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HPE setzt auf Storage-Lösungen für das All-Flash-Rechenzentrum

Um Kunden den Weg zum All-Flash-Rechenzentrum zu ebnen, optimiert HPE seine 3Par-StoreServ- und StoreOnce-Storage-Lösungen, unter anderem mit 3D-NAND.

Erst der Unternehmenssplit und nun eine Runderneuerung des Produktportfolios: HPE will Kunden eine Front-to-End-Lösung bieten, mit der das All-Flash-RZ Realität werden soll. Dafür wurden die drei Speicherplattformen StoreServ, StoreOnce und StoreEver optimiert. Damit reagiert das Unternehmen ähnlich wie andere große Speicheranbieter auf den Trend, neue Technologien mit neuen Konzepten anzubieten. Das Portfolio von HPE basiert allerdings auf etablierten Technologien des Herstellers gepaart mit einigen Neuerungen wie zum Beispiel 3D-NAND.

Alles auf Flash mit 3Par StoreServ

Schneller, höher, weiter: So in etwa lautet das Motto für die optimierten StoreServ-Modelle. Die Serie umfasst die Modelle 8200 (auch als All-Flash Starter Kit erhältlich), 8400, 8440, 8450 (all-Flash) sowie die Highend-Systeme 20400, 20800 und 20850. Alle Modelle basieren auf der gleichen Hardware-Architektur, verfügen über das gleiche Betriebssystem sowie die gleiche Benutzeroberfläche und Datendienste. Einstiegspreise starten bei rund 25.000 Euro. Bereits bei den Midrange-Systeme (84xx) sind laut Hersteller Leistungen von einer Million IOPS bei 0,7 Millisekunden Latenz erreichbar. Das Highend-Array offeriert sowohl Leistung – bis zu 3,2 Millionen IOPS – als auch hohe Kapazitäten – bis zu 15 PByte in einem System.

Die hohe Speicherkapazität und Skalierbarkeit wird unter anderem die neue cMLC-SSD mit 3D-Nand-Technologie und 400 GByte in den Systemen verbaut. Das soll nicht nur die nutzbare Kapazität erhöhen, sondern den Umstieg auf All-Flash-Architekturen erleichtern. Darüber hinaus kommen auch Medien mit 3,84 TByte zum Einsatz. HPE gibt auf diese Medien fünf Jahre Garantie.

Pünktlich zur Einführung der optimierten Lösungen vermeldete das Unternehmen neuste SPC-2 Benchmark-Resultate für das 3Par StoreServ 20850. Laut dieses Benchmark-Tests schnitt das StoreServ-System besser ab als vergleichbare Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise EMC VMAX  oder IBM XIV. Das Ergebnis lag bei 62,844.45 MBPS. Gerade bei Datenbanktransaktionen (Oracle) oder durchsatzintensive Anwendungen (SAP HANA) schneidet die Lösung sowohl in Preis als auch Performance sehr gut ab (19,97 Dollar pro SPC-2-MBPS). Damit bietet das System 13 Prozent mehr Performance gegenüber der VMAX 4 und kostet dabei nur die Hälfte.

HPE konzentriert sich auf Flash-basierte Lösungen, da das Umsatzwachstum des zweiten Quartals um 93 Prozent wuchs. Der Hybrid-Absatz sank um zwei, der für Festplattensysteme sogar um 15 Prozent. Und auch in den Stückzahlen überflügelt Flash herkömmliche Systeme. Das Unternehmen gibt an, dass im dritten Quartal 2015 der Anteil verkaufter Festplattenlösungen bei 35 Prozent lag, der an Hybridsystemen bei 28 Prozent und Flash mit 37 Prozent den Verkauf anführte. Die Firma macht sich hier erfolgreich selbst Konkurrenz, denn ein All-Flash-System StoreServ 8200 verbraucht statt 16 Höheneinheiten (als StoreServ 8200 mit HDDs) nur zwei HE, frisst nur 0,400 kWh statt 2,305 und erreicht 48.123 IOPS bei 1,5 Millisekunden wo der Festplattenbruder nur auf 16.403 IOPS und zehn Millisekunden bietet. Mit dem 3PAR StoreServ 8200 Converged File & Block Starter Kit bietet der Hersteller seinen Kunden eine relativ einfache Option, auf ein unified All-Flash-System umzurüsten.

StoreOnce: Flash- und Applikations-integrierte Recovery-Systeme

Auch bei den Backup- und Recovery-Produkten hat HPE optimiert. Die StoreOnce-Appliances sind sowohl als virtuelle Lösung (StoreOnce VSA) als auch als Hardware-Produkt verfügbar. Die Scale-Out-Systeme lassen sich mit verschiedenen Anwendungen, ISV und Flash integrieren. Als Software kommen Data Protector 9.05 und StoreOnce RMC 2 zum Einsatz. Für die Datensicherung lassen sich multiple Recovery Points anlegen, schnellere Backups erstellen und ebenso zügigere Restores umsetzen. Dafür ist kein Media-Server nötig und Informationen wie zum Beispiel 3Par Snapshots können zusätzlich auf Bandmedien oder in die Cloud geschrieben werden. Diese Snapshots werden zuvor direkt auf der StoreOnce-Instanz gesichert. Darüber hinaus verfügen die Systeme nun über ein neues OST Plug-In für Veritas NetBackup und BackupExec 2015, um diese Anwendungen schnell und unkompliziert integrieren zu können. Hinzu kommen der Support neuer Features wie Accelerator für NDMP und VMware Instant Recovery sowie optimierte Deduplizierung. Veeam, SQL und SAP/Oracle werden auch neuerdings unterstützt.

StoreEver: Band ist doch nicht tot

Um das Portfolio von Anfang bis Ende aufeinander abzustimmen, hat HPE nicht zuletzt auch die Bandlösungen optimiert. Dabei unterstützen die Tape-Systeme nun die LTO-7-Technologie, mit der sich extrem hohe Speicherdichten und schnelle Durchsatzraten realisieren lassen. Zudem lässt sich ein Disk-Cache für Tape als NAS einsetzen, was bedeutet, dass sich Files einfacher ablegen und verwalten lassen. Zwar sind die Absatzzahlen im Bandsegment seit Jahren stagnierend, das liegt aber unter anderem auch den höheren Kapazitäten der einzelnen Bandmedien. Abgesehen davon nutzen nach wie vor zahlreiche Unternehmen Bandlösungen für ihre Disaster-Recovery-Strategie.

HPE sieht sich nach dem Split im Aufwind und die ersten Zahlen scheinen ihnen Recht zu geben. Die neuen Lösungen sollen eine Flash-Offensive sein, da das Unternehmen hier eindeutigen Handlungsbedarf sieht und von der nahen Zukunft von All-Flash-Rechenzentren ausgeht. Wie schnell die Kunden auf echte flächendeckende All-Flash-Umgebungen umsatteln werden, wir sich wahrscheinlich in den nächsten zwei bis drei Jahren zeigen.

 

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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