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Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance für Oracle-Datenbanken-Backup

Speziell für Oracle-Datenbanken entwickelt, eliminiert die Zero Data Loss Recovery Appliance bisherige Schwachstellen bei Backup und Recovery.

Dieser Artikel behandelt

Disaster Recovery

Die Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance ist „Bronze Winner“ in der Kategorie Backup-Hardware in dem Wettbewerb „2015 Products of the Year“, den Storage Magazin und SearchStorage veranstaltet haben.

Die Appliance Zero Data Loss Recovery von Oracle arbeitet mit RMAN und Oracle Enterprise Manager zusammen. Ihr Ziel ist es, die Gefahr von Datenverlust drastisch zu reduzieren. Die Appliance ist ein Scale-out-Gerät, das für den Datenschutz im Rahmen eines Relational Database Management System (RDBMS) dienen soll: Es verfügt über die Fähigkeiten für lineares Backup und für Datenwiederherstellung, wobei sie von 580 Terabytes bis zu mehr als zehn Petabytes an nutzbarer Kapazität skalieren kann. Die Daten können mit 216 Teraybytes pro Stunde übertragen werden.

Die Appliance, die 2015 eingeführt wurde, ist nur für die Sicherung von Oracle-Datenbanken entwickelt worden. Sie führt kontinuierliche Sicherungen für geschäftskritische Datenbanken durch, wobei Backup-Prozesse von den produktiven Servern abgezogen werden, um den Overhead zu reduzieren. Die Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance ist eng verbunden mit RMAN (Recovery Manager) und dem Oracle Enterprise Manager.

Heutige Lösungen für den Schutz von Geschäftsdaten schaffen es in der Regel nicht, die Anforderungen von geschäftskritischen Datenbanken für Unternehmen zu erfüllen. Bei jedem Restore verlieren sie bis zu einem Tag der aktuellen Daten, belasten während der Backup-Zeiten sehr stark die produktiven Server, versagen bei der grundsätzlichen Wiederherstellung der Datenbanken und sind nicht in der Lage, in gleichem Tempo mit wachsenden Datenbanken zu skalieren. Im Grunde behandeln sie Datenbanken wie einen beliebigen Satz von nicht miteinander verbundenen Dateien, und nicht als transaktionale Systeme mit besonderen Integrations- und Performance-Anforderungen.

Die grundsätzlichen Probleme mit der Sicherung moderner Datenbanken bestehen in:

  • Backup- und Recovery-Methoden, die auf jahrzehntealten nächtlichen Backup-Paradigmen beruhen, bei denen bei jedem Restore bis zu einem Tag an aktuellen Daten verloren gehen können.
  • Hoher Backup-Overhead auf den produktiven Servern und im Netzwerk, um alle Datenbankdaten während der Backups zu transportieren, egal ob sie verändert wurden oder nicht.
  • Sich ständig vergrößernde Backup-Fenster, die dem unaufhörlich wachsenden Datenwachstum geschuldet sind.
  • Backup-Appliances, die nicht so skalieren können, wie es der Schutz von Hunderten oder Tausenden von Datenbanken im Rechenzentrum erfordern würde.
  • Unzureichende Sichtbarkeit und Kontrolle des ganzen Lebenszyklus der Datensicherung – von den Festplatten über die Tapes bis hin zur Replikation.

Die Zero Data Loss Recovery Appliance von Oracle ist eine von Grund auf neue Lösung für die Datensicherung, die sehr eng an die Oracle-Datenbanken angelehnt ist, um deren Anforderungen genau zu erfüllen. Sie eliminiert die Gefahren des Datenverlusts während des Restores und reduziert den Overhead auf den produktiven Servern. Die Recovery Appliance skaliert darüber hinaus in der Weise, dass Tausende von Datenbanken gesichert werden können – einschließlich eines vollen Lebenszyklus von Festplatten- und Tape-Backup sowie entfernter Replikation.

Die Architektur der Recovery-Appliance benutzt „Delta-Push“- und „Delta-Store“-Methoden, bei denen nur geänderte Blöcke von der Datenbank zur Appliance gesendet und gespeichert werden.

Das System erzeugt während der Restores virtuelle vollständige Kopien der Blöcke und der Deltas, um längere Backup-Prozesse verkürzen zu können. Werden virtuelle volle Backups durchgeführt, läuft das System laut Oracle mit 2 Petabytes pro Stunde. Der kontinuierliche inkrementelle Backup-Prozess ist in der Lage, Änderungen der Datenbank in Echtzeit und ohne Einfluss auf die produktive Performance zu speichern.

Die Zero Data Loss Recovery Appliance kann ferner Datenbank-Backups direkt auf Tape-Speicher archivieren, wobei der Archivierungsprozess 24/7 Stunden läuft, um die Laufwerke besser auszunutzen. Der geänderte Datenspeicher der Appliance kann verwendet werden, um virtuelle vollständige Datenbank-Kopien zu jedem gewünschten Zeitpunkt zu erzeugen. Die Appliance kann auch Daten in Echtzeit zu einer entfernten Oracle-Recovery-Appliance oder zu einem Backup-Cloud-Service für Oracle-Datenbanken replizieren. Datenbankblöcke werden kontinuierlich untersucht, um Beschädigung von Daten während der Übertragungsprozesse zu vermeiden.

Ein Jury-Mitglied nannte die Appliance einzigartig in ihrem Umfeld und sagte darüber hinaus, dass sie über die RMAN-Integration hinausgehe: „Ihre RDBMS-kontrollierte Datensicherung arbeitet mit umfassender Komprimierung und Null-RPO- und RTO-Zeiten. Sie ist eine ausgezeichnete Wahl für Umgebungen, bei denen es auf Non-Stop-Geschäftsprozesse ankommt.“

Die Hardware besteht aus einem Basis-Rack mit einer Mindestkonfiguration von zwei Computing-Nodes und drei Storage-Servern, die bis zu 18 Nodes skalieren können.

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Artikel wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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