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Storage-Virtualisierung und Backups virtueller Server stehen 2016 im Fokus

Wie in den Jahren zuvor auch hat TechTarget 2016 wieder IT-Entscheider aus dem DACH-Raum zu ihren wichtigsten IT-Projekten befragt.

Auch in der diesjährigen Studie von TechTarget geht es darum, welche Themen Administratoren beschäftigen und welche Projekte für 2016 am wichtigsten sind und entsprechend in den Rechenzentren umgesetzt werden. Die IT-Priorities-Umfrage 2016 im DACH-Bereich gibt dabei nicht nur Auskunft über drängende Storage-Themen, sondern auch über die wichtigsten RZ-Trends in den Bereichen Sicherheit, Netzwerk oder Software. Die Majorität der befragten Unternehmen kommt aus dem Mittelstand und hier insbesondere aus dem Segment der Computerdienstleistungen und Beratung.

Zu den RZ-Aufgaben, die am meisten Zeit erfordern, gaben die meisten Befragten (31 Prozent) an, dass es sich dabei um allgemeine Aspekte des IT-Managements handele, was sicher keiner neuer Trend ist. Danach folgen spezifischere Bereiche: Netzwerke (28 Prozent), Server-Management (24 Prozent) und Betrieb von Rechenzentrum/Infrastruktur (24 Prozent). Nur elf Prozent der Teilnehmer gaben an, dass Storage viel Zeit in Anspruch nimmt.

Storage in virtuellen Welten

Die Frage, welche Primärspeicherinitiativen in 2016 umgesetzt werden, antworteten 39 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, dass sie Storage für virtuelle Server implementieren wollen. Auch dieser Trend ist nicht neu: searchstorage.de hat sich bereits in einem Storage Magazin ausführlich diesem Thema gewidmet und Lösungsansätze beschrieben. Flash-Speicher steht ebenso hoch im Kurs: 31 Prozent planen die Anschaffung von SSD-basiertem Storage. Die Flash-Lösungen hat bereits 2015 flächendeckend Einzug in die Rechenzentren gehalten und der Trend wird weiter anhalten, was diese Zahlen belegen.

Dass im Zuge der Storage-Erweiterungen und aufgrund steigender Performance-Anforderungen im Bereich des Speichernetzwerkes aktualisiert werden muss, wird dadurch verdeutlicht, dass in dieser Studie 29 Prozent die FC- oder Ethernet-Technologien als Projekte angehen. Auch das Thema Software-defined Storage findet sich auf der Top-5 der Primär-Storage-Prioritätenliste wieder. In diesem Jahr beschäftigen sich 25 Prozent der Befragten mit diesem Thema. Unternehmen müssen hier aber einiges beachten, wenn sie Projekte umsetzen wollen, was in unserem Storage Magazin zum Thema SDS beschrieben wird.

Abbildung 1: Welche dieser Primärspeicherinitiativen wird Ihr Unternehmen 2016 umsetzen?

Jeweils 24 Prozent der IT-Verantwortlichen möchten in diesem Jahr in Datenreduzierungstechnologien wie Komprimierung und Deduplizierung sowie in Cloud-Storage-Projekte investieren. Damit sollen die Storage-Ausgaben besser geschützt beziehungsweise die geplanten Anschaffungen optimal ausgenutzt werden. Fast ebenso viel Interesse wird der Storage-Virtualisierung entgegengebracht (23 Prozent).

Erstaunlicherweise waren Themen wie hyperkonvergente Systeme (16 Prozent), Storage für Big Data (17 Prozent) oder Object Storage (4 Prozent) weniger relevant. Gerade bei Object Storage ist dies überraschend, da im Cloud-Bereich sich viele Storage-Projekte mittels Objektspeicher umsetzen lassen und die Industrie hier auch schon etablierte Produkte anbietet.

Backup virtueller Server ist essentiell

Im Bereich des Backups gibt es für EDV-Verantwortliche eine ganz klare Priorität: 50,4 Prozent der Teilnehmer gaben an, Backups für virtuelle Server umsetzen zu wollen. Das deckt sich mit dem Trend im Primärspeicherbereich und zeigt, dass Unternehmen noch immer dabei sind, Umgebungen mit virtuellen Maschinen aufzubauen oder zu erweitern und diese dann mit einer entsprechend zuverlässigen Sicherungslösung auszustatten. Das nächste wichtige Thema ist der Einsatz von Snapshot- und Replikationstechnologien. Hier sind 36,8 Prozent der Anwender interessiert, damit ihre Geschäftsprozesse sicherer zu machen, indem dadurch schnellere Recoverys oder externe Standorte für Failover möglich werden. Verschiedene Optionen dafür werden in unserem Essential Guide zu Snapshot- und Replikationstechnologien aufgeführt.

Diese Technologien stützen die nächstfolgende Priorität: Disaster Recovery/Business Continuity. In diesem Segment möchten 25,6 Prozent der Befragten Projekte umsetzen. Oftmals macht der hohe Konkurrenzdruck es nötig, das eigene Geschäftspotenzial absichern zu müssen, so dass weder Ausfallzeiten noch Datenverlust entstehen.

Abbildung 2: Welche dieser Backupspeicherinitiativen wird Ihr Unternehmen 2016 umsetzen?

Das Interesse an Backups für mobile Endgeräte (23,1 Prozent) und für Cloud-Backup (22,2 Prozent) ist etwa gleich groß. Verhältnismäßig wenig Projektaufwand wird in diesem Jahr für Copy Data Management (7,7 Prozent), Cloud-basiertes DR/BC (11,1 Prozent) und neue Bandtechnologien (12 Prozent) betrieben.

Es zeigt sich, dass sowohl im Backup-Bereich als auch im Primärspeicher nach wie vor solide Storage-Lösungen für virtuelle Umgebungen am wichtigsten sind. Die Server-Virtualisierung hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Storage-Infrastruktur, die sich aufgrund dessen in den letzten Jahren verändert hat und – wie die Umfrage beweist – auch noch weiterhin aufgrund des Virtualisierungs-Trends transformieren wird. Die Prioritätenliste lässt keinen Zweifel, dass IT-Manager auf diesen Trend und die damit verbundenen Anforderungen reagieren.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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