Software für Auto-Tiering soll Verbreitung von SSDs in Schwung bringen

Block-basierte Storage-Systeme mit Auto-Tiering-Software speichern Daten optimal und werden für Anwender zunehmend attraktiv.

Block-basierte Storage-Systeme mit Auto-Tiering-Software können Daten auf der für den jeweiligen Zeitpunkt optimalen Stufe speichern. Diese Funktion könnte jetzt dafür sorgen, dass leistungssteigernde Solid-State Drives (SSDs) bei Anwendern, die ihnen bislang eher zurückhaltend gegenüberstanden, zu einer realistischen Alternative werden.

Da SSDs teurer sind als gewöhnliche Festplattenlaufwerke (engl. HDDs, Hard Disk Drives), bleibt diese superschnelle Option meist den sehr geschäftskritischen Anwendungen und I/O-intensiven Workloads vorbehalten. Manuelles Tiering von Daten kann jedoch sehr beschwerlich sein, insbesondere, wenn sich die Performance-Anforderungen einer Anwendung häufig ändern.

„Wenn Sie Ihr Rechenzentrum effizient betreiben wollen, haben Sie keine Wahl: Sie müssen auf automatisiertes Tiering zurückgreifen“, sagt Valdis Filks, Research-Leiter für Storage-Technologien und -Strategien bei Gartner Inc. im US-Bundesstaat Conneticut. Filks sagt voraus, dass automatisiertes Tiering bei Storage-Systemen eines Tages so verbreitet sein wird wie virtueller Speicher bei Computern. „Hinsichtlich der Speicherhierarchie ist dies einfach eine ganz natürliche Entwicklung“, sagt er.

Auto-Tiering unterhalb der LUN-Ebene

Die neueste Innovation in diesem Bereich ist das Sub-LUN Auto-Tiering. Dieser Ansatz geht einen Schritt weiter als der bisherige, bei dem nur eine komplette LUN bzw. ein komplettes Volume verschoben wurde. Beim Sub-LUN Auto-Tiering wird die Verschiebung stattdessen feinkörniger gehandhabt. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich nur sehr aktive bzw. Performance-sensible Datenblöcke auf SSDs oder schnelle HDDs wie etwa Fibre-Channel-  oder SAS-Festplatten mit 15.000 U/min gelegt werden.

Diese Neuerung dürfte höchst willkommen sein: „Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viele IT-Profis bei dem Gedanken an die automatische Verschiebung eines kompletten Volumes von einer Storage-Stufe auf eine andere mit ‘Nur über meine Leiche!’ reagiert haben“, sagt Arun Taneja, Gründer und beratender Analyst bei der Taneja Group im US-Bundesstaat Massachusetts.

Als erster Anbieter hatte im Jahr 2005 Compellent Technologies Inc. mit der Software Data Progression die Verwendung von Auto-Tiering auf Block-Ebene eingeführt. Inzwischen hat er reichlich Gesellschaft bekommen. Im Dezember 2010 kündigte Dell Inc. Pläne für die Übernahme von Compellent an. Gerade drei Monate war es damals her, dass Hewlett-Packard (HP) Co. eine Übernahme von 3PAR Inc. angekündigt hatte, und ein paar Monate später brachte 3PAR seine Auto-Tiering-Lösung Adaptive Optimization heraus.

Fully Automated Storage Tiering for Virtual Pools (FAST VP) von der EMC Corporation, Dynamic Tiering von Hitachi Data Systems mit der Virtual Storage Platform (VSP) und Easy Tier mit Storwize V7000 und DS8700 von IBM sind andere bekannte Lösungen für Block-basiertes Sub-LUN Auto-Tiering. Unterstützung für Easy Tier bei den DS8800-Systemen von IBM ist für das zweite Quartal geplant.

Zusätzliche Optionen für Auto-Tiering

Benutzer können noch auf weitere Optionen für Auto-Tiering zurückgreifen. Das Verschieben von Daten zwischen Arrays unterschiedlicher Anbieter erfordert im Allgemeinen ein Block-basiertes Storage-Virtualisierungsprodukt wie den IBM SAN Volume Controller (SVC), den Network Storage Server (NSS) SAN Accelerator von FalconStor Software Inc. oder die Universal Storage Platform (USP) von Hitachi. Zu den Virtualisierungsprodukten, die als Basis des Dateisystems arbeiten, zählen die FXT NAS-Appliances von Avere Systems Inc., HP StorageWorks X9000 und Storage Foundation von Symantec Corp.

Eine weitere Alternative ist Cloud-Storage. Beispiele für Cloud-Gateway-Optionen für das Auto-Tiering sind der Bluejet Cloud Storage Controller von Cirtas Systems Inc., der Filer von Nasuni Corporation und die Hybrid Storage Appliance von StorSimple Inc.

Die größte Dynamik im Bereich Sub-LUN Auto-Tiering ist jedoch bei Block-basierten Storage-Systemen zu verzeichnen. Denn die meisten Storage-Schwergewichte sind kräftig dabei, ihre neuen und verbesserten Angebote in Verbindung mit SSDs zu vermarkten.

Artikel wurde zuletzt im Februar 2011 aktualisiert

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