Häufig gestellte Fragen: Antworten zu Software-defined Storage (SDS)

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Software-defined Storage (SDS). Unser Experte verrät, was zu beachten ist.

Das vor ein paar Jahren entwickelte Konzept des Software-definierten oder auch Software-basierten Storage fristete sein Dasein als ein Nischenprodukt. In der Zwischenzeit ist SDS allerdings etabliert und fast jeder Storage-Anbieter hat irgendeine Form von Software-definiertem Storage in seinem Netzwerk-Portfolio.

Software-defined Storage ist ein recht komplexes Thema, bei dem man nicht immer sofort den Durchblick hat. Oftmals wird es mit anderen Produkten unter dem Begriff Storage-Hypervisor in einen Topf geworfen. Weiterhin gibt es eine Hardware-Seite, die man nicht außer Acht lassen darf.

Wir haben Russ Fellows befragt. Er ist Senior-Partner bei Evaluator Group und erklärt uns das grundlegende Konzept von Software-definiertem Storage.

Was ist Software-defined Storage? Ist es das gleiche wie ein Storage-Hypervisor?

Russ Fellows: SDS ist vom Konzept her sehr ähnlich wie andere Software-definierte Elemente im Data Center, wie zum Beispiel Software-defined Networks (SDN).

In vieler Hinsicht ist diese Tranformation eigentlich nur in ein neues Paket geschnürt. Es geht darum, wie IT-Anwender über ihr Data Center und dessen Design nachdenken. In Wirklichkeit basiert Storage schon seit über einem Jahrzehnt zum Großteil auf Software. Die meisten Funktionen werden als Software-Komponenten in einer speziellen Betriebsumgebung ausgeliefert, die für Storage optimiert ist.

SDS stellt man manchmal als Storage-Hypervisor dar, auch wenn die beiden Konzepte doch etwas unterschiedlich sind. Beide Begriffe entfalten sich derzeit noch und viele Anbieter verwenden Sie für verschiedene Aspekte ihrer Storage-Systeme.

Man könnte sagen, dass ein Storage-Hypervisor Teil eines Software-defined Storage ist. Er ist sozusagen das Herzstück des kompletten Software-Stacks. Wie gesagt, verwenden verschiedene Hersteller den Begriff unterschiedlich. Einen Standard gibt es dafür noch nicht.

Welche Vorteile bietet Software-defined Storage?

Fellows: Der größte Vorteil liegt in der strikten Trennung von Hardware und Software. Somit ist man bezüglich der Konfiguration flexibler. Weiterhin lassen sich die Hardwarekosten reduzieren, indem man gleichwertige Hardware-Plattformen austauscht. Der Nachteil dieses Modells ist, dass der Support problematischer sein kann. Deswegen werden existierende Software-Stacks oftmals nur auf bestimmter Hardware unterstützt und für diese zertifiziert.

Muss man bei der Implementierung von SDS sehr viel selbst Hand anlegen? Braucht man dafür spezielle Erfahrung?

Fellows: Wie schon erwähnt, ist man durch die Trennung von Hardware und Software flexibler. Damit können Sie einzigartige Konfigurationen erschaffen. Allerdings muss die IT sehr gut aufpassen, damit sie auch entsprechenden Support für das Konstrukt erhalten. Alternativ könnte man eine vorkonfigurierte Lösung von einem Wiederverkäufer erwerben. Die Möglichkeit, ein Produkt selbst anpassen zu können und Support dafür anzubieten, ist sowohl für Wiederverkäufer als auch für die  IT-Mitarbeiter attraktiv. Natürlich können fachkundige IT-Profis ein eigenes System aufsetzen und konfigurieren. Allerdings wiegen eventuelle Probleme mit dem Support schwerer und machen diese Bemühungen zunichte. Aus diesem Grund liefern Anbieter SDS auf getesteter Hardware aus. Für diese Systeme können Sie dem Endanwender dann auch Unterstützung garantieren.

Wer sind die Top-Anbieter von Software-defined Storage?

Fellows: Ich habe bereits erwähnt, dass Software-defined Storage schon seit über einem Jahrzehnt Realität ist. NetApp ist ein Anbieter der ersten Stunde. Heutzutage setzen viele der großen Hersteller und einige Startups auf SDS.

Derzeit ist der ZFS-Software-Stack einer der besten SDS-Optionen, die auf dem Markt sind. Einige Firmen, wie zum Beispiel Nexenta bieten eine kommerzielle ZFS-basierte Version an. Weiterhin sind einige proprietäre SDS-Stacks erschienen. Anbieter sind zum Beispiel GreenBytes und Virsto. Letzterer wurde von VMware übernommen. Alteingesessene Unternehmen verkaufen ebenso Software-defined Storage. Dazu gehören IBM mit SVC, NetApp und HPs SDS-Version aus dem LeftHand-Produkt, das sich nun StoreVirtual VSA nennt.

Bieten SDS-Hersteller ausreichend Support an, auch wenn Sie keine Hardware ausliefern?

Fellows: Das ist schwer zu beantworten. Die Administratoren müssen die angebotenen Support-Pläne sehr sorgfältig überprüfen. Weiterhin müssen Sie verstehen, über was sie die Kontrolle haben und was sie nicht beeinflussen können. Wir gehen davon aus, dass die meisten Software-definierten-Storage-Produkte mit bewährten Konfigurationen und Installationen ausgeliefert werden. Das bedeutet, dass die Anbieter die Kombinationen ausführlich getestet haben und für diese Konfigurationen auch Support anbieten. Weiterhin gibt es natürlich Firmen wie Dell, HP, IBM und Oracle, die Software-defined Storage mit eigener Hardware anbieten. Hier können Sie natürlich davon ausgehen, dass die Hardware und Software ausgiebig getestet wurde und somit volle Unterstützung hat.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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