Backup-Herausforderung: Das steigende Datenvolumen wird zum Problem

Durch Big Data und Multimedia-Dateien steigt das Datenvolumen im Data Center unaufhaltsam weiter. Backup-Prozesse stellt dies vor große Probleme.

Die exponentiellen Wachstumsraten beim Datenvolumen, die Notwendigkeit für schnellere Möglichkeiten der Backup-Wiederherstellung, der schnellere Backup-Rhythmus und ein paar weitere Herausforderungen haben Administratoren gezwungen, sich nach Alternativen für herkömmliche Backups umzusehen. In diesem Artikel zu den Herausforderungen beim Thema Backup sehen wir uns daher die Gründe für das steigende Datenvolumen an und betrachten, welchen Einfluss dieser Umstand auf den Backup-Prozess hat.

Irgendwie sind die zu sichernden Daten-Mengen schon immer ein Problem gewesen. Eine der größten Herausforderungen für Administratoren in der Vergangenheit waren die Kapazitätsgrenzen der Backup-Datenbänder. Zudem musste man die Performance der Backup-Medien im Auge behalten, damit die Datensicherung und das Wiederherstellen von Backups auch in einem angemessenen Zeitraum vonstatten gingen.

Diese Probleme aus den vergangenen Jahrzehnten sind nun nicht einfach verschwunden, sondern sie haben sich eher noch verschlimmert. Administratoren müssen sich heutzutage immer noch mit Performance und Kapazitätsengpässen auseinandersetzen. Allerdings ist das in der heutigen Zeit deutlich schwieriger als in der Vergangenheit, weil das Datenvolumen beständig und vor allem exponentiell wächst.

Es gibt unzählige Faktoren, die für das unglaubliche Wachstum der Datenmengen verantwortlich sind, die trotz ihres Wachstums weiterhin gesichert werden müssen. Ein Grund liegt in den ausufernden virtuellen Maschinen (VM). Das Erstellen virtueller Maschinen ist so einfach geworden, dass diese in der Regel die Anzahl der physischen Server in einem Unternehmen bei Weitem übertreffen.

Natürlich bedeutete eine größere Anzahl an virtuellen Servern nicht automatisch, dass es auch mehr Daten zum Sichern gibt. Allerdings erstellen moderne Backup-Applikationen meist Image-Backups ganzer virtueller Maschinen. Die Backup-Anwendung versucht in diesem Fall also nicht, individuelle Dateien und Ordner innerhalb einer VM zu sichern. Diese Backup-Methode für virtuelle Maschinen ist zwar effizienter, weil sie sich in einem einzigen Durchlauf erledigen lässt, allerdings führt dies eben auch zu wesentlich größeren Datenmengen, die gesichert werden. Im Backup landen schließlich sämtliche VM-übergreifende Redundanzen wie zum Beispiel gleiche Dateien der Betriebssysteme und Applikationen etc.

Die Anforderungen zur Aufbewahrungsdauer von Daten haben sich im Laufe der Zeit ebenfalls geändert. In einigen Fällen gibt es Regularien zur Vorhaltezeit von Daten, die von der Regierung vorgeschrieben sind. Auf der anderen Seite gibt es vielleicht einfach veränderte Business-Ansprüche, durch die Sie Daten länger aufbewahren wollen. In beiden Fällen erhöht die verlängerte Aufbewahrungsfrist das Gesamtvolumen der Daten, die Sie sichern.

Zusätzlich ändert sich auch die Art der Daten, die heutzutage aufbewahrt werden. Früher bestanden Geschäftsdaten zum Großteil aus Dokumenten und Tabellenkalkulationen. Diese Daten existieren heutzutage immer noch, aber diese Dateien sind in der Regel relativ klein, wenn man sie mit anderen wie zum Beispiel hochauflösenden Bildern und Videos vergleicht. Im Wesentlichen hat vor allem die weitverbreitete Nutzung von digitalen Multimedia-Dateien direkten Einfluss auf das explosionsartige Datenwachstum. Allerdings ist Multimedia nicht alleine Schuld daran, dass Sie heutzutage mehr Daten schützen müssen. Auch Datenbanken sind in der heutigen Zeit aus verschiedenen Gründen normalerweise weitaus größer als in der Vergangenheit.

Ein Grund liegt zum Beispiel darin, dass entsprechende Anwendungen ungleich mehr Daten als früher speichern. Zusätzlich zu den gewöhnlichen Anwendungsdaten legt eine Enterprise-Applikation beispielsweise Performance-, Audit-, Diagnose- und Log-Daten etc. ab.

Ein weiterer Grund für das Wachstum von Datenbanken-Backups ist der zu beobachtende Trend hin zu Big Data. Gängigen Definitionen entsprechend wird darunter meist die Nutzung großer Menge unstrukturierter Daten verstanden, um damit Business-Trends ausfindig zu machen. Weil sich Unternehmen zunehmend für Big-Data-Analysen interessieren, werden inzwischen praktisch alle denkbaren Geschäfts- und Kennzahlen gespeichert – und müssen irgendwann über ein Backup gesichert werden.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2014 aktualisiert

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