Photobank kiev - Fotolia

Minio Objekt-Storage unterstützt Container und automatische Klassifikation

Die Technologie von Minio bringt Objekt-Storage und Container zusammen. Die Programmiersprache Go eröffnet neue Möglichkeiten zur Klassifikation.

Das Start-up Minio stellt seine verteilte Objekt-Storage-Lösung auf Open-Source-Basis nun allgemein für Entwickler zur Verfügung, die sich nach Storage für Container-Installationen umsehen.

Minios Container-basierter Objekt-Storage für Cloud-Anwendungen und DevOps erlaubt es Entwicklern, unstrukturierte Daten in Private oder Public Clouds zu speichern. Unterstützt werden Schnittstellen (APIs) für Amazon Simple Service Storage (S3), so dass Entwickler Anwendungen und Storage zwischen Amazon Web Services (AWS) und anderen Cloud-Providern verschieben können. Minios Objekt-Storage eignet sich besonders für Fotos, Videos, Log Files, Backups und Images von virtuelle Maschinen Containern.

Der Object Storage Server, der Objekt-Größen von einigen wenigen Kilobytes bis zu einem Maximum von fünf Terabytes bietet, unterstützt Erasure Coding, Erkennung von Bit-Rot und bietet Informationen über AWS Lambda. Er ist mit Funktionen für Data Protection ausgestattet, die per Erasure Code und Bit-Rot-Überprüfung korrupte Daten in Container-Installationen erkennt und mit einem Ausfall bis zur Hälfte der eingesetzten Server und Drives zurechtkommt.

Die Object Storage Software von Minio ist mit der Open-Source-Programmiersprache „Go“ erstellt worden, die von Google Labs konzipiert wurde. Der Minio Cloud Storage Stack besteht aus drei größeren Komponenten: den Cloud-Storage-Servern, dem Minio Desktop-Client für File-Management mit Amazon-S3-kompatiblen Servern und aus den Minio Software Development Kits (SDKs) für Go, Java, Python und JavaScript.

Minio stellt ferner den MinFS zur Verfügung, einen FUSE-Treiber für Amazon-S3-kompatible Objekt-Storage-Server.

Mike Matchett, IT-Analyst bei der Taneja Group, kommt zu dem Urteil, dass die Lösung von Minio darauf abzielt, voll skalierbares S3-ähnliches Storage für Unternehmen zu sein. Es besitzt eingebaute Funktionen für AWS Lambda, mit denen kleine Code-Bits in den Storage-Layer eingefügt werden, um spezifische Aufgaben und Funktionen anzustoßen.

Matchett führt dazu aus: „Es handelt sich um eine Datenbank-Prozedur, bei der kleine Code-Bits nicht in der Haupt-Anwendung untergebracht sind, sondern im Backend oder irgendwo in dem I/O-Stream laufen. Minio unterstützt Elastic Search, Query Services und In-Memory-Caching. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten für Lambda-Funktionen innerhalb von Storage, um Aufgaben auszuführen.

Einige Prozesse werden in den Storage-Bereich verschoben. Teile davon können die Übersetzung von Sprachen, maschinenbasierte Auswertungen, Interpretation von Fotos, Redigieren von Daten und Suchaufgaben betreffen. Der Kerngedanke dahinter ist, dass man den Anwender in die Lage versetzen will, große Aufgaben zu bewältigen und beliebig zu skalieren. Mit der Programmiersprache Go hat Minio diese angestrebte Skalierbarkeit in die Praxis umgesetzt. Es ist dabei eine sehr robuste Anwendung entstanden. Die Daten werden vor Hardwareausfällen und schleichenden Datenverlusten geschützt. Der Hersteller hat sehr viel Arbeit investiert.“

Für Container entworfen

Anand Babu Periasamy, CEO und Mitgründer von Minio, war auch an der Gründung von Gluster beteiligt und half bei der Entwicklung von GlusterFS, einem Open Source Scale-Out-Dateisystem. Red Hat kaufte 2011 Gluster für 136 Millionen Dollar.

„Das Design von Minio wurde für Container-Umgebungen wie zum Beispiel Docker geschaffen“, sagt Periasamy. „Die Go-Programmiersprache ist eine sehr praktische Sprache. Sie hebt alle Begrenzungen von C++ auf. Es ist die Sprache der Wahl für moderne Anwendungen wie Container- und Cloud-Software. Sie kann auch die Sprache der Wahl für Serveranwendungen werden.“

Laut Periasamy verfügt die Open Source Community von Minio Objekt-Storage über mehr als 125 aktive Code-Entwickler und mehr als 750 Mitglieder in dem Gitter-Slack-Channel, wobei die meisten Mitglieder aus den USA, Europa und Japan stammen. Das Produkt ist als Docker-Container weit verbreitet, und allein in den letzten drei Monaten gab es mehr als 450.000 Docker-Downloads.

Minio wurde im November 2014 gegründet und hat insgesamt 3,35 Millionen Dollar Startkapital von Investoren bekommen, darunter General Catalyst Partners, Nexus Venture Partners, Index Ventures und AME Cloud Ventures. Das Unternehmen hat 16 Angestellte.

Wie Periasamy mitteilt, unterstützt Minio Objekt-Storage auch Replikation und Data Copying, womit Entwickler leichter Storage zwischen Cloud-Providern übertragen können.

„Wir haben ein Feature für Mirroring entwickelt“, berichtet Periasamy, „mit dem man sich von Amazon zu Minio oder von Minio zu Amazon bewegen kann. Minio und Amazon benutzen die gleichen APIs, aber wenn man Minio einsetzt, braucht man Amazon nicht länger. Man kann Minio in seiner Cloud laufen lassen und Minio dabei das Aussehen von S3 geben. Minio verhält sich wie Amazon S3, sogar auf der Google Cloud. Man kann Minio auf Google oder Microsoft Azure laufen lassen, so dass man nicht länger auf einen Cloud-Provider beschränkt ist.“

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Linux-Container: Grundlagen, Risiken und Anwendungsfälle der Container-Virtualisierung

Amazon Web Services S3 wird zum Standardzugang für Objekt Storage

Objekt-Storage oder NAS: Kriterien für die Entscheidung

Per Amazon API Gateway auf eine Microservice-Architektur zugreifen

Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Datenmanagement-Tools

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close