tonda55 - Fotolia

CephFS für Produktivumgebungen: SUSE Enterprise Storage 4 kommt im Dezember

SUSE Enterprise Storage 4 bringt CephFS-Unterstützung für Produktivumgebungen und ARM-Support. Die Veröffentlichung wurde für Dezember angekündigt.

Auf der SUSEcon 2016 in Washington wurde die neue Version 4 von SUSE Enterprise Storage vorgestellt. Wie schon der Vorgänger basiert auch SUSE Enterprise Storage 4 auf dem aktuellen Jewel-Release von Ceph. Im Gegensatz zu SUSE Enterprise Storage 3 bringt der Versionssprung jetzt aber die Möglichkeit, das bisher nur als Betaversion unterstützte verteilte Dateisystem CephFS auch mit vollem Support in Produktivumgebungen zu nutzen.

Ceph und SUSE Enterprise Storage 4 bieten laut SUSE eine einheitliche Storage-Plattform sowohl für Block-, File- und Object-Speicher, die sich innerhalb des gleichen Clusters betreiben lassen, was letztlich zu geringeren Capex- und Opex-Kosten führen soll. Dabei richtet sich Ceph-basierter Storage durch die geringe Perfomance, so SUSE, generell eher an Tier-2- oder Tier-3-Storage.

Vor allem als File-Storage kommt Ceph demnach schnell an seine Grenzen, wodurch sich SUSE Enterprise Storage 4 in diesem Bereich vor allem an große, dafür aber wenige Daten mit wenigen Lese- und Schreiboperationen richtet. Als konkrete Beispiele nennt SUSE hierbei etwa die Videoüberwachung, Medien-Streaming, bildgebende Verfahren in der Medizin der auch einfach VM-Storage oder Backup-Dateien.

Neben dem produktiven Ceph-Support unterstützt SUSE Enterprise Storage 4 jetzt auch 64-Bit-ARM-Architekturen, was Unternehmen eine größere Hardwareauswahl ermöglichen soll und letztlich natürlich ebenfalls zu geringeren Kosten führen soll. Zudem sollen Datensicherheit wie auch Disaster Recovery bei der Replikation von Block-Storage über weite Entfernungen hinweg beziehungsweise bei der Multisite-Replikation von Object-Storage verbessert worden sein.

SUSE Enterprise Storage 4 unterstützt außerdem die Cluster-Orchestrierung über das Automatisierungs-Tool Salt, was letztlich das Storage-Management vereinfachen soll. Möglich ist dies zunächst aber lediglich für CephFS-Nodes. Zudem wurden neue Technical Previews integriert, beispielsweise der NFS-Zugriff auf Amazon S3 Buckets oder die Unterstützung für die pNFS-Implementierung (parallel NFS) NFS Ganesha, mit der Compute-Clients direkt und parallel auf Storage-Geräte zugreifen können, was die Performance-Engpässe aktueller NFS-Server eliminieren soll.

Auf der SUSEcon 2016 wurde zudem eine der wichtigsten Neuerungen im Storage-Portfolio von SUSE der letzten Jahre bekanntgegeben: Die Übernahme von openATTIC, mit der SUSE das Storage-Framework OpenAttic noch enger in die eigene Storage-Plattform integrieren will.

SUSE Enterprise Storage 4 soll noch im Dezember 2016 allgemein verfügbar sein.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Storage-Anbieter

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close