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Intel stellt Optane mit 3D Xpoint vor: Optane DC P4800X beschleunigt Storage

Die 3D-Xpoint-Technologie ist jetzt marktreif und verfügbar. Die Speicherkarte Intel Optane DC P4800X beschleunigt Storage und übertrifft Flash.

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Intel hat offiziell bestätigt, dass die unter dem Markennamen Optane vermarkteten Speicherkarten mit der 3D Xpoint Technologie jetzt lieferbar sind. Vorgestellt wurden eine PCIe Karte für Server und ein M2 Modul für PCs und Notebooks.

Die Intel PCIe Optane DC P4800X ist ein SSD NVMe Laufwerk mit einer Kapazität von 375 GB. Laut Intel stellt es mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf und reduziert Latenz deutlich. Die Haltbarkeit ist hoch mit mehr als 30 möglichen Komplettüberschreibungen pro Tag. Das Laufwerk ist ab sofort in begrenzten Stückzahlen verfügbar (Early Ship Program). In der zweiten Jahreshälfte sollen Modelle mit anderen Kapazitäten und Formfaktoren auf den Markt kommen.

Intel sieht Cache und schnelle Storage als Einsatzszenarien für die PCIe Optane DC P4800X, aber auch die Beschleunigung des Server-Speichers. Letzteres kann man auf drei verschiedene Arten erreichen.

Die erste Methode besteht darin, dass das Betriebssystem die Optane-Karte erkennt und dann für Paging-Mechanismen nutzt. Die zweite Methode erfordert die direkte Unterstützung der Anwendungen, etwa einer Datenbank, für die Optane-Karte. Die dritte Methode nutzt die Intel Memory Drive Technologie, die die Firmware des Servers modifiziert und auf die Optane-Karte vorbereitet.

Im letzteren Fall bilden der DRAM-Speicher und der der Optane-Karte einen gemeinsamen Speicher-Pool, der die Quality of Service (QoS) sicherstellt. Eine solche Speichererweiterung mit Optane-Karten wird wohl erst mit DIMM-Modulen sinnvoll, die um die Jahreswende 2017/18 auf den Markt kommen werden.

Laut Intel ist die Geschwindigkeit der PCIe Optane DC P4800X fünf- bis achtmal höher als die der SSD PCIe DC P3700, wie sich in Praxistests erwiesen hat. Laut Herstellerschätzung kann die PCIe Optane DC P4800X etwa 500.000 IOPs und 2 GB/s bei einer Queue Depth von 11 erreichen. Das ist besser als bei einem SSD Flash-Laufwerk, liegt aber weit unterhalb der ursprünglichen Versprechungen von Intel (tausendmal schneller als Flash).

Manche Analysten machen dafür die PCIe-Technologie verantwortlich. „PCIe ist schnell, aber nicht schnell genug für 3D Xpoint. PCIe ist ein Handicap für 3D Xpoint,“ meint Tim Stammers, Analyst für Storage bei 451 Research. Stammers erwartet, dass erst dann 3D Xpoint sein volles Potential ausschöpfen kann, wenn NVDIMM Module verfügbar sind.

Jim Handy, General Director und Semiconductor Analyst bei Objective Analysis, hält die ursprünglich versprochene tausendfache NAND-Geschwindigkeit durchaus für möglich, aber erst, wenn DIMMs auf der Basis von 3D Xpoint verfügbar sind. Er warnt aber davor, dass Intel noch große Hürden bei Produktion und Skalierung überwinden müsse. Mindestens noch zwei Jahre würden vergehen, bevor Intel bei Optane kostendeckend arbeiten könne.

Der Preis der PCIe Optane DC P4800X soll etwa bei 1.520 Dollar liegen für das Modell mit 375 GB, also etwas mehr als vier Dollar pro GB. Zum Vergleich kostet das Modell PCIe NVMe Flash P3700 etwa 879 Dollar oder etwa 2,2 Dollar pro GB. Eine Optane-Karte mit 750 GB soll im zweiten Halbjahr erscheinen, der Preis ist noch nicht bekannt.

PC-Version angekündigt

Ebenfalls bereits angekündigt sind Intel Optane Memory Module (16GB und 32GB) für Desktops. Sie sollen ab 24. April verfügbar sein. Damit soll Microsoft Outlook bis zu sechsmal schneller starten, Chrome Browser fünfmal schneller, und Games bis zu 67 Prozent schneller. Der Neustart eines Computers soll doppelt so schnell sein. Bereits 130 Intel Optane Memory ready Motherboards sind von Herstellern wie Asus, Gigabyte, MSI und ASRock erhältlich.

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