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Hyperkonvergenz 2017: Verbesserungen bei Skalierbarkeit und Modularität

Hyperkonvergenz ist noch eine junge Technologie mit Schwächen. 2017 werden die Hersteller versuchen, mit Skalierbarkeit und Modularität zu punkten.

Konvergente und hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) sind noch relativ neue Technologien und es gibt noch viel Raum zur Entwicklung und zum Wachstum. Bei den Kunden herrscht noch Unsicherheit, ob HCI für Ihre Bedürfnisse geeignet ist und die Hersteller es schaffen, geeignete Lösungen zu bauen. Grenzen bei den Hypervisoren gibt es bei Speicher und Dichte. Skalierbarkeit ist ein generelles Problem bei HCI.

Die enge Integration von Hard- und Software bei HCI soll es Administratoren leichter machen, den Anforderungen spezifischer Workloads zu genügen. Es kann allerdings passieren, dass die Lösung entweder nicht ausreicht (das bemerkt man schnell) oder überdimensioniert ist. Letzteres fällt nicht so einfach auf, ist aber eine Ressourcenverschwendung.

Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass der HCI-Markt bis 2019 ein Volumen von fünf Milliarden Dollar erreicht. Wenn keine größere Wirtschaftskrise dazwischen kommt, dann dürfte dies realistisch sein.

Auf der technischen Seite steht vor allem die Skalierbarkeit von HCI in diesem Jahr auf der Agenda der Hersteller. HCI war ursprünglich auf kleinere Unternehmen ausgerichtet. Jetzt hat sich die Zielgruppe erweitert und die Hardware wird leistungsfähiger. Diese stärkere Hardware sorgt für bessere Skalierbarkeit, aber der Hypervisor setzt immer noch Grenzen.

Am Hypervisor-Problem werden Microsoft und VMware in diesem Jahr wohl stark arbeiten. Im Einzelnen gibt es fünf Felder, in denen Verbesserungen nötig sind. Erstens beim Gesamtspeicher pro Host, zweitens beim Gesamtspeicher pro virtueller Maschine (VM), drittens bei der Zahl der VMs, die gleichzeitig auf einem Host laufen können, viertens bei den gleichzeitigen VMs pro Cluster und fünftens der maximalen Zahl der Knoten pro Cluster.

In den nächsten beiden Jahren werden sich auch konvergente und hyperkonvergente Infrastrukturen stärker einander annähern. HCI wird wohl stärker auf das konvergente Modell zulaufen. Derzeit umfassen hyperkonvergente Hardwareknoten Ressourcen für Compute, Storage und Netzwerk. Diese voll integrierten Knoten erleichtern das Ausrollen, aber in einigen Fällen entstehen so auch unnötige zusätzliche Kosten. Wenn ein Unternehmen zusätzliches Compute benötigt, muss es bei HCI auch Storage dazu kaufen. Wenn die Storage gar nicht benötigt wird, ist das Geldverschwendung.

Wahrscheinlich werden die Hersteller die Knoten in separate Compute- und Storage-Module aufteilen. Die Kunden können dann eine modulare Kombination anschaffen mit genau den Ressourcen, die sie tatsächlich benötigen. Sie können die Module dann in einem gemeinsamen Chassis unterbringen.  

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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