Oracle

Oracle will mit Bare Metal Cloud zusammen mit Partnern den Wettbewerb überholen

Oracle hat auf seinem Partner Day in Frankfurt seine Cloud-Strategie präsentiert. Technisch bilden Bare Metal und Engineered Systems die Basis.

Auf dem FY 17 A&C Partner Day Germany 2017 am 31. Januar 2017 in Frankfurt hat Oracle seine Channel-Strategie für dieses Jahr vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Cloud. Oracle fordert Amazon heraus und setzt dabei auf günstigere Preise und bessere Technik.

David Callaghan, Senior Vice President of Alliances and Channels for Oracle Europe, Middle East and Africa (EMEA), betonte: „Es gibt eine Chance für hohes Wachstum. Aber es gibt auch eine Herausforderung. Man muss schwer arbeiten, keine Lücke lassen und das Angebot ausbauen.“ Die Chance sei die Cloud.

Die Cloud sei eine Antwort, aber man müsse die Fragen verstehen und die lautet digitale Transformation. Die CIOs werden zu Chief Transformation Officers. Die Technologie schiebt den Wandel und es geht um die Gestaltung der Zukunft.

Es gibt verschiedene Arten und Säulen der Cloud und es geht um Workloads. Die Cloud ist ein Vehikel für Innovation. Kommerzielle Modelle können spannend sein, aber auch gefährlich, weil verführerisch. „Früher waren Dinge nicht verbunden und auch in der Cloud kann es Inseln der Innovation geben. Man muss daran arbeiten, sie zu verbinden, egal ob Service, Plattform und Infrastruktur“, fordert Callaghan. Es gehe um einen Plan mit Personen, Plattform und Prozesse für die Transformation. „Wir haben die Plattform, aber Personen mit den nötigen Kenntnissen sind nötig und auch die Prozesse müssen gezeigt werden. Die Partner müssen hier einspringen und die Cloud gestalten und Mehrwert bringen.“ Die Cloud Partner verdienen laut Callaghan mehr und wachsen schneller.

In technischer Hinsicht ist die Oracle Cloud Machine als Platform as a Service eine wichtige Komponente dieser Strategie. Die Oracle Cloud Machine erlaubt es, die Oracle Public Cloud in das Rechenzentrum des Kunden zu bringen und ist eine dedizierte On-Premise-Lösung. „Es ist ein einzigartiges Potential, das die Cloud Machine bringt. Einer der wichtigsten Bestandteile der Cloud bleibt On-Premise. Wir sind besser als die anderen“, ist sich Callaghan sicher. Die Cloud Machine gibt es physisch, virtualisiert und auf Bare Metal.

Oracle ist in seiner Cloud-Strategie zunächst das Thema Infrastruktur as a Service (IaaS) angegangen. Die Kerntechnologie waren dabei Datenbank und Compute. Angebote für Platform as a Service (PaaS) gibt es erst seit einiger Zeit. Die Bare Metal Cloud Services wurden erst vor wenigen Wochen im Januar 2017 eingeführt.

Dass andere Anbieter einen zeitlichen Vorsprung haben, gesteht Callaghan zu, sieht das aber auch als Vorteil: „AWS war zuerst da und macht es seit zehn Jahren. Wir folgen aber auf der Überholspur mit Next-Generation-Infrastruktur. Wir haben Leute von AWS, Microsoft und Google eingestellt und die können nun eine Cloud nach ihren Vorstellungen aufbauen. Wir sind uns unserer installierten Basis sicher. Wir werden den Preiswettbewerb mitmachen. Unsere Partner werden kommerzielle Innovation bringen und Sachen ermöglichen, die AWS nicht kann. Wir wollen mit Performance, Sicherheit, Skalierbarkeit und Elastizität punkten. Außerdem helfen wir gegen Noisy Neighbors, das sind Applikationen mit extrem hohem Ressourcenbedarf, die die Performance aller anderen Anwendungen auf demselben System beeinträchtigen.“ 

Oracle bietet Private Cloud, Hybrid Cloud und Public Cloud mit den Konzepten Cloud at Customer und Cloud at Partner. Die technologische Basis bilden Cloud Machine und Exadata sowie Engineered Systems. Eine Private Cloud für mehr Sicherheit ist laut Callaghan ein guter Weg in die Cloud.

Für die Partner gibt es eine große Chance für die Datenmigration weg von anderen Cloud-Anbietern hin zu Oracle: „Wir selbst haben Migrationslösungen für AWS und Azure für Core Oracle Produkte, aber AWS hat auch proprietäre Datenbanken. Das kann ein Partner lösen“, erklärt Callaghan. „Wir verbessern die Spezialisierungen für die Partner. Die Lebenszyklen bewegen sich so schnell, dass kein Verkäufer mehr alles verstehen kann. Wir bieten mehr Inhalte für das Oracle Partner Network (OPN), das neue PACT Tool sowie ein Portal für Partner Enablement. Wir bieten nicht nur Kurse, sondern auch Kooperationen mit Oracle Consulting an.“

Die Partner können bestehende Altanwendungen in die Cloud bewegen (wrapping legacy in cloud) und damit die Infrastruktur des Kunden entscheidend verjüngen, was beispielsweise bereits mit einer ERP-Lösung von J.D.Edwards umgesetzt wurde.

Eine besonders profilierte Rolle können Managed Service Provider (MSP) spielen. Ein MSP Programm für die Cloud gibt es seit Oktober 2016, einige deutsche Partner wirken bereits mit. Auch die Distributoren sind laut Callaghan sehr innovativ und können Aggregatoren sein. „Sie werden sich weiter entwickeln zur Cloud Chance. Sie sind gewillt, in Fähigkeiten zu investieren, sie machen Proof of Concepts (POCs) oder eher Proof of Reality (POR). Wir machen eine Menge an POR, aber noch nicht strukturiert.“

Es gibt noch Zögern bei der Reise in die Cloud, laut Callaghan wird sich dies hoffentlich ändern. „Die Partner und Kunden müssen Vertrauen haben, das ist sehr wichtig.  Es gibt keine Entweder oder, sondern es ist eine hybride Welt. Die Kenntnisse von On-Premise sind eine Vorteil. Sie müssen bewahrt werden, aber auch die Cloud aufgebaut werden. Allianzen unter Partnern werden notwendig und echte Netzwerke, um ein größere kritische Masse für die Skalierbarkeit zu schaffen.“

Frank Obermeier, deutscher Geschäftsführer mit dem Titel Country Leader Oracle und Head of Technology Sales, sieht erhebliches Momentum für die Cloud in Deutschland. „Wir setzen auf die Zusammenarbeit aller Geschäftsbereiche. Alle werden es pushen. Es geht um Leute und operative Exzellenz. Wir streben danach, sind aber noch nicht perfekt. Wir erwarten von den Partnern: Beweg Dich und Beweg uns.“ 

Es gehe um Cloud First, nicht Cloud Only. Die Kollaboration mit den Partnern steht im Mittelpunkt: „Wir teilen unsere Methoden, auch mit den Kunden. Es gibt Chancen zum Cross-Sell und Up-Sell“, so Obermeier.

Jean-Marc Gottero, Vice President EMEA Cloud Alliances & Channels, Oracle, stellte die Cloud First Strategie im Detail vor. Oracle hat 2.500 Cloud-Abschlüsse in 2016 über Partner in der Region EMEA getätigt. Über die Hälfte des Cloud-Geschäftes läuft über Partner. Mehr als 5.000 Cloud-Implementierungs-Spezialisten haben ihre Ausbildung absolviert. Oracle hat weltweit in den vergangenen drei Quartalen jeweils Zuwachsraten im hohen zweistelligen Bereich mit dem Cloud-Geschäft erzielt. Über 3.000 Anwendungen für die Oracle Cloud sind bereits über den Oracle Cloud Marketplace erhältlich.

Gottero sieht noch drei Herausforderungen: Sicherheit, Mangel an Expertise und Leistung. Dabei wird der Mangel an Expertise zunehmend wichtiger als die Sicherheit und vor allem Cloud-Architekten sind gefragt: „Das müssen unsere Partner schaffen, wir können nicht so stark skalieren.“

Die Oracle Cloud ist laut Gottero der beste Wagen im Rennen. „Wir sind der Beste bei Software as a Service (SaaS). Die Oracle Cloud Plattform erweitert SaaS in die Public Cloud. Es gibt fantastische Chancen für Partner zur Integration. Alle neuen Technologien können Kunden zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen. Modernisieren Sie die Infrastruktur in der Cloud  und treiben Sie schnell die Innovation und schaffen sie eine integrierte Plattform. Die Partner müssen die Reise des Kunden begleiten“.

Im OPN Cloud Program stellt Oracle Ressourcen zur Verfügung und Erfahrung. Packages wurden gemeinsam mit Oracle Consulting entworfen, um dabei zu helfen, Cloud-Lösungen zu bauen.

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