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Tape und Flash gehört die Storage Zukunft - Festplatten werden verschwinden

IBM setzt auf Bandlaufwerke als zukunftsträchtiges Medium. Speicherkapazität, TCO und Leistung machen Tape zur besseren Wahl als Festplatten.

Nur Flash und Tape werden in Zukunft bei Storage dominieren, meint Ralf Colbus, Leading Storage Professional, Member of WW CTO Team IBM. Festplatten (HDDs) prophezeit er eine düstere Zukunft.

„Festplatten werden verschwinden“, sagte Colbus im Gespräch mit Tech Target auf der Cloud Expo in Frankfurt am 23. November 2016. IBM setzt auf die Zukunft von Tape. Nur die Kombination Flash/Tape werde künftig die Zukunft bestimmen.

In der Cloud spielen Bandlaufwerke eine immer wichtigere Rolle. IBM hat an Microsoft vor kurzem eine große Menge an Tape Libraries verkauft. Microsoft will diese als Backend für Azure verwenden. Gemeinsam werden beide Hersteller so buchstäblich Millionen an Festplatten durch Bandlaufwerke ersetzen, um Datenmengen im Zettabyte-Bereich zu speichern.

„Mit Microsoft verwirklichen wir Zettabyte Storage“, erklärt Colbus. Die Langzeit TCO hat den Ausschlag gegeben. Microsoft hat Tapes von IBM gekauft und will damit eine eigene Klimabox in jedem Rechenzentrum schaffen.

„Tape hat sehr gute Perspektiven und die Festplatten werden verschwinden“, ist sich Colbus sicher. „Wir überholen die HDDs bei der Leistung und haben den Tipping Point erreicht“. Als Argument verweist Colbus auf die Konzentration der HDD-Hersteller, die zeige, wie schwierig das Geschäft mit Festplatten geworden ist.

Tape ist laut Colbus um den Faktor Zehn günstiger als vergleichbare Speicher. Der Kombination Flash/Tape gehöre die Zukunft. IBM bietet diese Kombination zwar nicht in einem Array, setzt aber auf einen Architekturansatz mit Software-definierter Storage (SDS), bei dem im Backend Flash und Tape eingesetzt werden.

Und die Bandkapazität steigt immer weiter an. Derzeit werden Bänder mit einer Kapazität von 220 TB im Labor getestet. Mittelfristig werden 300 bis 400 TB verfügbar sein.

„Tape punktet mit seiner guten Total Cost of Ownership (TCO) und bietet Vereinheitlichung, aus einer Hand“, so Colbus. Tapes können mit allen Storage-Produkten in der Cloud über Schnittstellen (APIs) verbunden werden. IBM nutzt dazu die Protokolle S3 (für Objekt Storage) und Swift.

Es gehe nun darum, Tape langfristig populärer machen. Colbus gesteht zu, dass das Marketing etwas schwierig sei, aber die Kunden werden immer aufmerksamer. „Wir brauchen Alternativen zu HDDs. Der TCO spricht für Tape.“ Die Tape-Linie sei mit IBM Medien besser im Griff als mit LTO. „Die Bandtechnologie von IBM ist angenehmer. Wir können alte Bänder lesen und beschreiben.“

Die Verbindung zwischen On-Premise, hybrider und Public Cloud funktioniert immer besser: „Wir können mit jedem On-Premise-Produkt in die Cloud gehen, unabhängig von den Use Cases. Das Angebot steht. Das letzte fehlende Glied war Block Storage und dies beherrschen wir nun auch“, berichtet Colbus.

Objekt-Storage und Container im Kommen

Als weiteren großen Trend hat Colbus Objekt-Storage identifiziert: „Objekt-Speicher wird die größte Plattform der nächsten Jahre. Immer mehr Apps werden auf Objekt-Storage umgestellt. Dort ist das Datenwachstum am stärksten.“

Ebenso im Trend liegen Container: „Container brauchen persistente Storage, dafür gibt es konkrete Anwendungsfälle. Die nächste Stufe der Integration kommt. Es gibt eine große Dynamik. Die Kunden steigen von Hypervisor-basierter auf Container-basierte Workloads um.“

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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