darren whittingham - Fotolia

Die Anbieter von Hyperkonvergenz und traditioneller Storage schmieden Bündnisse

Die Anbieter von hyperkonvergenten Systemen und traditioneller Storage kooperieren. Das ist aber oft nicht einfach und stößt auf Hindernisse.

Die Anbieter von hyperkonvergenten Systemen haben 2016 die Zahl der zertifizierten Server stark erhöht. Zuletzt haben im Dezember Simplivity und Huawei ein Bündnis vereinbart. Die Omnistack-Technologie von Simplivity ist jetzt für die Huawei Fusion Server verfügbar.

Huawei wird Reseller von Simplivity und die gemeinsamen Systeme hauptsächlich außerhalb des US-Marktes vertreiben. Darüber hinaus kündigt Huawei ein All-Flash-System an. Weitere Produkte sollen im ersten Halbjahr 2017 folgen. Außerdem unterstützen neben Huawei auch Cisco, Dell EMC und Lenovo die hyperkonvergenten Systeme von Simplivity.

Die Anziehungskraft der hyperkonvergenten Systeme liegt in der einfachen Konfiguration. Sie können ähnlich wie Lego-Bauklötze zusammengesetzt werden. Zudem sind sie preiswert.

Aber viele IT-Entscheider legen mehr Wert darauf, dass ihre IT in eine globale Strategie eingefügt werden kann. Viele Unternehmen wollen Standardisierung und nur noch mit wenigen Herstellern zusammenarbeiten. Die Tatsache, dass die Anbieter von hyperkonvergenten Systemen mit den großen Serverherstellern zusammengehen, erleichtert die Akzeptanz für die neue Technologie.

Eric Slack, Analyst der Evaluator Group, erklärt: „Für die Kunden ist die Implementierung der Systeme kein großer Aufwand.“ So kann auf der vorhandenen IT-Infrastruktur Hyperkonvergenz ohne weitreichende Veränderung eingeführt werden. Dies war auch das Erfolgsgeheimnis von VMware. Viele Kunden wenden sich dann für den Support an die Serverhersteller.

Auch andere Hyperkonvergenz-Anbieter schmieden Allianzen. So hat Nutanix sein Bündnis mit Dell EMC verlängert und im November 2015 eine Vereinbarung mit Lenovo unterschrieben. Lenovo und Nutanix bringen hyperkonvergente Appliances auf den Markt, die sowohl direkt als auch über den Lenovo Channel verkauft werden sollen.  Auch das Open Compute Project von Hyve Solutions wurde von Nutanix zertifiziert.

Weniger Glück hatte Nutanix mit Cisco. Als Nutanix einseitig die Zertifizierung seiner Systeme für den Cisco UCS Server ankündigte, reagierte Cisco mit dem Rauswurf aus der Partnerliste. Cisco verfügt mit Hyperflex über ein eigenes hyperkonvergentes System. Aber das hindert den Netzwerkriesen nicht daran, mit Hyperkonvergenz-Anbietern wie Simplivity, StorMagic oder Pivot3 zu kooperieren.

Dheeraj Pandey, CEO Nutanix, sieht Partnerschaften nicht als Selbstzweck, wie er zuletzt bei der Vorstellung der Quartalszahlen im November ausführte. „Das Kundeninteresse diktiert Allianzen.“ Er verweist auf unterschiedliche Erfahrungen aus den Kooperationen mit Dell und Lenovo. Dell lobt er über den grünen Klee, während er die Zusammenarbeit mit Lenovo als „bittersüß“ bezeichnet. Dell hat eine stark zentralisierte Struktur, was die Kooperation einfach macht. Lenovo agiert dagegen eher regional: „Lenovo ist für uns ein hartes Stück Arbeit, so wie es bei Dell früher war.“ Die starke Partnerschaft mit Dell soll jetzt auf die EMC Reseller ausgedehnt werden. Pandey sieht hier sehr positive Ansätze, aber auch harte Arbeit und potentielle Friktion. „Wenn wir das alles einschließlich Cisco UCS geschafft haben, können wir über weitere OEM-Partnerschaften nachdenken.“ Zum Verhältnis zu Cisco sagte er: „Ich hoffe, dass die Kunden von Cisco UCS Druck auf die beiden Hersteller ausüben werden, um sie zur Kooperation und zum guten Benehmen zu zwingen.“   

Simplivity geht lieber den offiziellen Weg und setzt auf formelle Kooperationsabkommen, bevor die Zertifizierung ansteht.

In diesem Game of Thrones verschließt sich ein großer Anbieter der Kooperation mit den Hyperkonvergenz-Anbietern. Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat weder Nutanix noch Simplivity zertifiziert. HPE setzt auf die hauseigene Hyperkonvergenz-Technologie und will gemeinsam mit VMware Appliances vorstellen. Im ersten Halbjahr 2017 sollen zudem Appliances für den Microsoft Azure Stack erscheinen.

Simplivity CEO Doron Kempel ist aber zuversichtlich, dass er durch den mangelnden Support seitens HPE keine Kunden verlieren wird. 

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

 

Nächste Schritte

Das Ende externer Speicher und der Trend zur Hyperkonvergenz.

Das sind die Hauptakteure im Hyperkonvergenz-Markt.

Der Hyperkonvergenz-Markt: Hier sind die Herausforderer.

Auf Konvergenz und Hyperkonvergenz folgt Disaggregation.

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Storage-Anbieter

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close