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Kroll Ontrack: Top Ten 2015 der Datenverluste

Jedes Jahr veröffentlicht Kroll Ontrack die spektakulärsten Fälle von Datenverlust, mit denen sich das Unternehmen beschäftigen musste.

Wie in jedem Jahr veröffentlich das Unternehmen Kroll Ontrack eine Hitliste der witzigsten oder skurrilsten Datenausfälle. In diesem Jahr schafften es einige bereits „klassisch“ gewordene Gründe für Datenausfall, aber auch ein paar merkwürdige Sonderfälle in die Top Ten. Und es zeigt sich, dass Datenverlust – weltweit – nach wie vor meist durch menschliches Verhalten hervorgerufen wird. In den meisten Fällen konnte Das Unternehmen erfolgreich den Großteil der Daten wiederherstellen.

10. Server mit Hitzewallungen (Deutschland)

Ein kleines deutsches Unternehmen führte – unter anderem auch im Serverraum – Renovierungsarbeiten an seinem Bürogebäude durch. Dabei entdeckte der Administrator eines Freitags, dass die Planen, die den Server abdeckten, den Staub nicht zuverlässig abhielten. Er beschloss, den Server in einen Raum zu verlegen, der sich abseits der Renovierungsarbeiten befand. Doch nach einem sehr warmen und sonnigen Wochenende musste er montags feststellen, dass sich keiner der Mitarbeiter mehr am Server anmelden konnte. Die Ursache: Ein Kollege hatte die Klimaanlage in dem Interims-Serverraum abgeschaltet, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Dies verkraftete der Server natürlich nicht und starb den Hitzetod.

9. Altersschwäche (Polen)

Mancher Anwender hängt an seiner elektronischen Ausstattung und kann sich kaum davon trennen. So auch ein polnischer Computer-Liebhaber, der einen Amiga 600 (Baujahr 1992). Und nach über zwanzig Jahren im Einsatz kam es, wie es kommen musste: Der Rechner versagte aufgrund von Altersschwäche den Dienst. Kroll Ontrack belebte den PC-Oldie wieder, denn für den Kunden war der antike Rechner mehr als nur eine Maschine – er war voller Kindheitserinnerungen.

8. Murphys Gesetz oder „Die Putzfrau“ (Norwegen)

Auch wenn man alles richtig macht, kann manches falsch laufen. Ein Anwender in Norwegen brachte seine defekte Festplatte nach einem Datenverlust zu einem IT-Fachmann. Doch während des Klonens der alten Festplatte auf ein Backup-Laufwerk passiert es: die Putzkraft der Firma ließ die Platte fallen – und diese war danach endgültig kaputt.

7. Platten-Recycling (Polen)

Déjà vu für das polnische Team von Kroll Ontrack: Sie sahen sich erneut einem RAID-Server mit 22 Laufwerken gegenüber, dessen Daten bereits einmal wiederhergestellt wurden und der nun erneut mit Datenverlust in ihrem Labor landete. Grund für den wiederholten Datenverlust: Der Kunde hatte die vermeintlich funktionierenden Laufwerke nach der ersten Wiederherstellung einfach weiter benutzt. So kam eins zum anderen: Kein Backup (schon wieder), der Server brach zusammen (schon wieder) und die Laufwerke wurden an Kroll Ontrack geschickt (schon wieder). Und die Moral von der Geschicht‘: Benutz‘ ein eventuell defektes System nicht.

6. Verdünnte Daten (Polen)

„Ich habe Farbverdünner über meinen Laptop geschüttet. Ich bin schon auf dem Weg zu euch!“ Mit diesen Worten kündigte sich ein Kunde bei Kroll Ontrack Polen an. Dieser hatte beim Versuch, eine besondere Wandfarbe für seine Frau zusammenzumischen, aus Versehen Farbverdünner über seinen Laptop geleert. Das Gerät überlebte zwar nicht, die Daten aber dank seiner schnellen Reaktion glücklicherweise schon.

5. Heißblütiges Temperament (USA)

Manche werfen bei Wutausbrüchen mit Geschirr, eine US-Amerikanerin nahm lieber ihr Notebook. Erwartungsgemäß vertrug dies den Aufprall gegen die Wand und anschließend den Boden nicht wirklich gut. Die Daten ließen sich aber wiederherstellen.

4. Der Rasenmähermann schlägt zu (Großbritannien)

Dass die Briten auf gepflegten Rasen Wert legen, weiß man nicht zuletzt dank dem heiligen Grün in Wimbledon. Doch ein Kunde von Kroll Ontrack UK nahm es mit der Gartenpflege etwas zu genau. Beim Mähen seines Rasens überfuhr er sein Smartphone, das ihm aus der Tasche gefallen war.

3. iPad-Mord im Orient-Express (Großbritannien)

Dass Züge durchaus ein gefährliches Pflaster sein können, wissen wir nicht erst seit Agatha Christy und Hercule Poirot. Doch auch elektronische Geräte leben auf Schienen gefährlich. Ein Brite ließ tatsächlich sein iPad versehentlich aus einem fahrenden Zug fallen – mitten im Nirgendwo. Zwar wurde das Tablet überraschenderweise wiedergefunden, aber es war schwer beschädigt und nicht mehr zu benutzen. Die Touch-Oberfläche war zerstört und reagierte nicht mehr auf Eingaben, Display, Akku und der Lightning-Stecker waren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Aber für eine Datenrettung am schwerwiegendsten: durch einen Elektronikfehler startete das Gerät alle zwei Minuten neu. Das bedeutete, dass die Datenretter jeweils nur ein Fenster von wenigen Sekunden hatten, um Daten wiederherzustellen, was dennoch gelang.

2. iPhone-Beauty-Behandlung (Italien)

Eine Italienerin war am Ende des Tages mit Abschminken beschäftigt. Dabei stieß sie versehentlich ihre Abschminklotion um – die natürlich genau über ihr iPhone floss. Durch die Kombination aus Chemikalien und Flüssigkeit startete das Gerät nicht mehr. Während des Telefonats mit der Kroll-Ontrack Hotline betonte die Beauty-Queen immer wieder, dass die Reinigungslotion von einer sehr bekannten Kosmetikmarke war. Offensichtlich hoffte sie, dass aufgrund dessen weniger Schaden entstanden sei, da es sich ja um eine renommierte Marke handelte. Die Daten ließen sich ungeschönt wiederherstellen.

1. Feuer und Wasser (Großbritannien)

Wenn alle Daten auf einem Laptop liegen, kein Backup existiert und das Gerät erst durch einen Wohnungsbrand zerstört und anschließend von der Sprinkleranlage unter Wasser gesetzt wird, kann man mit Fug und Recht von einem schlechten Tag sprechen. Genau das passierte einem Kunden von Kroll Ontrack in Großbritannien. Doch obwohl das Gerät die Konsistenz eines Steaks hatte – gut durchgebraten und gleichzeitig schön saftig – waren die Daten wiederherstellbar.

 

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