News-Ticker: Die Storage-Meldungen der Woche

In dieser Woche gibt es neue Hard- und Software-Storage-Angebote von CommVault, Dell, Fujitsu, Nexenta, Pure Storage, RedHat sowie Rackspace.

Dieser Artikel behandelt

Public Cloud

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Die 21te Kalenderwoche des Jahres 2015 bescherte der Storage-Branche neue Storage-Plattformen von Dell und Fujitsu. RedHat, CommVault sowie CERN und Rackspace verstärken ihre Cloud-Bemühungen und integrieren entsprechende Funktionen und Services. Und Nexentas lang angekündigte Objektspeicherplattform NexentaEdge ist endlich verfügbar.

CommVault will Einstieg in Public und Hybride Clouds vereinfachen

Hersteller CommVault erweitert sein Cloud-Portfolio um die Lösungen Cloud Disaster Recovery, Cloud Development and Test, Cloud Gateway und Commvault Cloud Replication, um öffentliche und hybride Clouds zu strategischen Datensicherungspunkten zu machen. Automatisierung und Koordinierung von Daten in der Cloud standen dabei im Mittelpunkt, ebenso wie Funktionalitäten für Disaster Recovery, Migration, Backup und Archivierung.

Um Cloud-Backup und vor allem Recovery-Projekte zu ermöglichen, bieten die neuen Lösungen unter anderem folgende Funktionen: 

  • Recovery in die Cloud, unabhängig vom Deployment-Modell vor Ort, vom Hypervisor (VMware/Hyper-V) und vom Standort (Public/Private/Hybrid).
  • Durchgängiges, Policies-basiertes Management, das die vor Ort genutzten Workflows und die VM-Provisionierung in öffentliche und hybride Clouds ausdehnt.
  • Vollständiges Disaster Recovery über sämtliche Workloads hinweg, da die Lösung vollständige Restores auf VMs als Infrastructure-as-a-Service erlaubt.

Die drei Lösungen Cloud Development and Test, Cloud Gateway und Cloud Replication im Kurzüberblick: 

  • Cloud Development and Test – diese Commvault-Lösung umfasst VM Provisionierung & Workflows und nutzt diese, um die Auslastung der für Entwicklung und Tests genutzten Cloud-Umgebungen zu verwalten. Darüber hinaus senkt die Lösung den administrativen Aufwand und bietet Funktionen zur Verwaltung der Infrastruktur. Alles um ausufernde Kosten zu verhindern.
  • Cloud Gateway – Basierend auf der erfolgreichen Appliance bietet dieser Software-basierte Gateway noch einen größeren Funktionsumfang als die Cloud-Appliance von Commvault. Cloud Gateway macht Backups noch flexibler und leistungsstärker und dehnt die Schutzschicht bis in die Cloud aus.
  • Cloud Replication – gibt den Kunden zahlreiche flexible Optionen, um Daten schnell in die Cloud zu replizieren und rundet so die Cloud-Funktionen von Commvault ab.

Dell präsentiert zwei Appliances für Backup und Recovery

Mit DL4300 und DL1000 bietet Dell zwei Appliances für Backup- und Recovery und stellen eine Kombination aus Dells PowerEdge-Servern und der Software AppAssure dar. Beide Systeme lassen sich in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen einsetzen.

Die DL1000 verfügt über ein TByte nutzbaren Speicherplatz und soll Anforderungen kleiner IT-Umgebungen bedienen. Sie ergänzt die bereits bestehende System-Familie mit zwei und drei TByte. Damit können Administratoren einmal pro Stunde Snapshots erstellen und mit der AppAssure-Software nur die geänderten beziehungsweise deduplizierten Daten wiederherstellen.

Auch die DL4300 enthält die Software AppAssure für Datensicherung, Replikation und Wiederherstellung. In der Standardversion ist das System mit 60 TByte Speicherkapazität ausgestattet, die sich auf 120 TByte skalieren lässt. Dabei kann der Anwender nur den zunächst benötigten Speicher lizensieren und bei höherem Kapazitätsbedarf  hinzufügen.

Das System verfügt entweder über einen Intel 8-Core-Prozessor und 128 GByte Arbeitsspeicher oder eine 10-Core-CPU und 256 GByte Arbeitsspeicher. Für ein zügiges Recovery lassen sich virtuelle Maschinen im Standby-Modus betreiben. Alle VMs können über eine zentrale Benutzeroberfläche überwacht werden. Die Standardversion enthält Lizenzen für zwei virtuelle Maschinen von Microsoft Hyper-V, die High-End-Version Lizenzen für vier virtuelle Maschinen.

Die Funktion Rapid-Appliance-Self-Recovery (RASR) soll das Recovery einer Appliance ermöglichen. Dafür kann der Anwender entweder einen Restore Point für die Wiederherstellung definieren oder die Appliance auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Fujitsu stellt zwei PRIMEFLEX-Systeme für SAP HANA vor

Fujitsu erweitert sein PRIMEFLEX-Produktportfolio um zwei neue integrierte Systeme für den Betrieb von SAP-Lösungen: Fujitsu Integrated System PRIMEFLEX for SAP Landscapes (ehemals FlexFrame Orchestrator) und Fujitsu Integrated System PRIMEFLEX for SAP HANA (ehemals Fujitsu Power Appliance for SAP HANA). Es handelt sich um vorkonfigurierte, vorgetestete und sofort einsatzfähige Fujitsu-Hardware und einer Management-Software zur Steuerung des SAP-Systems.

Integrated System PRIMEFLEX for SAP Landscapes umfasst die Software Fujitsu FlexFrame Orchestrator (FFO), die es ermöglicht, Infrastrukturen für typische Workloads von SAP-Anwendungen, -Datenbanken und die SAP HANA-Plattform bereitzustellen. Der Hersteller verspricht eine schnellere und einfachere Einbindung und Inbetriebnahme neuer SAP-Installationen an mehreren Standorten sowie zügigere SAP-Software-Updates

Das Fujitsu Integrated System PRIMEFLEX for SAP HANA ist eine Weiterentwicklung des 2012 vorgestellten Fujitsu Power Appliance for SAP HANA. Der Hersteller bietet hier Referenzarchitekturen für flexible und kundenspezifische Konfigurationen sowie Architekturen für den Betrieb geschäftskritischer SAP-Umgebungen.

 Wie alle anderen PRIMEFLEX-Systeme bestehen auch die beiden neuen Systeme aus Servern, Speicherelementen, Netzwerkkonnektivität und Software.

Nexentas NexentaEdge verfügbar

Bereits im August 2014 kündigte Nexenta seine Block- und Objektspeicherplattform NexentaEdge an, die nun endlich verfügbar ist. Die horizontal hyperskalierbare Verwaltungssoftware für die Objektspeicherung arbeitet unabhängig von Hardware, Cloud-Plattform und Protokoll und bietet Cluster-weite Inline-Deduplizierung, -Komprimierung und -Datenintegrität.

Der Hersteller sieht die Lösung geeignet für OpenStack-Clouds, Active Archives und Big Data-Infrastrukturen. NexentaEdge macht eine rein Software-definierte Speicherung mit Shared-Nothing-Clustern aus kostengünstigen Standardservern unter Linux möglich.

Produkteigenschaften im Überblick:

  • Horizontal skalierbare Speicherlösung mit iSCSI-Blockspeicherung mit geringer Latenz und Swift- und S3- Objekt-Services.
  • Bereitgestellt als Speicherdienst auf 10GbE-verbundenen Clustern Intel-basierter Linux-Server mit Ubuntu, CentOS oder RedHat Enterprise Linux.
  • Konzipiert für hohe Leistung für Random IOs virtueller Maschinen in OpenStack-Clouds.
  • Datenintegrität der Enterprise-Klasse und speicherplatzoptimierte Snapshot- und Klonfunktionen mit Cloud Copy on Write.
  • Vollständig verteilte Inline-Deduplizierung und -Komprimierung aller in den Cluster eingespeisten Daten, unabhängig von der Skalierung.
  • Die Möglichkeit, Speicherkapazität und Leistung (IOPS oder Durchsatz) unabhängig voneinander zu skalieren, mit Unterstützung aller HDD-, Hybrid- und SSD-Konfigurationen
  • Betriebsmodell mit nur wenig manuellem Aufwand, mit automatisiertem Kapazitäts- und Leistungsausgleich; dies ist die einzige Lösung, mit der große, komplexe Cluster dauerhaft optimiert gehalten werden.

Eine unbefristete Lizenz für NexentaEdge kostet, je nach Kapazität, zwischen 0,15 und 0,10 US Dollar pro GByte, plus Wartung und Support.

Pure Storage treibt weltweites P3 Partnerprogramm voran

Solid-State-Hersteller Pure Storage baut sein Pure Storage Partnerprogramm (P3) weiter aus und will seine Channel-Bemühungen verstärken. Das Programm umfasst optimierte Tools, Trainings und Support. Darüber hinaus gibt es neben den Gold- und Silberkategorien nun auch die Platinum-Klasse in EMEA. Um den Partnern bessere finanzielle Anreize zu bieten, wurde das Incentive-System überarbeitet.

Pure Storage hofft, mit dem neuen Partnerprogramm sein Verkaufspotential und somit seine Marktposition zu verbessern. Dazu investierte der Hersteller im großen Stil in den Channel, beispielsweise durch eine Vervierfachung der Werbekostenzuschüsse.

Zu den Neuerungen im P3-Programm gehören:

  • Erweiterung der Platinum-Partnerkategorie von Nordamerika auf EMEA, APJ sowie Lateinamerika. Je nach Status müssen die Partner verschiedene Anforderungen erfüllen. Wichtige Faktoren sind zum Beispiel Pure Storage-Bestellungen, Vertriebs- und technische Akkreditierungen und das Marketing-Engagement. Die Statusunterschiede spiegeln sich in Programmelementen wie MDF, Boni für Neukundenwerbung und auch Rabatten für Demo-Ausrüstung wider.
  • Ein neues, weltweites Incentive-Programm
  • Ein auf Partner fokussiertes Kundenreferenzprogramm mit co-branded Anwenderberichten und Anreizen für Partner Account Executives und Vertriebsingenieure.
  • Ein Demo-Kaufprogramm, das abhängig vom Partnerstatus deutliche Rabatte auf Produkte gewährt, damit Partner die Leistung von Pure Storage während des Live-Betriebs in einer Demo-Umgebung unter Beweis stellen können.
  • Partner mit Platinum-Status erhalten von Pure Storage finanzielle Unterstützung beim Aufbau von Stellen für Mitarbeiter, die gezielt die Adaption von Pure Storage All-Flash-Arrays weltweit vorantreiben.
  • Deutlich höherer Anteil am Umsatz von Pure Storage, der in die Unterstützung der Partner etwa in Form von MDF investiert wird.
  • Verbesserungen des automatischen, weltweiten und transparent gestalteten Deal-Registrierungssystems. Das sichert den Partnern eine Vertriebsunterstützung der Spitzenklasse und den Rückhalt der Pure Storage-Vertriebsorganisation.
  • Neue Kunden- und Partner Success-Services, Akkreditierungen sowie Online-Trainings und von Trainern durchgeführte Seminare.
  • Neue TCO- (Total Cost of Ownership/Gesamtbetriebskosten), Marketing- und Verkaufswerkzeuge, die Partner dabei unterstützen, dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein.

Um das Programm erfolgreich umsetzen und vorantreiben zu können, installierte der Anbieter ein zweistufiges, überregionales Distributionsmodell für internationale Märkte und investierte in personelle Veränderungen.

Rackspace und CERN openlab erweitern Zusammenarbeit für Clouds

Rackspace und CERN openlab erweitern ihre Zusammenarbeit, um ihre Referenz-Architektur und das Betriebsmodel für gemeinsame Cloud-Services weiter auszubauen. Die Partnerschaft existiert bereits seit einigen Jahren und ihr Ausbau soll in standardisierten Vorlagen für OpenStack-Cloud-Orchestrierung resultieren. Anwender sollen damit eine Umgebung über mehrere Cloud-Plattformen hinweg mit einer einzigen Aktion erstellen.

CERN setzt auf mehrere OpenStack-Clouds gleichzeitig, auf die weltweit mehrere tausend Wissenschaftler zugreifen. Ein solches integriertes Model mit offenen Identitätsverbundstandards, Vorlagen und Service-Katalogen ist für eine offene Zusammenarbeit und letztlich für wissenschaftliche Entdeckungen ausschlaggebend. Industrie-Partner wie Rackspace haben die Möglichkeit zukünftige Technologien in der CERN Computing-Umgebung auf echte Geschäfts- und IT-Herausforderungen hin zu testen und so die Entwicklung effizienter und gezielter voranzutreiben.

Rackspace wird weiterhin einen Forschungsbeauftragten in Vollzeit am CERN finanzieren, um das Federation-Projekt zu unterstützen. Zusätzlich stellt das Unternehmen Dienstleistungen und Remote Assistance-Kapazitäten durch die Rackspace-Produktteams zur Verfügung, um beim Design sowie der Implementierung mitzuwirken. CERN wird zudem auch künftig die Public Cloud und On-Metal-Services von Rackspace zum Testen nutzen. Die Beiträge umfassen Heat-Orchestrierung, Glance-Image, Keystone Service-Kataloge und Nova Compute-Projekte. Rackspace und CERN gehen davon aus, dass sie die Heat-Orchestrierung auf dem OpenStack Summit im Herbst 2015 vorstellen werden.

Red Hat kündigt OpenStack Shared File System Service an

Red Hat, kündigte seine Technology Preview von Red Hat Gluster Storage, erweitert um Funktionen aus dem OpenStack-Community-Projekt Manila, an. Damit bietet Red Hat Gluster Storage einen Shared File System Service für OpenStack-Cloud-Infrastrukturen. Das OpenStack Manila Framework stellt ein herstellerneutrales Management-API für die Provisionierung und Einbindung verschiedener Shared File Systems bereit. OpenStack Manila arbeitet mit OpenStack Block Storage (Cinder) und OpenStack Object Storage (Swift) zusammen.

Anwender können die Funktionalitäten der OpenStack Manila testen, indem sie es vom OpenStack RDO mit dem RDO Packstack Installer herunterladen. Das Red Hat Gluster Storage mit Manila soll im nächsten Release der Red Hat Enterprise Linux OpenStack Plattform 7 veröffentlicht werden.

 

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