Storage in Hyper-V-Umgebungen optimal verwalten

Im Interview spricht Dennis Martin, Präsident von Demartek, über Best Practices bei der Verwaltung von Storage in Hyper-V-Umgebungen.

Storage unter Hyper-V bietet gegenüber der Verwaltung von Storage in einer VMware-Umgebung eine Reihe von Vorteilen. Besonders erwähnenswert ist hier, dass die Verwaltung von Storage in einer Hyper-V-Umgebung einer Windows-Umgebung stark ähnelt. So werden  LUNs auf die gleiche Weise angelegt und Treiber auf die gleiche Weise geladen.

In diesem Interview spricht Dennis Martin, Präsident von Demartek, über Best Practices im Bereich Hyper-V-Storage. Erfahren Sie, wie sich die Storage-Verwaltung in einer Hyper-V-Umgebung von der in VMware-Umgebungen unterscheidet. Lernen Sie Tools von Microsoft- und Drittanbietern sowie Techniken zur Unterstützung der Verwaltung in einer Hyper-V-Umgebung kennen und wie sich damit die Performance in einer Hyper-V-Umgebung verbessern lässt.

Inwieweit unterscheidet sich die Storage-Verwaltung von Hyper-V von der in einer VMware-Umgebung?

Martin: Wie allgemein bekannt sein dürfte, läuft Hyper-V auf einem normalen Windows-Server. Deshalb funktioniert aus Sicht des Hypervisors alles, was Sie hinsichtlich der Verwaltung von Storage vorher unter Windows getan haben, auch weiterhin – absolut genauso, egal ob in Windows oder Hyper-V.

Der Unterschied besteht darin, dass Sie in den VMs festlegen müssen, wie das Storage an die laufenden Gast-VMs vergeben wird. Dafür steht eine Reihe unterschiedlicher Optionen zur Verfügung. Eine besteht darin, eine virtuelle Festplatte zuzuweisen und anschließend die VM wie auf ein lokales Root-Verzeichnis zeigen zu lassen. Oder Sie können den Zugriff auf das weiterleiten, was wir als SCSI-Gerät bezeichnen. Das kann zum Beispiel ein Controller eines SAS-Arrays sein, ein Fibre-Channel-Adapter oder sogar iSCSI. Sie können das durchschleifen und anschließend der Gast-VM den Zugriff darauf gewähren. Wenn Sie das in VMware tun, dann müssen Sie eine Reihe von Arbeiten in der VMware-Umgebung und bei den Gast-Rechnern erledigen – was genau, hängt von der jeweiligen VMware-Umgebung ab.

Der andere Unterschied besteht darin, dass Sie kein spezielles Dateisystem auf den LUNs bereithalten müssen, das Sie zum Gast durchschleifen. Bei VMware dagegen müssen Sie – wenn Sie wollen, dass VMware dies verwaltet – ein VMFS-Dateisystem verwenden. Sie verfügen also über ein höheres Maß an Flexibilität, wenn Sie mit Hyper-V arbeiten, und auch  die Verwaltung geht leichter von der Hand geht.

Welche Tools oder Techniken liefert Microsoft mit Hyper-V aus, um die Verwaltung von Hyper-V Storage zu erleichtern?

Martin: Wie gesagt: Wenn Sie wissen, wie hier etwas unter Windows funktioniert, dann können Sie es auch in Hyper-V – das ist der große Vorteil. Natürlich müssen Sie, wenn Sie eine virtuelle Maschine erstellen, festlegen, ob Sie direktes Storage des Boot-Laufwerks verwenden wollen oder eine andere Methode bevorzugen. Aber das ist relativ selbsterklärend. Im Falle von Daten-Laufwerken empfiehlt sich jedenfalls ein Durchschleifen, so dass der Hypervisor nicht allzu viel damit zu tun hat. Im Grunde wird ihm nur mitgeteilt: Hier ist dein Adapter, Leg los! Deshalb ist es einfach um einiges leichter. Wenn Sie über einen Treiber für Windows verfügen, dann wird er funktionieren. Es ist also ziemlich einfach.

Gibt es irgendwelche Drittanbieter-Tools, die IT-Abteilungen helfen können, virtuelle Server-Umgebungen unter Hyper-V zu unterstützen?

Martin: Es gibt jede Menge Tools von Drittanbietern, die für eine ganze Reihe unterschiedlichster Dinge Unterstützung bieten. Sie können ganz bestimmt Drittanbieter-Werkzeuge finden, die Sie beim Erstellen der Backups von VHDs unterstützen, sofern Sie nicht die nativen Tools von Windows verwenden möchten. Und es gibt Drittanbieter-Tools, die Sie bei der Verwaltung von Storage unterstützen, und zwar ungeachtet dessen, ob es sich in Hyper-V befindet oder nicht. Ihnen steht also die vollständige Suite an Drittanbieter-Tools zur Verfügung. Ich habe keinen bestimmten persönlichen Favoriten für Hyper-V-Aufgaben. Es gibt eine ganze Reihe hervorragender Werkzeuge.

Welche Techniken können IT-Abteilungen verwenden, um die Performance von Hyper-V-Storage zu optimieren?

Martin: Sie können einige Dinge tun, die jedoch stark von der Art des Storage abhängig sind, an das Sie sich anbinden. Wenn Sie beispielsweise ein Fibre Channel SAN verwenden, dann können Sie mit NPIV einiges machen. Sie werden versuchen wollen, so viel wie möglich durchzuschleifen, zumindest in Bezug auf das, was Sie mit dem Gast vorhaben – lassen Sie den Gast so viel wie möglich übernehmen. Es gibt ähnliche Dinge, die Sie bei iSCSI erledigen können. Das ist tatsächlich fast immer dasselbe, was auch in einer nativen Umgebung möglich ist – fast alles funktioniert so auch in einer Hyper-V-Umgebung.

Artikel wurde zuletzt im September 2011 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Datenspeicherlösungen für virtuelle Server

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close