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Nutanix nimmt letzte Hürde vor dem Börsengang

Nutanix hat den letzten Schritt vor seinem Börsengang genommen und den Zielkorridor für den Aktienkurs festgelegt.

Nutanix hat an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) ein Formular namens S-1 Registration gesandt. Darin schilderte der Hersteller seinen Plan, 14 Millionen Aktien (Class A Stock) zu einem Ausgabekurs zwischen 11 und 13 Dollar auszugeben. Durch den Börsengang sollen 209 Millionen Dollar eingenommen werden. Bei einem Kurs von 13 Dollar betrüge die Marktkapitalisierung von Nutanix 1,8 Milliarden Dollar. Diese Zahl liegt unter dem Wert von zwei Milliarden Dollar, der bei der letzten Finanzierungsrunde 2015 angegeben worden war.

Nutanix hatte bereits im Dezember 2015 einen Börsengang anvisiert, aber wegen des schwierigen Marktumfeldes davon Abstand genommen. Insgesamt haben 2016 nur eine Handvoll Tech-Unternehmen den Gang an die US-Börse gewagt.

Mohit Aron, einer der Gründer und der ursprüngliche Technikchef von Nutanix, kommentiert, dass die Investoren und das Management von Nutanix damals wohl von den problematischen Rahmenbedingungen abgeschreckt wurden. Die Börse habe mittlerweile weniger Geduld mit Unternehmen, die trotz Umsatzwachstum Geld verlieren. Aron selbst ist noch ein großer Anteilseigner, arbeitet aber nicht mehr für Nutanix.

„Lange Zeit haben Investoren nur das vergangene Wachstum im Auge gehabt“, bemerkt Aron. „Aber in diesem Jahr hat sich Wind gedreht und es wird mehr Wert auf Profitabilität gelegt. Mittlerweile hat Nutanix seine Verluste verringert und kann auf Gnade hoffen.“

Aron ist von der langfristigen Perspektive von Nutanix überzeugt: „Es geht um eine bahnbrechende Technologie, die echte Probleme löst und von den Kunden angenommen wird. Hyperkonvergenz wird für primäre und sekundäre Storage verwendet. An der Börse gibt es ein Auf und Ab. Ich glaube, dass es Firmen gut gehen wird, die starke fundamentale Daten haben.“

Aron betrachtet die Nutanix-Technologie als sein Baby, auch wenn er 2013 das Unternehmen verlassen hat, um den Hyperkonvergenz-Start-up Cohesity zu gründen.

Die künftigen Nutanix-Aktionäre werden aber Geduld haben müssen, wenn sie Gewinne erwarten. In einem Aktenvermerk an die SEC berichtete Nutanix, es werde für die absehbare Zukunft weitere Verluste geben.

Im Verlauf seiner Geschichte hat das Unternehmen 442 Millionen Dollar verloren. In den letzten drei Jahren betrugen die Verluste 84 Millionen Dollar 2013, 126 Millionen Dollar 2014 und 169 Millionen Dollar 2015. Im abgelaufenen Quartal hat die Firma 50 Millionen Dollar verloren und im vorherigen Quartal 49 Millionen Dollar.

Den Verlusten steht ein beeindruckendes Umsatzwachstum gegenüber. Im vergangenen Fiskaljahr, das am 31. Juli endete, hat der Hersteller beim Umsatz um 84 Prozent auf 445 Millionen Dollar zugelegt. Für die Verluste hauptsächlich verantwortlich sind die Ausgaben für Vertrieb und Marketing.

Laut den eingereichten Unterlagen sollen diese Ausgaben nicht verringert werden: „Wir wollen unsere Kundenbasis von derzeit 3.768 Endkunden weiter ausbauen und sehen dafür ein großes Potenzial. Dafür investieren wir in Vertrieb und Marketing, unser Netzwerk an Channel-Partnern und unsere globale Reichweite. Ein besonderer Fokus liegt im Ausbau unserer Position bei den Global 2000 Unternehmen, von denen im Moment 310 unsere Endkunden sind.“

Laut Aron muss Nutanix eine Wachstumsstrategie verfolgen, wenn es gegen Wettbewerber wie Dell EMC, HPE und Cisco bestehen will. Das bedeutet einen Fokus auf Forschung und Entwicklung ebenso wie in Vertrieb und Marketing. Nutanix baut seine Technologie aus, um eine Plattform für private Enterprise Clouds zu bauen.

„Wir wissen alle, dass sich keine Firma auf ihren Lorbeeren ausruhen kann. Die anderen holen früher oder später auf und man muss sich weiterentwickeln“, so Aron. „Ich glaube, dass sie im nächsten Jahr profitabel werden können. Aber es ist Balanceakt zwischen Wachstum und Profitabilität nötig.“

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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