EMC definiert Storage-Trends 2015

EMC sieht für 2015 Technologien wie Software-defined Storage, Flash, hybrides Storage und konvergente Infrastrukturen als Trendsetter der Branche.

Wie jedes Jahr setzen sich die Hersteller geschäftliche Ziele. Um diese zu erreichen, muss man ein Gespür für den Markt haben und wissen, welche Technologien das IT-Leben beeinflussen und dominieren werden. Neben Analysten und Consultants schauen auch die Anbieter in ihre Glaskugeln und versuchen das jeweilige IT-Jahr und dessen Trends vorherzusehen. Auch EMC hat für das Jahr 2015 seine Storage-Trends definiert.

Für 2015 sind für EMC vor allem drei wichtige Trends hervorzuheben: Storage als Data-Lake-Plattform, Software-defined Storage (SDS) und hybride Storage-Lösungen. Das Unternehmen konzentriert aus diesem Grund wesentliche Entwicklungs-Ressourcen auf diese Bereiche. Entsprechende Funktionen finden Sie bereits heute – auch in Kombination – in unseren Lösungen.

Enterprise-Data-Lake-Plattform

Data-Lake-Lösungen zielen darauf ab, unterschiedliche Storage-Silos aufzulösen sowie die Daten effizienter zu speichern und zu analysieren. Eine zentrale Voraussetzung hierfür ist die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Protokollen auf die Daten zugreifen zu können. 

Beispielsweise kann man auf Daten in einem Scale-Out-NAS-System von EMC Isilon nicht nur mit den gängigen NAS-Protokollen wie NFS, SMB oder HTTP zugreifen, sondern auch mittels REST-Protokollen wie OpenStack Swift. Damit sind klassische POSIX-Dateisysteme mit Objekt-Speichern vereint. Die Daten können also sowohl von traditionellen als auch von neueren Cloud-Anwendungen gelesen und geschrieben werden.

Darüber hinaus können die Daten an Ort und Stelle mit allen gängigen Hadoop-Distributionen analysiert werden, weil auch HDFS als natives Protokoll implementiert ist. Für die Analyse mit einer traditionellen Hadoop-Plattform müssten die Daten zuerst aufwändig kopiert werden. Das erfordert zusätzliche Zeit und IT-Ressourcen (Server, Speicher, Netzwerk). 

Data-Lake-Plattformen vereinen also drei Dinge: die klassischen Storage-Enterprise-Funktionen, die Objektspeicher für eine neue Generation von Anwendungen sowie die Analysemöglichkeiten. Dieser Trend führt zu einem erheblich effizienteren und flexibleren IT-Betrieb, und wir erwarten hier auch in 2015 ein zweistelliges Wachstum.

Software-Defined-Storage

Die IT-Abteilungen stehen unter Druck, ihren Anwendern und Kunden Lösungen mit derselben Bedienerfreundlichkeit zur Verfügung zu stellen, die öffentliche Cloud-Anwendungen so attraktiv macht. Dementsprechend müssen nicht nur unsere Lösungen sowie deren Weiterentwicklung von folgenden wesentlichen Merkmalen gekennzeichnet sein:

  1. Eine SDS-Lösung ermöglicht ein hohes Maß an Automatisierung bei der Provisionierung und De-Provisionierung von Ressourcen.
  2. Endbenutzer können in einem Self-Service-Portal die gewünschten Ressourcen (beispielsweise Block- oder Objektspeicher, Dateisysteme oder HDFS) als Service auswählen und automatisch provisionieren lassen. Die Aufgaben der Administratoren verlagern sich also von klassischer Konfigurationsarbeit hin zur Entwicklung von Arbeitsabläufen für die Service-Kataloge.
  3. Die Möglichkeit, alle Services auf Commodity-Hardware oder in virtuellen Maschinen zu implementieren.
  4. Die Möglichkeit, auch existierende, traditionelle Speichersysteme verschiedener Hersteller in die SDS-Lösung zu integrieren.

Mit der SDS-Lösung ViPR haben wir eine solche Lösung, die bereits in vielen Unternehmen eingesetzt wird. Die Kunden haben dabei die Wahl, vorhandene Komponenten sowie Hardware von Drittanbietern zu verwenden oder sich eine bereits vorkonfigurierte Appliance auf Commodity-Basis von uns liefern zu lassen, die ECS Appliance (ECS = Elastic Cloud Storage).

Hybride Storage-Lösungen

Die obigen Lösungen gibt es auch als hybride Varianten, die lokale IT-Ressourcen mit Cloud-Ressourcen kombinieren. Hierzu ein kurzes Beispiel: Derzeit arbeiten wir an einer neuen Funktion unserer Isilon-Data-Lake-Plattform, die neben den verschiedenen lokalen Speicherklassen auch externe definiert, zum Beispiel Speicherplatz in der Microsoft Azure-Plattform. 

Entsprechende Richtlinien sorgen dann dafür, dass Daten nach bestimmten Kriterien (Zugriffshäufigkeit, Dateityp oder Gruppenzugehörigkeit der Eigentümer) automatisch in die Cloud migriert und dabei gleichzeitig verschlüsselt werden. Für den Endbenutzer ist das transparent und der logische Speicherpfad bleibt erhalten. Beispielsweise könnten sich so häufig verwendete Daten lokal speichern lassen (hohe Performance), während weniger häufig verwendete Daten in die Cloud ausgelagert werden.

Weitere Trends

Neben den genannten Trends sind für 2015 auch noch zwei weitere erwähnenswert:

  • Flash-Speichersysteme werden weiterhin explosionsartig zunehmen. Flash-Speicher haben durch Inline-Deduplizierung einen extrem hohen Effizienzgrad bei gleichzeitig fallenden Preisen erreicht. Es werden also viele traditionelle Anwendungen auf Flash-Speicher migriert, der hohe Performance sowie eine ganze Reihe neuer Anwendungen ermöglicht. Diesbezüglich wird es 2015 weitere spannende Ankündigungen geben.
  • Als letzten Trend möchte ich die konvergenten Infrastruktur-Lösungen erwähnen. Insidern ist es sicher nicht unbekannt, dass EMC den Marktführer VCE in 2014 vollständig übernommen hat. Die bekannten vBlock-Systeme, die Netzwerk-, Server- und Speicherressourcen sowie deren automatische Provisionierung umfassen, sind bereits heute in den oben erwähnten SDS-Lösungen und Data-Lake-Plattformen integriert.

Über den Autor: 
Dr. Stefan Radtke ist CTO für Isilon, EMEA bei der EMC Emerging Technology Division.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2015 aktualisiert

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