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EMC überarbeitet VNX: Unity All-Flash für unter 18.000 Dollar

Zu den Top-Neuheiten der EMC World gehört die überarbeitet VNX-Serie, die nun als Unity-Familie günstige All-Flash- und Hybrid-Arrays bietet.

Mit Unity bietet EMC eine neue Produktserie für den Midrange-Bereich an, die mit einem aggressiven Preiskonzept in den Markt geht. Unity ist eine Weiterentwicklung der VNX-Serie, mit neuem Code und überarbeiteter Hardware, um mit Flash-Medien besser umgehen zu können. Das zwei Höheneinheiten große Dual-Controller-System (active/active) ist als All-Flash- oder Hybrid-Array erhältlich oder als reine Software-Version.

Es gibt vier Modelltypen: Unity 300/300F, 400/400F, 500/500F und 600/600F, wobei F die All-Flash-Systeme kennzeichnet. Ein Array fasst 25 Medien im 2,5-Zoll-Format. Für Flash offeriert der Hersteller 3D-TLC-SSDs mit Speicherkapazitäten von 400 GByte, 1,6 TByte und 3,2 TByte. Somit lässt sich eine Unity-Einheit mit insgesamt 80 TByte an Flash ausstatten. Unity skaliert nach dem Scale-up-Prinzip und ist mit 25-Bay-Disk-Enclosures (DAE) auf bis zu 1.000 Drives erweiterbar.

Jeweils zwei Intel-CPUs sind verbaut, wobei diese über unterschiedliche Cores verfügen (aufsteigend nach Modellnummer): sechs, acht zehn und zwölf. Es stehen je vier 12-Gbit/s-Ports mit vier Lanes als embedded SAS-I/O-Ports zur Verfügung, 24 Frontend-Ports und maximal 20 Fibre-Channel-Ports. Die Systeme unterstützen die Protokolle FC, FCoE, NFS, SMB 3.0 und iSCSI.

Eine Einstiegskonfiguration umfasst 10 Drives. Als All-Flash-Arrays lassen sich die Modelle dann entsprechend skalieren: das 300F von vier TByte auf 480 TByte, 400F von 4 TByte auf 800 TByte und die größeren Systembrüder von 7,7 TByte auf 1,1 PByte (500F) sowie von 10,6 TByte auf 1,6 PByte. Laut Hersteller gewährleistet Unity bis zu 300.000 IOPS und bietet File- und Block-Storage sowie Unterstützung von VMware VVOL.

Die Hybrid-Modelle nutzen SAS-Festplatten und bieten maximale maximale Speicherkapazitäten von 900 TByte, 1,5 PByte, 2,1 und 3 PByte. Zu den weiteren Funktionen gehören:

EMC bietet die neuen Midrange-Modelle zu Preisen an, die Wettbewerber wie NetApp, HPE, Pure Storage und Nimble weiter unter Druck setzen sollen: das Hybrid-Array kostet etwas unter 10.000 US-Dollar. Die Preise für All-Flash-Systeme starten bei knapp unter 18.000 US-Dollar. Wie schon der Code wurde auch die Benutzeroberfläche überarbeitet und ist nun laut Herstelleraussagen einfacher in der Bedienung und erleichtert somit die Verwaltung. Darüber hinaus sind auch VCEs Converged-Infrastructure-Systeme VCE Block und VxBlock System 350 mit Unity erhältlich.

Kommentar: Nicht revolutionär, aber schnell und günstig

Die neuen Unity-Modelle werden langfristig die VNX-Serie ablösen, nicht zuletzt, da in den kommenden Updates weitere Funktionen hinzukommen werden, wie beispielsweise Komprimierung. Im All-Flash-Bereich konkurriert Uity mit verschiedenen Modellen von NetApps FAS-Serie (zum Beispiel FAS 2552 oder FAS8020), 3Par-Modellen (8x00-Serie) von HPE und mit der Nimble-Familie A3000 bis A9000. Die Hybrid-Arrays stehen hier mit ähnlichen Modellen der Marktbegleiter in Konkurrenz.

Wettbewerber Tintri ließ bereits kein gutes Haar an Unity. CTO Kieran Hart mein, dass es sich um die gleiche alte LUN-basierte Architektur mit einer neuen Benutzeroberfläche handelt. „Nichts anderes als Lippenstift auf dem VNX-Schwein“, so Hart. Seiner Meinung nach benötigen Anwender Storage, das speziell für virtuelle Applikationen konzipiert wurde, mit Replikation auf VM-Ebene, gleichzeitiger Unterstützung mehrerer Hypervisoren, Quality of Service und Automation. Das mag sein. Es mag auch durchaus eine korrekte Aussage sein, dass es sich eher um eine evolutionäre Weiterentwicklung einer bewährten und etablierten Produktfamilie als um revolutionäre Technologieinnovation handelt. Aber EMC beziehungsweise Dell Technologies verfügt über eine große und aggressive Sales-Abteilung sowie entsprechend viel Marketingaufwand sowie eine VNX-Kundenbasis, die das Potenzial haben, die VNX-Erfolgsstory weiterzuschreiben. Angesichts der Preise wird es für die Konkurrenten nicht einfacher, insbesondere auf dem heiß umkämpften All-Flash-Markt.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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