Tintri-Update: Quality-of-Service auf VM-Level optimiert Performance

Mit dem Upgrade seines Betriebssystems bringt Tintri nun QoS auf VM-Level, der per Drag-and-Drop das Latenz-Management erleichtern soll.

Das Betriebssystem Tintri OS v3.2 ist ein Update, das Quality-of-Service und damit ein Latenz-Management, Performance-Optimierung und Problembehebung auf VM-Ebene möglich macht. Zudem spendierte Tintri seinem Betriebssystem weitere Snapshot- und Management-Funktionen.

Mittels Drag-and-Drop lassen sich über ein GUI Minimum- und Maximum-Werte für IOPS pro virtuelle Maschine festlegen, was sich sofort in der Latenzzeit bemerkbar machen soll. Der Administrator kann so die Performance für eine individuelle VM sofort anheben, die beispielsweise gerade höhere Latenzen verzeichnet. Die benötigte Performance wird von anderen VMs abgezogen oder der IT-Manager kann die IOPS-Rate bei der VM verringern, die derzeit wenig Performance ausnutzt beziehungsweise der eine höhere Latenz nichts ausmachen.

Die Minimum- und Maximum-Werte lassen sich in Gruppen für VMs anlegen, und somit Service-Tiers einrichten. Darüber hinaus identifiziert die Software auch die Quelle der Latenzen.

Mit dem Update fügt der Hersteller zudem SyncVM ein, das ein Durchsuchen von Snapshots einer individuellen VM erlaubt, ohne andere Snapshots oder die Performance-Historie zu verlieren. Der Admin kann den gesamte Snapshot-Verlauf durchsuchen, um ein nahezu Point-in-Time-Recovery umzusetzen.

Diese Funktion kann der Administrator auch dafür nutzen, Hunderte an VM-„Kindern“ von einer Master-VM aus zu aktualisieren, ohne physisch Daten zu verschieben oder VM/Storage neu konfigurieren zu müssen. Der Prozess lässt sich mit Tintri PowerShell oder REST APIs automatisieren. Die Dauer einer Aktualisierung kann damit laut Hersteller von Tagen/Wochen zu Minuten reduziert werden

Mit der aktualisierten Management-Software Global Center 2.0 können Administratoren mehr als 100.000 VMs über eine Zentrale überwachen und verwalten. Auch dynamische Ansammlungen von VMs lassen sich über Gruppendefinitionen und Regeln verwalten.

Das Update ist ab Mai verfügbar, SyncVM wird als Zusatz-Lizenz angbeoten.

Tintri sieht Potential und Erklärungsbedarf

Das Upgrade scheint auf den ersten Blick unspektakulär, bedeutet aber ein Umdenken im RZ. Wo früher noch LUNs oder Volume definiert und an VMs verteilt wurden, sind nun granularere Verteilung und vor allem Problembehebung möglich. Das eliminiert eventuelles Rätselraten, wenn die Storage-Performance in einer virtuellen Umgebung abfällt beziehungsweise kann der Administrator dann schnell Abhilfe schaffen.

„Wir selbst sind noch in einer Art Evangelistenstadium“, meint Peter Mahlmeister, Country Manager DACH bei Tintri. „Manche Kunden haben sich einfach zu wenig Gedanken gemacht, was sie mit ihrer Virtualisierung erreichen wollen oder können. Zudem ist der Kostendruck oft so hoch, dass man sich etwas Neues nicht leisten kann oder will.“

Laut Mahlmeister kommt es oft zu einem Umdenken, wenn es in diesen Umgebungen zu einem Zwischenfall kommt. Hier punktet Tintri oft mit einem überzeugenden Proof-of-Concept und kann den Kunden in den meisten Fällen für sich gewinnen.

„Bei unserer Überzeugungsarbeit müssen wir vor allem vermitteln, dass wir die komplexe Umgebung des Kunden verstehen“, betont Mahlmeister. „Hier sind nicht Storage-, sondern Virtualisierungsexperten gefragt. Zudem müssen wir aufzeigen, welches Sparpotential unsere Lösung hat und wie einfach die Verwaltung auf VM-Ebene erfolgen kann. Administratoren sind zu 80 Prozent ihrer Zeit reaktiv, das muss sich ändern, sonst fehlt die Effizienz.“

Der Country Manager gibt darüber hinaus an, dass es nicht immer die Konkurrenz wie NetApp oder Nutanix ist, die im Wettbewerb zu Tintri steht. Vielmehr sei es oft die Bequemlichkeit oder Unsicherheit, sich von traditionellen Ansätzen und Systemen zu trennen und neue Wege zu wagen. Darüber hinaus sieht Mahlmeister in der Unterstützung und dem Voranbringen der Reseller eine große Aufgabe für sich.

Luft nach oben gibt es auch noch: Das Wechseln/Migrieren zwischen Hypervisoren, Metro-Cluster, mehr Automatismen und noch simplere Verwaltung könnte Tintri weiter voranbringen. Auch für Web-Scale-Umgebungen wie Object-Storage-Umgebungen könnte die Lösung Mehrwerte bringen. Fakt ist: Tintri wird nicht der letzte Hersteller sein, der näher an die VM heranrückt und Storage-Zuteilung granularer und besser verwaltbar macht.

 

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