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Storage-Markt: Umsatz wächst in Q3 2015 um nur drei Prozent

Q3 2015 brachte den Storage-Herstellern nur drei Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr und zeigt, dass herkömmliche Hardware kaum noch gefragt ist.

Die aktuellen Marktzahlen von IDC  zum Umsatz im Bereich der Storage-Systeme verheißen nichts Gutes für die herkömmliche Storage-Sparte. Insgesamt konnte der weltweite Umsatz nur um 2,8 Prozent und auf 9,1 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Die aktuellen Zahlen stammen aus dem Worldwide Quarterly Disk Storage Systems Tracker von IDC. Dabei stieg das Volumen der ausgelieferten Storage-Kapazität allerdings um 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein im dritten Quartal 2015 wurden mehr als 33 Exabyte installiert.

Das größte Umsatzwachstum konnte die Gruppe der Original Design Manufacturers (ODMs) verzeichnen. Diese verkaufen ihre Lösungen direkt an so genannte Hyperscale-Rechenzentren. Hier wuchs der Markt um 23,4 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar an.

Server-basiertes Storage konnte um 9,9 Prozent zulegen und kam auf eine Umsatzsumme von 2,1 Milliarden US-Dollar. Das größte Segment blieb nach wie vor das der externen Storage-Systeme, allerdings stehen die erreichten 5,8 Milliarden Dollar für ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(Fast) alle Hersteller verlieren

Das dritte Quartal 2015 zeigt deutlich, dass es für alle großen Storage-Hersteller im klassischen Segment nicht gerade rosig aussieht. Allein HP – neben den ODMs – sticht mit einem Umsatzplus von 16 Prozent aus der Statistik hervor. Dell verliert zwei Prozentpunkte zum Vorjahr und kommt quasi noch mit einem blauen Auge davon. EMC liegt mit acht Prozent Verlust gerade so noch unter der zweistelligen Demarkationslinie. Netapp verliert 12,8 Prozent an Umsatz. Noch stärker gebeutelt ist der eh schon angeschlagene Konzern IBM, der in diesem Segment 32,5 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen muss. Alle anderen Hersteller zusammen genommen wuchsen um 15,2 Prozent und dürften hier den großen vier Marktanteile weggenommen haben.

An der Rangliste der Hersteller für Disk Storage Systems ändert dies allerdings wenig: EMC ist nach wie vor Marktführer und Platzhirsch mit 18,4 Prozent Marktanteilen, gefolgt von HP mit 16,3 Prozent. Dell liegt auf Rang drei (9,9 Prozent) und Netapp mit 7,1 Prozent. Dahinter rangiert IBM mit 6,4 Prozent an Marktanteilen. ODMs kommen auf 13,7 und andere Hersteller auf 28,2 Prozent.

Auch der Markt der External Disk Storage Systems schrumpft

Im Markt der External Disk Storage Systems sieht die Marktentwicklung nicht viel besser aus. Insgesamt verlor der Markt 3,1 Prozentpunkte. Auch hier bleibt EMC Marktführer (29,1%), verliert aber 8 Prozent zum Vorjahr. Zweitplatzierter Netappn (11,3%) muss 12,8 Prozent Verlust hinnehmen. Auch in diesem Markt macht HP Boden gut und gewinnt 5,3 Prozent, was insgesamt 10,4 Prozent des weltweiten Umsatzes und damit Rang drei bedeutet. IBM verliert 9,6 Prozent und ist mit 9,3 Prozent Marktanteilen auf Platz vier. Dahinter folgt HDS mit 11,3 Prozent an Umsatzverlusten und einem Marktanteil von 7,8 Prozent. Alle restlichen Hersteller zusammengefasst kommen auf 32 Prozent Marktanteil und gewinnen 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Schrumpfende Margen und Konkurrenz Flash

Die Marktzahlen verdeutlichen einmal mehr, dass sich herkömmlicher, festplattenbasierter Storage nicht mehr als Bestseller vertreiben lässt. Hier schrumpfen die Margen und neue Festplattengrößen führen zwangsläufig zu weniger Absatz an Systemen. Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz durch Flash-basierte Lösungen. All-Flash-Lösungen generierten im dritten Quartal weltweit 626,2 Millionen US-Dollar an Umsatz, was ein Jahreswachstum von 60,8 Prozent darstellt. Mit Hybrid Flash Arrays wurden 2,4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Die Hersteller traditioneller Speicherlösungen müssen umdenken und sich auf einen neuen Markt einstellen, der Flash-basierte und flexiblere Infrastrukturen bevorzugt. Zwar haben alle der großen Anbieter bereits Flash-Offerten in ihrem Portfolio, aber oftmals können hier jüngere Unternehmen punkten, da diese dynamischer auf ihre Kunden reagieren und einen besseren Preispunkt adressieren.

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