiten großes System, das Platz für sechs JBODs mit je 98 Festplatten bietet. Derzeit setzt HGST hier seine Helio-Seal-Drives (PMR-Verfahren) mit acht TByte und 12-GBit/s-Technologie ein und kommt so auf eine Bruttospeicherkapazität von bis zu 4,7 PByte. Im nächsten Zug plant der Hersteller die nächste Generation der Helio-Seal-Laufwerke mit SRM-Technologie und zehn TByte Speicherkapazität zu verbauen. Für diese Festplatten muss der Anbieter sein System nicht verändern, da für die SMR-Technologie bereits mit elastischen Festplattenaufhängungen vorgesorgt wurde. Das System kann auch 4K-Blöcken verarbeiten, da es direkt für entsprechende Workloads konzipiert wurde.

Über den JBODs sitzen zudem sechs Storage-Nodes, die die Systemintelligenz bereitstellen. Die Anbindung nach Außen erfolgt über sechs 10-GBit/s-Schnittstellen, intern stehen 40-GBit/s-Links zur Verfügung. Die Nettospeicherkapazität hängt von der Konfiguration ab. Setzt man beispielsweise ECC ein, so kann man mit einem Overhead von etwa 28 Prozent rechnen. Arbeitet das System im Objekt-Modus, so erreicht es eine Datentransferrate von 3,5 GByte/s. Gegen Stromausfall ist das Active Arcive mit drei PDUs abgesichert. Berger rät aber hier, individuell abzuklären, wie lange es dauert, bis das Notstromaggregat stabil läuft und den Strom garantieren kann. Bei Dieselgeneratoren – so Berger – kann das durchaus bis zu zwei Minuten dauern. Eventuell müssen Anwender hier doppelte Sicherheit durch eine USP schaffen.

Um fehlerfreie Datensicherungen zu gewährleisten integrierte HGST weitere Technologien, so zum Beispiel von Amplidata. Dazu gehören BitSpread, GeoSpread und BitDynamics. BitSpread ist die Erasure-Coding-Technologie, welche die Daten sehr granular im System verteilt. So werden 18 Festplatten genutzt, um auf ihnen die Daten von 13 Laufwerken abzubilden. Somit könnten theoretisch fünf Drives ausfallen, ohne das Datenverlust entsteht.

Mit GeoSpread lassen sich die Daten auch über verschiedene Standorte hinweg verteilen, beispielsweise über drei Systeme, was dann auch einen Systemausfall abfedern könnte. Eine solche Konfiguration lohnt sich jedoch erst ab Kapazitäten von 15 PByte. BitDynamics gewährleistet die Datenintegrität, indem jedes Objekt ständig geprüft wird, zum Beispiel, ob es tatsächlich über 18 Datenblöcke dargestellt wird. Insgesamt können bis zu 1.000 Bits – auch in einem Block – verloren gehen, bevor Datenverlust entsteht.

Für Cloud-Provider und Systemhäuser

Da Active Archive insbesondere Cloud-Provider und System-Integratoren adressiert, wurde für verschiedene Cloud-Konfigurationen gesorgt. Als native Schnittstelle integrierte der Hersteller S3. Für die Public Cloud sieht Berger den Einsatz als Object Store. Einsatzgebiete von Private Clouds liegen dem HGST-Experten zufolge unter anderem in der Forschung, beispielsweise an Universitäten und in den Bereichen Biologie, Medizin oder Chemie.

Auch hybride Clouds lassen sich mit der Lösung bedienen. Hier nutzt der Hersteller eine NAS-Anbindung über ein Gateway (NFS/CIFS) von Avere.

„Der wohl größte Vorteil des Active Archive ist das, was wir Simplicity at Scale nennen“, meint Berger. „Active Archive ist ein geschlossenen und vorinstalliertes System, dass es den Anwendern einfach machen soll, Cloud-basierte, große, geografisch verteilte und verfügbare Archive aufzubauen.“

 

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