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Eignen sich Cache und tiered Storage für VDI-Umgebungen?

Tiering und Caching können die VDI-Performance verbessern, aber Cache kann die bessere Option für Umgebungen mit vielen Schreibprozessen.

Um die Performance in einer Virtual Desktop Infrastructure zu optimieren, kann der EDV-Verantwortliche zwei Optionen wählen: die des Storage-Cache und die des tiered Storage. Wofür sich ein IT-Manager entscheidet, hängt von der VDI-Plattform, der darunterliegenden Hardware und der Konfiguration der virtuellen Maschinen ab.

Obwohl es noch andere alternative Methoden gibt, sind Caching und Tiering die Technologien, die auf Flash-Storage basieren. So lassen sich eine oder mehrere SSDs für Tiering- oder Caching-Zwecke einsetzen respektive einplanen.

Im Falle eines Tierings fungiert der SSD-Speicher als Hochgeschwindigkeits-Tier. Die Hersteller liefern unterschiedliche Angebote, aber von einem Tiering profitieren immer die Leseprozesse. Das System überwacht die Leseanfragen an den Storage und bestimmt, welche Blocks am meisten gelesen werden. Diese Blocks, die oft als heiße Blocks bezeichnet werden, verschiebt das System dynamisch auf den High-Speed-Tier, so dass sie so effizient wie möglich gelesen werden können. Sowie einige dieser heißen Blocks „abkühlen“, werden sie auf den Standard-Tier zurückmigriert, um Platz für andere heiße Daten auf dem hoch leistungsfähigen Tier zu machen.

Im Gegensatz dazu kommt ein Storage-Cache den Schreiboperationen zu gute. Rotierende Medien wie Festplatten haben ein Limit, wie schnell Daten auf ihnen abgelegt werden können. Dafür lässt sich Kapazität auf Flash-Storage einbinden und als Cache-Buffer nutzen. Schreiboperationen werden dann in den schnellen Cache geschrieben und erst später an das Standard-Storage weitergeleitet, wenn die I/O-Last geringer ist und das Standardsystem die eingehenden Daten auch abarbeiten kann.

In einer VDI-Umgebung ist ein Tiering eher von Nutzen als ein Caching, da virtuelle Desktops eher leseintensive Prozesse generieren. Typischerweise werden die Schreibprozesse an anderer Stelle abgelegt, beispielsweise in einem Home Directory oder einem Network-Share.

Es gibt in der Regel viele Redundanzen in einer VDI-Umgebung, da jeder virtuelle Desktop eher das gleiche File-System nutzt. Die Files, die regelmäßig von einem virtuellen Desktop aus gelesen werden, werden höchstwahrscheinlich auch von anderen regelmäßig abgefragt. Storage-Tiers würden hier mehr Vorteile bringen, da alle Desktops davon profitieren und die gesamte Performance verbessert würde.

 

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