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Argumente zur Verteidigung von Tape-Speichersystemen fallen ins Gewicht

Es gibt gute Argumente für Tape-Speichersysteme. Sie können deutliche Verbesserungen aufweisen, vor allem bei Kapazität, Datenzugriff und Security.

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Tape-Backup

Tape genießt wenig Respekt unter IT-Adminstratoren. Geredet wird immer nur über Flash und Cloud. Bandlaufwerke gelten als langweilig und veraltet.

Aber Tape hat immer noch seine entschiedenen Verteidiger, die darauf verweisen, dass dieses Medium eine solide Technologie bleibt und weiter verbessert wird.

Fred Moore, President von Horison Information Strategies, sprach auf dem Fujifilm Global IT Executive Summit in Bosten im September 2016 darüber, dass es heute eine Herausforderung darstellt, die Vorteile von Tape-Speichersystemen glaubwürdig zu kommunizieren.

„Dabei haben sich die Bedingungen wirklich geändert“, sagte Moore, da Tape-Speichersysteme in den letzten zehn Jahren deutliche Fortschritte gemacht hätten: „Das ist die gute Nachricht.“ Weniger gut sei es, fügte er hinzu, dass sich das noch nicht herumgesprochen hätte.

Gegenwärtig herrsche eine Tendenz vor, taktische kleine Schritte gegenüber strategischer Planung vorzuziehen und Cloud als ein Allheilmittel für Storage-Probleme anzusehen, ergänzte Jon Toigo, Geschäftsführer von Toigo Partners International sowie Gründer und Chairman des Data Management Institute. Diese Denkweise lasse Tape komplett außen vor.

LTO verbessert Tape

Aber der Einsatz von Tape ist dank der Technologie des Linear Tape File Systems (LTO) viel einfacher geworden, sagte Toigo auf dem Summit.

Andere Vorteile der Tape-Speichersysteme sind ihre Erschwinglichkeit, Security, Energieeffizienz, lange Lebensdauer und ihre Zuverlässigkeit, berichtete Calline Sanchez, Vice President der Enterprise-Storage-Division bei IBM, in ihrem Vortrag auf der Konferenz.

Kapazität ausgebaut

Toigo wies darauf hin, dass die Kapazitätsverbesserungen bei Tape alle anderen Arten von Speicher- oder Archivierungsmedien übertreffen und es damit zum idealen Mittel für das Speichern von weniger oft gebrauchten oder veränderten Daten macht. LTO-7 bietet 15 Terabyte an komprimierter Kapazität und unterstützt Datentransferraten bis zu 750 Megabyte per Sekunde für komprimierte Daten.

Ist Tape für einen Datenzugriff, der nach dem Zufallsprinzip organisiert ist, geeignet? „Nein“, sagte Toigo. „Es war noch nie dafür geeignet.“

Doch die Zugriffsfähigkeiten von Tape-Speichersystemen verbessern sich fortlaufend. So verbindet Quantum mit der Appliance StorNext AEL6 die neue Scalar i6 Library mit der Daten-Management-Software von StorNext. StorNext ermöglicht einen leichteren Zugang zu Daten, die auf Tape gespeichert sind, wobei Optionen für CIFS-, NFS- und RESTful-Interfaces bestehen.

Und Kieran Maloney, Manager of Archive and Technical Workflow Solutions bei Quantum, berichtet hierzu: „Als wir die neue Scalar Tape-Plattform ankündigten, war es unsere Absicht, Unternehmen dabei zu helfen, mit dem schnellen Wachstum der unstrukturierten Daten zurechtzukommen.“

Die Plattform stellt hochverdichteten Speicher für das gesamte Multi-Tier-Portfolio von Quantum zur Verfügung und umfasst Hybrid-Flash- und Objekt-basierten Speicher für Cloud und Tape.

Maloney fügte auf dem Summit hinzu: „Viele Administratoren denken darüber nach, wie sie mit der Cloud ihre Tape-Lösungen ersetzen können, anstatt darüber, wie sie Cloud und Tape zusammenbringen können.“ Aber in dem Maße, wie die Datenmengen und ihre Lebensdauer auf den Speichermedien ansteigen, wird es immer schwieriger, sich die Public Cloud noch leisten zu können.

Toigo gab zu bedenken, dass es Sinn mache, Tape für das Platzieren von Daten in der Cloud zu benutzen.

Tape Community mit schwacher Kommunikation

Im Vergleich zu Festplatten liefern Tape-Speichersysteme mehr Sicherheit gegenüber Ransomware- und anderen Hackerangriffen, meinte Maloney: „Da Tape-Systeme nicht die ganze Zeit online sind, ist es auch leichter, sie von Ransomware fernzuhalten.“ Moore bestätigte das: Festplatten seien ein idealer Nährboden für Hackerangriffe.

Offen bleibt, wie die Tape Community ihre Botschaft verbreiten kann. Toigo ist der Ansicht, dass man die Botschaft gerade den neuen Leuten frisch von der Universität, die nichts über die Tape-Technologie wissen, vermitteln muss.

„Wenn sie das verstehen, werden wir eine ganz neue Generation von Tape-Benutzern bekommen.“

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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