Nimble Storage: Mit neuen Funktionen die Marktposition stärken

Nimble hat innerhalb der letzten 12 Monate seinen Arrays umfassende Funktionsupdates spendiert, ein Teil der Bemühungen, die Marktposition auszubauen.

Der Hersteller Nimble Storage hat in den letzten 12 Monaten einiges getan, um sowohl seine Adaptive Flash Plattform zu verbessern als auch seine Geschäftsstrategie zu stärken. Um mit den Flash-Arrays eine größere Marktdurchdringung zu erreichen, hat der Hersteller unter anderem Fibre-Channel-Konnektivität seit letztem Jahr auf der Funktionsliste. Darüber hinaus startete das Unternehmen Anfang des Jahres sein Global Partner Program, um die Partner- und Kundenbasis zu erweitern.

Damit die hybriden Lösungen vermehrt Enterprise-Kunden interessieren, spendierte das Unternehmen seiner Plattform vor kurzem zusätzliche Funktionserweiterungen. Dazu gehört unter anderem ein Auto-Flash Service-Level für gängige Anwendungen sowie ein Disk-Only Service-Level für intensive Anwendungen. Mit dem All-Flash-Service-Level bedient die Lösung dynamisch hohe Latenzanforderungen. Der Hersteller positioniert diese Funktion als geeignet für Transaktionsabwicklung, für Datenbank-/Geschäftsinformationen sowie für die VDI-Bereitstellung. VM-Monitoring und -Reporting gehören zum erweiterten Funktionsumfang, ebenso die Mitte 2015 eingeführte softwarebasierte Verschlüsselung sowie ein REST-basiertes Framework.

Die Verschlüsselungsfunktion SmartSecure ermöglicht Datenverschlüsselung in multimandantenfähigen Speicherumgebungen. Damit lassen sich die Daten einzelner Anwender/Kunden isolieren und verschlüsseln. SmartSecure sorgt sowohl für die Verschlüsselung als auch für die Datenvernichtung auf Anwendungs- oder Array-Ebene. Dafür benötigt der Anwender keinen benutzerdefinierten Treiber oder Firmware. Sobald die Daten vom Datensystem CASL komprimiert und verschlüsselt sind, können sie sicher an einen anderen Ort repliziert werden, wobei der Zielort den Verschlüsselungsschlüssel versteht.

Die zusätzlichen REST-APIs gewährleisten den Aufbau benutzerdefinierter Berichterstattung und Workflows rund um den Speicher und sollen die Integration in vorhandene Kunden-Frameworks erleichtern. Mit dem aktuellen Software-Release können Administratoren auf mehr als 3,5 PByte Kapazität und über 160 TByte Flash pro Cluster skalieren.

Auch beim Management hat der Hersteller nachgebessert. InfoSight ist die cloudverbundene Management- und Support-Maschine, die einen über VM-, Netzwerk- und LUN-Latenzen liefert und die Ermittlung von Ressourcenkonflikten beschleunigen soll. Darüber hinaus lassen sich die SLAs damit einhalten. Eine Überwachungsfunktion pro VM, InfoSight-VMVision, kennzeichnet Bedingungen, die Performance-Probleme verursachen können, und zeigt Datendurchsatz, IOPS und Latenzstufen auf allen Ebenen –Host, Netzwerk und Speicher – an. Damit lassen sich verdächtige oder „laute Nachbar“-VMs, die mehr als ihren gerechten Anteil an den Infrastrukturressourcen verbrauchen, pro-aktiv ermitteln und behandeln.

Für die Datensicherheit bietet die hybride Plattform Snapshots und Redirect-on-Write, wobei bei Letzterem Snapshot-Daten nicht automatisch auf künftige Snapshots kopiert werden.

Nimble Storage: Wir bieten die effizienteste Speicherplattform der Branche

Der Hersteller ist sicher, mit der hybriden Strategie nicht nur im Trend zu liegen, sondern den Wettbewerbern in Sachen Effizienz und Technologie einen Schritt voraus zu sein. Klar ist allerdings, dass die Kundenbasis im Enterprise-Segment noch mehr überzeugt werden muss. Neue Funktionen und Partnerprogramme sind deswegen zwingend notwendig gewesen. Im Kurzinterview erklärt Radhika Krishnan, Vice President Product Marketing and Alliances bei Nimble Storage, wo sich die Firma positioniert, wie die strategische Ausrichtung ist und welche Vorteile die technischen Neuerungen bringen sollen.

Seit 2008 hat sich Nimble Storage von einem Start-Up zu einem starken Mittbewerber entwickelt. Was hat sich in den letzten Jahren verändert und was ist Nimbles Antwort auf den Wandel in der Industrie?

Radhika Krishnan: Nimble wurde mit dem Ziel gegründet, das effizienteste Storage-System der Welt zu entwickeln. Das haben wir erfolgreich geschafft, indem wir von Grund auf eine Plattform geschaffen haben, die die besten Eigenschaften von Flash und Disk vereint. Das Ergebnis ist ein Speichersystem, das dem Anwender die Vorteile von Flash, gepaart mit den kostengünstigen Eigenschaften einer Festplatte bietet. Zweifelsohne war und bleibt Flash der größte Disruptor in der Speichertechnik, wie der wachsende Trend von Unternehmen zeigt, die sich von vorhandenen Speichersystemen weg zu neueren Flash-basierten Architekturen orientieren. Wie dem auch sei, dass es weiterhin Speichersilos gibt, zeigt, dass es immer noch einen Zielkonflikt zwischen Performance und Kapazität gibt. 

Indem es seinen Kunden ermöglicht, all ihre kritischen Anwendungen auf einer einzigen Speicherplattform zu vereinigen, lösen wir diesen Konflikt. Damit bleiben wir extrem gut aufgestellt, was den Gewinn von Marktanteilen gegenüber größeren Speicherkonkurrenten angeht. Außerdem ist entscheidend für unsere Strategie, dass wir die Kundenerfahrung bezüglich der Speicherverwaltung grundlegend geändert haben. Dazu haben wir leistungsfähige Analysen verwendet, die die meisten Support-Probleme automatisieren und kompetent Anleitung gegeben, wie man Speicherkapazitäten am besten verwaltet.

Im Jahr 2014 haben Sie den FibreChannel und Storage on Demand eingeführt, zu Beginn dieses Jahres sogar eine Kooperation mit SAP verkündet. Was kommt als nächstes und, nachdem sich diese Ankündigungen vor allem auf Großunternehmen beziehen, was ist Ihr weiterer Plan für diese Kunden?

Krishnan: Leider können wir zu unserer künftigen Produkte- und Lösungspalette keine konkreten Aussagen machen. Es sollte aber ausreichen, zu sagen, dass wir unser Portfolio im kommenden Jahr weiterhin ausbauen und erweitern werden. Der Fokus wird dabei auf Artikeln liegen, die eine große Rolle in der Verwaltung und im Einsatz von Speicherkapazitäten in Großunternehmen spielen. Bleiben Sie dran!

Wer sind Ihre wichtigsten Partner bezüglich dieser Ankündigung und warum?

Krishnan: Unsere Firma bezieht weiterhin seine wichtigsten Partner mit ein. Die Ankündigung bezieht sich auf eine Großzahl von Weiterentwicklungen in VMware- und Microsoft- Umgebungen, die es Enterprise-Unternehmen ermöglichen wird, Nimble-Lösungen einfacher über ihre bestehenden Verwaltungsinstrumente anzuwenden.

Im April 2014 haben Sie eine neue Version von InfoSight für VM präsentiert. Wo liegt die technische Neuerung? Was hat sich verändert und wie wird das Großunternehmen ansprechen?

Krishnan: InfoSight VMVision wurde im April angekündigt und im Mai für Kunden freigegeben. Es beweist bereits jetzt eine überzeugende Leistungsfähigkeit bei der Verwaltung von Nimble auf VMware-Umgebungen. VMVision gibt einen detaillierten Überblick über die Speicherauslastung aller VMs bis hinauf zur Host- und Netzwerkschicht. VM Vision verwendet komplexe und intuitive Visualisierungen – Heat-Tree Maps und Latency Graphs – um Administratoren augenblicklich zu zeigen, ob eine einzelne VMs übermäßig viel Speicherplatz verbraucht und andere VMs beeinflusst. Administratoren können dann Gegenmaßnahmen ergreifen, um das Problem zu lösen. Dadurch werden manuelle Datenerfassung und -Abgleich ersetzt und die Daten werden quasi in Echtzeit präsentiert. Wir wollen damit beweisen, dass wir der beste Storage-Anbieter für Kunden in einem virtualisierten Rechenzentrum sind.

Es gibt nun eine Software-Verschlüsselung. Wo liegt der Vorteil für Unternehmenskunden und wie funktioniert sie?

Krishnan: Verschlüsselung ist eine kritische Leistung, die im heutigen Umfeld von Großunternehmen fast alle Firmen verlangen. Datensicherheit ist von größter Bedeutung, wie wir an vielen Beispielen sehen, in denen Sicherheitslücken die Umsätze von großen Kunden beeinträchtigt haben. Die Verschlüsselungsanwendung SmartSecure gibt Storage-Administratoren die Möglichkeit, Datenverschlüsselung in Konsolidations- und Multi-Tenant-Storage-Umgebungen effizient zu ermöglichen – ohne zusätzliche Kosten. SmartSecure macht sowohl Verschlüsselung als auch Vernichtung auf einem Per-Application oder Per-Array-Level möglich. Sind die Daten erst einmal von unserem CASL Flash-optimierten Dateisystem komprimiert und verschlüsselt, können sie sicher an einen zweiten Ort kopiert werden, der Zielort erkennt dabei den Verschlüsselungscode. Das vereinfacht die Verwaltung ungemein und spart Speicherkapazität.

Wo sieht sich Nimble Storage am Markt positioniert?

Krishnan: Sie sollten wissen, dass Nimble die effizienteste Speicherplattform der Industrie weiterentwickelt und nach wie vor den Plan hat, die wichtigsten Anforderungen von Großunternehmen zu erfüllen. Herkömmliche oder rein auf Flash basierende Lösungen erfüllen nur die Anforderungen spezieller Anwendungen und bringen oft nur uneinheitliche Entwicklungen oder Insellösungen hervor. Die Adaptive Flash Platform bietet eine Architektur, die alle Anwendungsanforderungen erfüllt, den Silo-Ansatz der Datenverwaltung hinter sich lässt und es Kunden ermöglicht, die Vorteile der Speicherkonsolidierung zu nutzen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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