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Storage braucht einen Technologie-Wandel hin zu software-definierter Storage

Eine Umfrage von Red Hat zeigt eine große Frustration der Storage-Anwender. Budgetbeschränkungen und Komplexität sind die Hauptsorgenkinder.

Bei den Storage-Anwendern herrscht Frustration und Unsicherheit. Das ist das Hauptergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Vanson Bourne im Auftrag von Red Hat bei Unternehmen mit mindestens 1000 Mitarbeitern. 74 Prozent der Befragten glauben, dass sie schlecht auf steigende Workloads vorbereitet sind. Die drei Hauptgründe für Frustration sind Budgetbeschränkungen (45 Prozent), Komplexität der Systeme (42 Prozent) und Schatten-IT (42 Prozent).

Bedenken wegen Sicherheit erschweren zusätzlich die tägliche Arbeit (42 Prozent). 15 Prozent leiden unter inadäquater Storage-Infrastruktur, weil sie den gegenwärtigen oder künftigen Ansprüchen nicht genügt. Neben Budgetbeschränkungen und inadäquater Storage-Infrastruktur werden die Nutzer von Legacy Systemen und der Schwierigkeit, unterschiedliche Datentypen zu verwalten, genervt.

Ein Schwachpunkt der Umfrage ist es, dass weder deutsche noch französische Anwender befragt wurden. Wäre dies geschehen, wären die Ergebnisse noch verheerender ausgefallen, glaubt Gerald Sternagl, EMEA Business Unit Manager Storage: „Der deutsche Markt ist legacy-lastig.“

Er schätzt auch, dass der in der Umfrage angegebene Wert des Verhältnisses von Storage Ausgaben zur gesamten IT zu niedrig angegeben wird: „In der Studie wird ein Storage-Anteil von 13 Prozent angeben, aber in der Realität wird er eher bei 25 bis 33 Prozent liegen.“ Zu Storage dürften nicht nur die Hardwarekosten gezählt werden, sondern auch Management, Software, Disaster Recovery und anderes müssten einbezogen werden.

Auch sind laut Sternagl nur die wenigsten Unternehmen hierzulande bereit, Workloads im Petabyte-Umfang zu bewältigen. Dabei sollten die Kunden nicht nur die Erhaltung der Daten im Augen haben, sondern diese auch als Asset und eine Wissensbasis betrachten.

Unser Ansatz zum softwaredefinierten Storage (SDS) hilft Brücken bilden, erlaubt den gesamtheitlichen Zugriff auf Storage und ist offen für verschiedene Protokolle“, erklärt Sternagl. Es gehe darum, Flexibilität und Agilität zu erlauben und Inseln abzubauen. Sternagl gesteht zu, dass SDS noch lange nicht am Ziel angekommen ist: „Im Moment lösen wir hauptsächlich Legacy Systeme ab. Der nächste Schritt ist Big Data Analyse und verbesserte Sicherheit. Bei Storage hinken wir den Servern zehn Jahre hinterher, was Standardisierung angeht.“

Die Anwender beklagen in der Umfrage die Komplexität von Storage-Systemen. Sternagl glaubt, dass SDS hier etwas Abhilfe schaffen kann: „Die großen Unternehmen unterhalten große Storage-Truppen, die nur Spezialwissen in einem bestimmten Segment haben. Bei SDS dagegen kann ein Administrator mit Linux-Kompetenz Probleme lösen.“

Das bisherige Denken der Storage-Administratoren sei zu sehr auf die IOPS fokussiert und der Datendurchsatz werde vernachlässigt, kritisiert Sternagl. Ohne einen Technologiewechsel hin zu SDS könnten die derzeitigen Storage-Probleme nicht gelöst werden, ist er sich sicher.

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Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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