Fujitsu

Fujitsu führt All-Flash-Arrays ein und sieht trübe Zukunft für Festplatten

Auf den Fujitsu Storage Days hat der Hersteller seine All-Flash-Arrays Eternus AF 250 und 650 präsentiert. Festplatten-Systeme werden obsolet.

Fujitsu hat auf den Storage Days am 7. Februar 2017 in München seine neuen All-Flash-Arrays Eternus AF 250 und 650 in den Mittelpunkt gestellt.

Stefan Roth, Head of Infrastructure Solutions and Systems SC Storage Fujitsu Central Europe, sagt: „Flash ist neuer Standard. Die Performance von Flash ist wichtig, denn Hard Disk Drives (HDD) haben ihre Geschwindigkeit in den letzten Jahren nicht gesteigert, nur in der Kapazität zugelegt. In der neuen Flash-Generation sollen alte Anwendungen auf All-Flash portiert werden, und dies bezahlbar. Die SAS-Platten werden verschwinden, Nearline-SAS wird es noch länger geben.“

Christian Schulte, Head of Category Management Datacenter – CE Region bei Fujitsu, berichtet: „Es ist Zeit, Festplatten in Rente zu schicken und das wird auch in fünf bis sechs Jahren passieren. Schnelle 15 k Hard Disk Drives (HDD) werden als erste in Rente gehen, langsamere 7,2 Nearline-HDDs werden länger überleben. NAND gibt es auch schon seit 30 Jahren. Heute sind Solid State Disks (SSDs) auf dem Stand der Technik und bei den Enterprise-Produkten kann zehnmal die komplette Kapazität von SSDs täglich überschrieben werden. Fujitsu ist konservativer bei dieser Berechnung als die Wettbewerber.“

Eternus AF hat eine Warnvorrichtung, wenn zu viele Schreibvorgänge durchgeführt werden, aber das ist in der Praxis unwahrscheinlich. Im Rahmen des Servicevertrages werden SSDs ausgetauscht. Laut Schulte ist das eine Kulanz von Fujitsu und anders als bei den Wettbewerbern. Die neuen Mitglieder der Familie haben das gleiche Management wie die DX-Systeme und gleiche Softwarefunktionen mit 100 Prozent Data Insurance. Ein AF-Array kann ohne Mehraufwand in ein Eternus Storage Cluster eingefügt werden.

„Wir bieten echten transparenten Failover und eine einzigartige Spiegelung von Flash zu Disk. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Business Continuity mit generationsübergreifender Spiegelung. Wir können darüber Storage Cluster aufbauen. Zudem bieten wir echte Inline-Deduplizierung und Kompression vor dem Schreiben. Das ist allerdings ein sehr rechenintensiver Prozess und wirkt sich auf die Latenz aus. Bei latenzarmen Workloads ist Deduplizierung nicht sinnvoll und für jede LUN kann dies ein- und ausgeschaltet werden, ohne zusätzliche Lizenzkosten.“

Die AF 250 bietet 184 bis 368 TB, 300.000 I/Os (SPC-1), 24 SSDs in zwei bis vier Höheneinheiten. Ein Sechskern-Prozessor ist mit 2,0 Ghz getaktet. „Wir sind ehrlich und beziehen gespiegelten Cache in die I/Os ein“, so Schulte. Eine automatisierte QoS mit garantierten SLAs hält Noisy Neighbors unter Kontrolle und bietet garantierte Antwortzeiten. „Die AF 250 kostet das gleiche wie die 22U Rackspace DX und leistet das gleiche.“

Die AF 650 ist der große Bruder der AF 250 und bietet einen Zehnkern-Prozessor mit 3,0 Ghz. Der maximale Systemspeicher beträgt 256 GB. Bis zu 96 SSDs können eingebaut werden.   

Auf der Roadmap steht laut Schulte eine Online-Datenmigration als neues Feature sowie ein Storage Cluster für iSCSI, für das es aber nicht viele Anwendungsfälle in Deutschland gibt. Auch selektive Kompression-only kommt und erlaubt es, auf LUN Ebene komprimieren.

Tape Renaissance durch Ransomware

Während Fujitsu die Zukunft der Festplatten in düsteren Farben malt, bleiben Bandlaufwerke wichtig: Norbert Postler, bei Fujitsu für Data Protection zuständig, erklärt: „Die Daten auf Tape bleiben günstig. Ein Problem ist aber Kostenkontrolle bei Data Protection, hier ist eine Effizienzsteigerung nötig. Eine Vereinfachung kann durch Appliances erfolgen.“

Fujitsu bietet die Bandlaufwerke Eternus LT 20 bis 260 und setzt aktuell auf den LTO-7 Standard. 2018 wird wahrscheinlich LTO-8 eingeführt, wobei mit dem neuen Standard Tape auch über größere Distanzen mit synchroner Spiegelung eingesetzt werden kann.

Die Eternus CS 800 ist laut Postler ideal für Deduplizierung und auch als VM erhältlich. Das CS 800 Set-up kann in einer halben Stunde erfolgen. Eine Integration für Veritas und andere Backup-Software ist vorhanden. Demnächst kommt eine NetBackup Appliance auf den Markt, die gehärtet ist. Die neue CS 200c ist gemeinsam mit Commvault v 11 mit flexiblen Lizenzen erhältlich.  

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