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Neue SD-Kartenklasse A2 verdoppelt IOPS für Anwendungen

Die SD Association hat den Standard A2 für SD-Karten verabschiedet, der mehr IOPS ermöglicht. Mit LVS werden Low-Voltage-SD-Karten (LV) unterstützt.

Die SD Association (SDA) hatte im November 2016 mit der Leistungsklasse A1 die erste SD-Karten-Spezifikation für Apps vorgestellt. Im Vorfeld des Mobile World Congress 2017 (MWC) stellte die Vereinigung dann noch die Leistungsklasse UHS-III vor, die SD-Karten mit bis zu 624 MByte/s definiert.

Die nun auf dem MWC angekündigte Spezifikation A2 erhöht die Random Read IOPS auf 4000 und die Write IOPS auf 2000.

Die garantierte Lese-Schreibgeschwindigkeit der SD-Karten beträgt wie bei UHS-I und A1 10 Mbyte/s.

Die höheren Leistungswerte von A2 werden durch Command Queuing (Befehlswarteschlange), Cache und Self-Maintenance (Selbstwartung) sowie neue Protokollfunktionen erreicht.

Tabelle

Die Befehlswarteschlange steigert hauptsächlich die Random-Read-Leistung und ermöglicht, dass mehrere Befehle gleichzeitig in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden können. Neue Aufgaben lassen sich außerdem während der Datenübertragung zuweisen. Die Cache-Funktion führen hauptsächlich zu einer höheren Random-Write-Leistung. Die Selbstwartung verbessert die Performance beim Speicherzugriff und erlaubt die Datenverwaltung im Hintergrund.

Die SD-Karten der Application Performance Class 2 sind mit einem A2 auf der Karte gekennzeichnet.
Abbildung 1: Die SD-Karten der Application Performance Class 2 sind mit einem A2 auf der Karte gekennzeichnet.

Low Voltage Signaling (LVS)

Die neue SD-Kartenklasse A2 ermöglicht den Herstellern nun auch Geräte, die mit Low Voltage Signaling (LVS) und 1,8 Volt arbeiten. Die SD Association will damit den neuen Chip-Designs für höhere Leistung bei niedrigerem Stromverbrauch Rechnung tragen. Auch LVS-SD-Speicherkarten sind laut SDA abwärtskompatibel mit älteren Host-Produkten.

Nutzer von LVS-Geräten müssen eine entsprechende SD-Speicherkarte mit einem LV-Symbol für ihr LV-markiertes Gerät verwenden. Andersherum kann eine LVS-Karte im Standardmodus von jedem Host-Gerät mit 3,3 V-Signalgebung genutzt werden, einschließlich solcher Geräte, die kein LV-Symbol tragen.

 Die LVS-SD-Karten sind mit einem LV auf der Karte gekennzeichnet.
Abbildung 2: Die LVS-SD-Karten sind mit einem LV auf der Karte gekennzeichnet.

Ein LVS-Hostgerät kann nur mit den neuen LVS-Karten arbeiten, sowie mit UHSII-Karten, falls auf dem Hostgerät ein UHS-II-Modus verfügbar ist.

„Der neue SD-Standard ist perfekt geeignet für Nutzer mit begrenztem Speicher auf Ihrem Gerät und erlaubt ihnen, Apps direkt von einer microSD-Speicherkarte aus auszuführen. SD-Karten befinden sich bereits in Milliarden von Geräten rund um die Welt und diese neueste Initiative wird dazu beitragen, dass SD weiterhin die bevorzugte Wahl für Speicherkarten bleibt“, kommentiert Stuart Robinson, Director bei Strategy Analytics, die neue SD-Speicherkartenklasse.

Die SD Association ist eine weltweite Vereinigung, der fast 900 Technologieunternehmen angehören. Ihr Ziel ist es, kompatible SD-Standards einzuführen.

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