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WD-Studie: Datenerhalt und Datenanalyse bestimmen Kaufentscheidung

Eine weltweit durchgeführte Studie von WD bestätigt, dass IT-Entscheider nicht den Preis, sondern den Nutzen für die Daten kaufentscheidend finden.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

Laut einer aktuellen weltweiten Studie der Western Digital Corporation unter IT-Entscheidungsträgern ist nicht der Preis ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung bei Speicherlösungen, sondern vielmehr die Bedeutung von Datenerhalt und -analyse. Die Zuverlässigkeit spielt also eine größere Rolle als die vom Markt angeheizte Preis-pro-GByte-Schlacht.

Den Grund dafür sieht der Hersteller darin, dass Firmen immer mehr Daten nutzen, um Geschäftswachstum und Rentabilität zu steigern. Die Untersuchung ergab zudem, dass die IT-Budgets steigen, um einen schnelleren Datenzugriff respektive eine schnellere Datenverarbeitung zu ermöglichen. Der Faktor Datenzuverlässigkeit wiegt im Jahr 2016 bei strategischen Überlegungen schwerer als die Kosten. Dies zeigt, dass die Preissensibilität einem Bewusstsein für die Bedeutung des Datenschutzes und der Informationsgewinnung aus Daten gewichen ist.

Zwar gaben 85 Prozent der Befragten an, dass sich Daten positiv auf die Gewinne auswirken, aber nur 45 Prozent speichern wirklich alle die Informationen, die sich langfristig wirtschaftlich positiv auswirken könnten. Dafür wollen 74 Prozent der IT-Entscheider ihren Cold-Storage und ihre Archive ausbauen, während 81 Prozent im Jahr 2016 in die Datenanalyse investieren wollen.

Zudem belegte die Studie, dass die IT-Budgets durchaus steigen, um beispielsweise im Bereich der Cloud-Infrastrukturen weiterhin auszubauen, damit die steigenden Datenmengen bewältigt werden können und flexibel zur Verfügung stehen.

Archivierungslösungen sind gefragt

Die Studie verdeutlicht zudem, dass besonders in der Energie- und Telekommunikationsbranche und im Medien- und Unterhaltungssektor die Datenmengen schnell wachsen. Dafür sind nicht nur die ansteigenden Maschinendaten oder Analyse-Tools verantwortlich, sondern auch eine neue Wertschätzung der Informationen. Dadurch, dass Unternehmen zunehmend den Wert vorhandener Daten erkennen, steigt auch der Bedarf nach nützlichen Archivierungslösungen.

  • Bei fünf vorgegeben Kriterien nannten 39 Prozent der Entscheider (in Frankreich 36 Prozent) Zuverlässigkeit als wichtigsten Faktor bei der Kaufentscheidung an – im Vergleich dazu nannten lediglich 25 Prozent die Anschaffungskosten.
  • 89 Prozent der Teilnehmer sind der Ansicht, dass alle Daten einen Wert haben, sofern ihr Unternehmen in der Lage ist, diese optimal zu speichern und abzurufen. 85 Prozent stimmen zu, dass ihre Firma den Wert von Daten für die Profitabilität versteht.
  • Allerdings besteht dort nach wie vor eine Diskrepanz: 55 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie nicht alle Daten speichern, die für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg erforderlich wären.
  • 62 Prozent der Befragten nannten auch die Fähigkeit, einfach/schnell auf Daten zuzugreifen oder die Fähigkeit, Daten effektiv zu verarbeiten als die größten Hürden der IT, die sie bislang daran hindern, den Wert der Daten voll auszuschöpfen. In den USA (40 Prozent) und Frankreich (37 Prozent) wird am häufigsten der Zugriff genannt, wohingegen in China am häufigsten das Verarbeiten und die Analyse (34 Prozent) als Herausforderungen genannt werden.

IoT, Big Data und Mobilität erfordern RZ-Veränderungen

Eine große Mehrheit der Befragten – 83 Prozent – gab an, dass das Internet der Dinge (IoT), Big Data und die steigende Mobilität Änderungen in den Rechenzentren erforderlich machen. Die Studienteilnehmer machten ebenfalls deutlich, dass der Zugriff auf sogenannte „kalte“ – also selten benötigte – Daten wichtig ist. Ihre Pläne für Infrastrukturinvestitionen zeigen, dass traditionelle Datenarchivierungs-/Cold-Storage-Lösungen nach dem Prinzip „abspeichern und vergessen“, etwa Bandlösungen, nicht länger ausreichen, um dem Wert der Daten gerecht zu werden, da mehr als die Hälfte der Befragten nicht alle Daten speichern, die sie verarbeiten und analysieren müssen. Der Schwachpunkt des schnelleren Zugriffs auf alte Daten hat unter allen Befragten rasant an Bedeutung zugenommen: von 69 Prozent im Jahr 2014 zu 74 Prozent im Jahr 2015. Die Speicherbedürfnisse werden auch von den finanziellen Auswirkungen beeinflusst, die Daten auf die Organisationen haben können. IT-Führungskräfte in China (97 Prozent), den USA (93 Prozent) und Frankreich (89 Prozent) sehen im Hinblick auf die Gewinne das größte Potenzial in den Daten.

Cloud-Lösungen treiben die IT-Ausgaben

Die befragten Entscheidungsträger nannten die Cloud in zweierlei Hinsicht als wichtigen Wachstumsbereich: Einerseits steigen die Budgets, andererseits handelt es sich bei der Cloud um die Innovation, die von den IT-Entscheidern heute mit dem größten Interesse verfolgt wird.

  • Wie im vergangenen Jahr sind die Cloud-Budgets im IT-Bereich mit 61 Prozent der größte Wachstumsbereich.
  • Die IT-Ausgaben werden im Jahr 2016 voraussichtlich im Energiesektor, in der Produktion und in den Finanzmärkten am höchsten sein.
  • Die Produktion und die IT-/Telekommunikationsbranche werden sich den Erwartungen zufolge am stärksten auf Cloud-Maßnahmen konzentrieren, während der Energiesektor, die Produktion und das Finanz- und Gesundheitswesen das größte Budgetwachstum speziell bei Cloud- Speicherung verzeichnen werden.
  • 84 Prozent der Befragten planen öffentliche oder private Cloud-Initiativen, führen solche derzeit durch oder haben sie gerade abgeschlossen. Die meisten Maßnahmen werden in Frankreich (95 Prozent) und China (90 Prozent) umgesetzt.
  • Am Ende des Jahres 2016 werden 35 Prozent der Befragten mehr als die Hälfte ihrer Daten in der Cloud speichern.
  • Die Entscheider geben zu, dass ihr Speicherbedarf wächst (80 Prozent) und dass er mit den Leistungsanforderungen der Anwendungen Schritt halten muss (74 Prozent).

Obwohl die Budgets steigen, reichen sie immer noch nicht aus, um allen Anforderungen gerecht zu werden. 34 Prozent der Befragten nennen das Budget als wichtigste Hürde, die sie daran hindert, das volle Potenzial ihres Rechenzentrums auszuschöpfen. Die Einschränkungen beim Budget sind in Japan (54 Prozent) und im Vereinigten Königreich (42 Prozent) am deutlichsten.

Dies ist die zweite der von Western Digital Corporation jährlich durchgeführten Datenstudien. Die Studie wurde zwischen dem 7. und dem 27.Oktober 2015 über das Online-Panel von SSI für technologiebezogene Entscheidungsträger durchgeführt. Die Befragten wurden nach ihren Entscheidungsbefugnissen, dem Land und der Branche gefiltert. An der Studie nahmen insgesamt 700 führende technologiebezogene Entscheidungsträger aus den folgenden Ländern teil: den USA, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, China, Japan und Korea. Folgende Branchen wurden untersucht: Energie, Finanzmärkte, Gesundheitswesen, IT/Telekommunikation, Produktion, Medien und Unterhaltung.

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