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NetApp Insight Berlin 2016: Neue Einsatzfelder mit Clexit und Konvergenz

Auf der NetApp Insight Berlin 2016 hat NetApp seine Strategie vorgestellt: Clexit, Konvergenz, IoT, Solidfire und neue Produkte stehen im Blickpunkt.

Auf der NetApp Insight in Berlin vom 14. bis 18. November 2016 hat NetApp über 3.500 Teilnehmern seine Strategie erläutert. Auf der Veranstaltung zeigte der Hersteller viel Optimismus.

Es wurden zahlreiche neue Produkte vorgestellt: Das Betriebssystem ONTAP 9 unterstützt jetzt auch Microsoft Azure und bietet Volumenverschlüsselung. Die All-Flash-Reihe wurde mit den neuen Systemen AFF A700 (Hochleistung) und AFF A300 (Mid-Range) erweitert, die beide binnen zehn Minuten konfiguriert werden können und 15 TB SSDs unterstützen.

Die hybriden Flash-Systeme begrüßen die FAS8200 für Enterprise Workloads sowie die FAS2650 und FAS2620 für mittlere Ansprüche als neue Familienmitglieder. Die FAS9000 für geschäftskritische Workloads kann bis zu 14PB in einem System und bis zu 172PB in einem Cluster skalieren. 

Clexit-Strategie

Peter Wüst, Senior Director Emerging Solutions & Innovation Group EMEA bei NetApp, sieht einen Wandel zum Konsumieren von IT und digitalen Services. Die IT wird wichtiger und Daten stehen im Mittelpunkt, nicht nur im Rechenzentrum. Die Frage für die Kunden lautet: Braucht man wirklich ein eigenes Rechenzentrum, oder ist Colocation besser?

Aber Netzwerklatenz ist ein Problem und den besten Zugang gibt es nur an den Cloud Hotspots. Der reale Zugang ist deshalb die hybride Cloud. Neue Gesetze sorgen für Druck, wie die EU-Datenschutzverordnung.

Die Preise in der Cloud können auch steigen. Das Bewegen der Daten zwischen den Hyperscalern kann einen Vendor-Lock-in verhindern. Eine Clexit-Strategie (Cloud Exit) kann also hilfreich sein. „Wir wollen unseren Kunden und Partnern die Wahl lassen, ein einheitliches Datenformat ist der Schlüssel. Die NetApp Private Storage mit Colocation ist eine Best-of-Breed hybride Architektur“, betont Wüst.

Das Angebot Backup as a Service (BaaS) kommt laut Wüst gut im Markt an. Dass die BaaS-Partner jährlich nach über 100 Kriterien zertifiziert werden, gibt den Kunden Sicherheit. Zusätzliche Dienste wie Disaster Recovery und Test/Dev kommen bald ebenfalls als as a Serviceangebote. Zusätzlich wird BaaS bald auch in Großbritannien, Spanien und den Niederlanden ausgerollt. 

Neu ist auch ein Pilot Programm für Hybrid Cloud Readiness Service, das NetApp in Deutschland und Israel startet mit den Kooperationspartnern  Heymann & Partner und Minet Technology. In diesem Verbund kümmert sich NetApp um die Technologie,  Heymann & Partner um die juristische Seite und  Minet Technology übernimmt das Procurement. Damit soll die Transition in die hybride Cloud und Multi-Cloud in vier Phasen erfolgen. Die Data Fabric soll darin die Schatten-IT einbinden.

Ökosystem für Internet der Dinge

Im Internet der Dinge (IoT) will sich NetApp stärker engagieren. „Die IoT-Projekte sind alle datengetrieben und folgen bestimmten Mustern: Die Schritte sind Collect, Transport, Store, Analyze, Archive“, berichtet Wüst. „Anbieter wie General Electric und SAP bauen Plattformen. Wir glauben, dass die Kunden nicht auf große Plattformen warten. Es gibt eine riesige Nachfrage nach Retrofitting. Wir kümmern uns um die Daten und unterstützen die Plattformanbieter.“

Thomas Ehrlich, Vice President Pathways & Operations EMEA, NetApp, sieht große Chancen bei IoT: „Bei IoT im Manufacturing kommen Kunden aus der klassischen Mechanik und Metallverarbeitung. Sie brauchen Hilfe bei Computerisierung. Der IT-Partner hat das nötige Know-how, muss sich aber auf den Kunden einstellen. Wandlungsfähigkeit ist gefragt. Es ist eine Riesenchance für einen VAR, der den Kunden versteht. Der Endkunde muss aber mitziehen, weil ein Kulturkonflikt wahrscheinlich ist, diesen gilt es zu meistern.“

Konvergenz statt Hyperkonvergenz

Statt auf Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) setzt NetApp auf Konvergenz. Es werden die Vorzüge der konverventen Lösung Flexpod herausgestellt, die NetApp gemeinsam mit Cisco als Referenzarchitektur konzipiert hat. Mark Bregman, CTO von NetApp, stellt heraus: „Hyperkonvergenz muss Einfachheit, Flexibilität und Skalierbarkeit bringen. In der ersten Generation von HCI fehlten die letzten beiden. Flexpod ist die homogenere Lösung.“

NetApp hat einiges dafür getan, Flexpod einfacher zu machen. „Gemeinsam mit Avnet haben wir die Procurement-Prozesse für Flexpod auf einige Tage verkürzt. Die Konfiguration von Flexpod kann binnen einer Stunde erfolgen“, erklärt Alexander Wallner, Senior Vice President & General Manager EMEA, NetApp. Flexpod ist jetzt Cisco-ACI-ready und arbeitet mit Jenkins und Docker. Die Stuttgarter Börse ist ein Referenzkunde für Flexpod.

Als zweite Alternative zu Hyperkonvergenz führt NetApp seine Solidfire-Produkte ins Feld: „Solidfire ist ähnlich wie Hyperkonvergenz. Es ist einfach einzurichten und kann dieselben Bedürfnisse befriedigen. Es gibt eine Menge Interesse von Kunden, die sich Hyperkonvergenz angesehen haben. Wir können besser sein als Hyperkonvergenz“, erklärt David Hitz, Executive Vice President und Gründer von NetApp. „Solidfire ist einfach und skalierbar, das sind spezialisierte Storage-Systeme nicht. Der Erfolg von Pokemon ist das Beispiel für unvorhergesehene Anforderungen, die mit Solidfire zu erfüllen sind. Mit Solidfire braucht man nicht lange vorauszuplanen. SolidFire ist geeignet für die neue Welle der Anwendungen, die von Cloud und Webscale beeinflusst sind.“

Bei Kunden stellt NetApp Solidfire auch als Alternative zu ONTAP in der Diskussion: „Es geht um die Verbesserung und Konsolidierung der bestehenden Infrastruktur, die mit Solidfire gut zu bewältigen sind. ONTAP wird aber nicht verschwinden. Anwendungen laufen sowohl auf Solidfire als auch auf ONTAP. Unsere Herausforderung ist es, den Kunden zu erklären, für welche Zwecke beide jeweils besser geeignet ist. Cloud hat die Erwartungen erhöht. Man muss die Kultur und die Technik berücksichtigen.“

In einem Technikausblick führte Hitz aus: „NVMe wird SAS und SATA ablösen, weil diese für Festplatten ausgelegt sind und für Flash kaum geeignet sind. NVMe wird diesen Flaschenhals beseitigen. Wir warten noch ein wenig, weil NVMe noch zu teuer ist. Wahrscheinlich wird es nächstes Jahr genauso teuer wie SATA, das wir im Moment verwenden. NVMe wird aber nicht für alles geeignet sein. NVMe wird von der Weiterentwicklung von Ethernet verfolgt werden. Ethernet verändert sich stark, wir arbeiten mit beiden und sind Kunden von beiden.“

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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