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VMware präsentiert VSAN 6.2 mit Funktionen für die Datenreduktion

VSAN 6.2 unterstützt hyperkonvergente Infrastrukturen und offeriert Datenreduktionsfunktionen, diese allerdings mit Einschränkungen.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

VMware stellt die neueste Version seiner Virtual SAN-Software vor, die Ende März erhältlich sein soll: VSAN 6.2. Zu den Neuerungen gehören unter anderem Inline-Deduplizierung und Komprimierung sowie Erasure Coding, Quality of Service, automatische Konfiguraton, SAP-Support und erweiterte Integration. Die Software soll vor allem auch hyperkonvergente Umgebungen unterstützen. Damit will VMware dem Druck von Konkurrenten wie SimpliVity oder Nutanix entgegenwirken.

Die wohl wichtigsten neuen Funktionen sind die zur Datenreduktion, die allerdings nur bei All-Flash-Nodes und auf Cluster-Ebene greifen. Die Deduplizierung arbeitet mit festen 4k-Blöcken. Laut Anbieter lässt sich ein Reduktionsfaktor von sieben erreichen, wobei die CPU und Memory nur minimal belastet werden. Der Fokus auf Flash-Lösungen begründet der Hersteller damit, dass dies die Technologie moderner und künftiger Rechenzentren sei, auf die man den Fokus legt.

Die Erasure-Coding-Funktion (EC) kann bei RAID-5- und RAID-6-Konfigurationen in All-Flash-Nodes genutzt werden. Für EC bei RAID 5 benötigt der Anwender mindestens vier Hosts um einen Drive-Ausfall abzusichern. Angaben des Herstellers zufolge kommen durch die neue Software nur 1,3x an Overhead zusammen und nicht wie bei anderen Lösungen üblich 2x. Bei RAID 6 werden sechs Hosts benötigt, um damit den Verlust von zwei Drives abzufangen. Auch hier soll der Overhead geringer als bei üblichen RAID-6-Konfigurationen sein: 1,5x statt 3x.

Die Quality-of-Service-Funktion dient der Überwachung der IOPS, die einzelne VMs erzeugen. Hierbei lässt sich eine Obergrenze für die IOPS von VMs setzen. Zudem können mit dieser Funktion „noisy neighbours“ verhindert werden. Darüber hinaus kann der Administrator Performance-SLAs einrichten, die unabhängig von der Zuteilungsreihenfolge für die VMs ist.

Zur einfacheren Implementierung der Lösung gerade an externen Standorten (ROBO) verfügt VSAN 6.2 über simplere und automatisierte Prozesse für die Netzwerkkonfiguration, Hardware-Compliance-Prüfungen und für das fortlaufende Lebenszyklusmanagement. Darüber hinaus unterstützt VSAN 6.2 SAP und lässt sich mit VMware Horizon integrieren. Ebenso neu ist der Support für IPv6.

Mehr Optionen für die Partner

Ready-Nodes-Partner erhalten nun die Option vSphere-Hypervisor und VSAN mit zertifizierten Treibern und Firmware auszustatten. Zuvor enthielten die Packages weder VSAN noch Lizenzen dafür. Partner des OEM-Programms können Kunden nun eine installierte Lösung oder Lizenz-Pakete bieten. Kunden können aber auch bestehende Lizenzen mit der Lösung nutzen.

Damit erweitert der Hersteller auch sein EVO:RAIL-Programm, bei dem Partner VSAN und andere Software auf einem eigenen Hardware-Stack offerieren. Durch die neue Version von VSAN, die dann auch EVO:RAIL zur Verfügung stehen soll, erhofft sich VMware offenbar eine Wiederbelebung des doch eher schleppenden Geschäfts. Eine neue hyperkonvergente Bundle-Lösung von EMC/VCE und VMware soll hier in Kürze ebenso mehr Schwung in dieses Segment bringen.

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