Disaster Recovery ist Top-Priorität, trotz Interesse an Virtual Server Backup

Umfrageergebnisse belegen, dass Disaster Recovery neben Virtual Server Backup und Cloud Storage die Unternehmen am meisten interessiert.

Am Beispiel Großbritanniens lässt sich ein Überblick gewinnen über die gegenwärtigen Einschätzungen der Anwender, was das Speichern von Daten in der Cloud für Backup, Disaster Recovery und andere Einsatzzwecke angeht. So sind zum Beispiel IT-Abteilungen in Großbritannien (UK) zunehmend in der Lage, „Erledigt“ zu sagen, wenn es sich um Virtual Server Backup handelt. Gleichzeitig nimmt aber die Anzahl von Installationen für Disaster Recovery, Cloud Storage und Flash Storage kontinuierlich zu.

Dies sind zumindest die Ergebnisse der „IT Priorities Survey“ für 2015, die Computer Weekly und TechTarget durchgeführt haben und bei dem 111 IT-Professionals über ihre geplanten Ausgabenschwerpunkte für das Jahr 2015 befragt worden sind. Wir gehen in diesem Artikel davon aus, dass es sich in den anderen europäischen Ländern nicht viel anders verhalten wird.

In diesem Jahr ist Virtual Server Backup ein aktueller Schwerpunkt für 28 Prozent der Befragten. Das sind weniger als die 36 Prozent von der Befragung für 2014, die bereits unter den 41,5 Prozent der Resultate von 2013 lagen. 

Wenn man diese Zahlen näher analysiert, bedeutet das gegenüber den Vorjahren, dass bereits mehr Unternehmen den Übergang zu Virtual Server Backup gemacht haben. Insofern gehört dieser Komplex nicht mehr zu den drängenden Fragen, die gelöst werden müssen.

Da Server-Virtualisierung weiter die Rechenzentren erobert, sahen sich die IT-Abteilungen gezwungen, auch ihre Backup-Systeme aufzumöbeln, um mit den Besonderheiten vieler virtuellen Server gleichzuziehen, die nun auf einem einzigen physischen Gerät laufen.

Die Umfrageergebnisse weisen darauf hin, dass sich mehr Unternehmen enger mit Virtual Server Backup befasst haben. Ein etwa gleich großer Prozentsatz der Befragten (26 Prozent) gibt an, dass generell Storage für virtuelle Umgebungen ein Schwerpunkt für 2015 sei.

Aber die Untersuchung fand auch heraus, dass verschiedene andere Prioritäten für Storage und Backup noch immer genauso wichtig genommen werden wie in den Vorjahren.

Wachsende Wahrnehmung von Disaster Recovery

Disaster Recovery wird von 45 Prozent der Befragten als ein sehr wichtiges Thema genannt. Dieser Anteil liegt etwas über dem von 2014, als 40 Prozent dies zu ihrer Top-Priorität erklärt hatten, aber entspricht etwa dem Niveau von 44 Prozent aus dem Jahr 2013.

Diese Umfrageergebnisse sind möglicherweise auch ein Folgeeffekt der Virtualisierungswelle, die die Rechenzentren heimsucht, aber dies liegt auch am größeren Bewußtsein darüber, wie wichtig Disaster Recovery ist.

Auf der einen Seite zwingen die gesetzlichen und regulatorischen Compliance-Vorschriften die Unternehmen dazu, effektive Maßnahmen in Richtung Datensicherheit und folglich auch Disaster Recovery zu ergreifen. Auf der anderen Seite hat der Erfolg von Server-Virtualisierung neue und oft effektivere Methoden von Datenschutz einschließlich Snapshots, Replikation und Failover ermöglicht.

Überschneidungen mit Cloud-Projekten

Cloud-Projekte, die sich generell mit Storage befassen, üben ebenfalls einen Einfluss in Richtung Disaster Recovery aus. In der aktuellen Umfrage von 2015 nennen 35 Prozent der Befragten Cloud Storage als eine Schlüssel-Priorität, während für 30 Prozent Cloud Backup eine bedeutende Rolle einnimmt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es viele Überschneidungen zwischen den beiden Gruppen, da die Cloud wegen der Netzwerk-Latenzen kaum für produktive Daten genutzt wird. Die meisten Cloud-Installationen finden sich bei Backup, Archivierung und Disaster Recovery.

Alle bekannten Umfrageergebnisse, auch aus Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz, signalisieren ein steigendes Interesse an Cloud Storage. Schon 2014 sprachen sich 33 Prozent der Befragten in diesem Sinn aus.

Das Interesse an Flash Storage scheint sich dagegen in den letzten Jahren auf etwa demselben Niveau eingependelt zu haben: 19 Prozent gaben es 2015 als eine Top-Priorität an, was den Werten von 2014 (20 Prozent) und 2013 (18 Prozent) entspricht. 2012 hatten dagegen erst 9 Prozent Flash Storage auf ihrem Radar.

Schließlich verweist die Umfrage auf ein bemerkenswertes Interesse an Technologien für Data Reduction wie zum Beispiel Komprimierung und Data Deduplizierung: 18 Prozent halten das für primäre Daten für relevant und 17 Prozent für Backup-Daten. Diese Zahlen reflektieren die weit verbreiteten Sorgen angesichts der wachsenden Datenmengen, die ein Unternehmen heute bewältigen muss.

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Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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