Dell XC-Serie: Software-defined Storage im Konvergenz-Kleid

Dell erweitert sein Storage-Portfolio um die XC-Serie, eine Nutanix-basierte, SDS-Appliance, die hohe Speicherdichte und Funktionalität verspricht.

Mit der neuen XC-Serie will Dell eine kleine Revolution in den Rechenzentren anzetteln, indem mit der hyper-konvergenten SDS-Appliance auf Nutanix-Basis mehr Flexibilität bringen und weg von proprietären und monolithischen Ansätzen will.

Dell setzt hierbei auf offene Standards und glaubt an eine Server-zentrische (x86) Zukunft im Data Center, was natürlich auch die Storage-Strukturen herausfordert und ändert. „Bislang sehen wir bei den Storage-Investitionen eine lineare Geldvernichtung“, sagt André M. Braun, Germany Sales Director Storage bei Dell. „Es wird erst zu kurz gedacht und dann überprovisioniert. Derzeit gehen rund 60 Prozent der IT-Budgets an die Datenspeicherung und dieses Thema ist für Unternehmen eben unsexy. Wir wollen helfen, Lösungen zu implementieren, mit denen man aus diesem Hamsterrad des Storage herauskommt und nicht nur die Daten, sondern auch seine Storage-Investitionen optimal nutzen und schützen kann.“

Daher setzt der Hersteller bei seiner jüngsten Storage-Erweiterung auch weiterhin auf offene Standards und das Prinzip der steten Erneuerung statt des ständigen Forklift-Upgrades oder radikaler RZ-Umbauten. „Wer nicht sofort eine umsturzartige Revolution in seinem Rechenzentrum anzetteln will, der muss auf Innovation trotzdem nicht verzichten“, so Braun. „Unsere Systeme lassen sich nicht nur durch Nodes erweitern, sondern auch in Inkrementen erneuern. Neue Flash Drives? Kein Problem. HBAs und andere Komponenten lassen sich gegen neue austauschen. Dabei erlöschen aber die Lizenzen oder Funktionen nicht, selbst wenn das System kapazitiv wachsen sollte. Das ermöglicht den Kunden Innovation, ohne dabei den Geldbeutel zu stark zu strapazieren.“

Braun weist zudem daraufhin, dass in den letzten 12 Jahren rund 60.000 Systeme mit diesem Baukastenprinzip verkauft wurden, von denen noch – in modernisierter Form – 95 Prozent im produktiven Einsatz seien.

Hoch-skalierbare und hyper-konvergente SDS-Lösung

Die XC-Serie basiert auf der 13ten Generation der Dell PowerEdge-Server und der Nutanix-Software. Die Systeme – derzeit drei an der Zahl –  werden vorinstalliert und auf spezifische Workloads gerichtet offeriert. Dabei „sitzt“ die Nutanix-Software als Kontrolleinheit noch vor dem Hypervisor und bringt die Daten näher an die Applikation.

Das Modell XC630-10 ist eine Höheneinheit (HE/U) groß, die Systeme XC730xd-12 und XC730xd-24 sind zwei HE groß. Die kleinste Appliance fasst zehn, die beiden anderen – erkennbar an der Modellnummer – 12 und 24 Medien. Die Einschübe sind 3,5 Zoll groß, fassen aber auch 2,5-Zoll-Medien und lassen Mischbetrieb zu. Darüber hinaus verteilt das Auto-Tiering die Daten nicht nur zwischen HDDs und SSDs, sondern unterscheidet beim Tiering auch zwischen MLCs und SLCs.

Eine Minimum-Konfiguration beginnt bei drei Nodes und lässt sich bei Bedarf erweitern. Bei einer Erweiterung müssen die Nodes nicht baugleich zu den bereits existierenden sein, andere Prozessoren, Speichermedien oder Memory sind beispielsweise möglich. Auch verschiedene Hypervisors sind in einem Cluster möglich, derzeit werden VMware ESXi und Microsoft Hyper-V unterstützt.

Eine Node kann zum Beispiel bis zu 20 CPU-Cores, 768 GByte RAM, 1,6 TByte in SSDs und 20 TByte in Festplattenkapazität umfassen. Für das Management steht das Nutanix Prism Management-GUI zur Verfügung. Über REST APIs lassen sich zudem Komponenten von Drittanbietern integrieren.

Dell positioniert das XC630 im Bereich Performance-intensiver VDI-Umgebungen, für Test und Entwicklung sowie für die private Cloud und Server-Virtualisierung. Das XC730xd-12 soll für hoch-kapazitive Umgebungen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Microsoft Exchange, SharePoint oder auch Big-Data- und Data-Warehouse-Anforderungen. Für transaktionsreiche SQL- und Oracle-OLTP-Landschaften eignet sich laut Hersteller das XC730xd-24.

Das nächste technische Ziel für die XC-Serie hat Dell auch schon anvisiert: So sollen sich virtuelle Maschinen von einem Hypervisor auf eine anderen umziehen lassen. Dies soll in einer der nächsten Versionen folgen.

Darüber hinaus stellte Dell die Storage-Modelle Dell PS6610 (ehemals EqalLogic) sSCv2000 vor. Das PS6610 ist wie seine Serienbrüder ein Array mit zwei Controllern, 10-Gbit/s-Technologie und 84 Laufwerken. Das SCv2000 ist mit den Modellen SC4000 und SC8000 verwandt und soll als Einstiegs-Storage dienen. Es kommt in zwei, drei oder fünf Höheneinheiten mit iSCSI oder Fibre Channel und mit bis zu 200 Speichermedien.

 

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